Mit Screenpresso erstellt man Screenshots und versieht sie mit Pfeilgrafiken, Nummern und Kommentaren.
Screenpresso steckt unauffällig im System-Tray und wechselt erst bei Betätigen der Drucken-Taste in den Aufnahmemodus. Programmfenster und darin enthaltene Bedienelemente kann das Tool einzeln aufnehmen; alternativ speichert man das Vollbild oder markiert den zu erfassenden Bereich per Rechteckrahmen. Eine Lupe hilft, den Rahmen pixelgenau zu positionieren und zeigt die Abmessungen des Bildes. Scrollbare Inhalte erfasst Screenpresso nicht am Stück, fügt aber in Serie erstellte Screenshots automatisch zu einer Datei zusammen, wenn die Bildbereiche überlappen. Videos und im Fenstermodus gestartete Spiele konnte es im Test abbilden, im Vollbildmodus ausgeführte Spiele hingegen nicht.
Screenshots legt Screenpresso in einem eigenen Verlauf ab. Von dort aus schickt es die Bilder auf Wunsch per Twitter in die Welt, übernimmt sie per Drag & Drop in andere Anwendungen oder öffnet sie im eingebauten Editor. Dieser beschneidet und skaliert sie, macht Bildbereiche per Weichzeichner unkenntlich, verpasst den Aufnahmen einen Rahmen oder fügt einen Reflexions-Effekt mit Alpha-Transparenz hinzu – dank Batch-Modus auch in mehreren Screenshots nacheinander. Wichtige Stellen hebt man mit edel wirkenden Pfeilen, Texten und Nummerierungen hervor, die sich farblich und stilistisch anpassen lassen.
Das Erstellen, Bearbeiten und Exportieren eines Screenshots gelingt mit Screenpresso zügig und mit professionellem Resultat. Bildschirmvideos kann das Tool nicht anfertigen: Das bleibt der geplanten Pro-Version vorbehalten. (Tobias Tappel/akr)