25.04.2008
Dieter Brors, Peter König, Harald Vogel, Dr. Volker Zota
Auf Schirm und Papier
Betrachter und Konverter für Windows, Linux und Mac OS X
Wichtige Dokumente kommen oft per E-Mail herein, die man mangels zugehöriger Programme aber nicht öffnen kann – oder aus Angst vor Viren nicht öffnen will. Kostenlose Tools zaubern Dokumente und Bilder selbst in exotischen Formaten auf den Bildschirm und spielen alle Multimediadateien ab. Konverter bannen sie schließlich in eine Form, in der sie sich auch in den eigenen Anwendungen bearbeiten lassen.
Artikel aus c't 10/07
Manche Mitmenschen scheinen sich beim E-Mail-Versand von Dokumenten keine Gedanken zu machen, ob der Empfänger sie überhaupt öffnen kann. Solange sie sich auf gängige Formate wie DOC, XLS oder PPT aus Microsofts Office-Paket beschränken, bereitet dies keine Probleme, denn die meisten Alternativprogramme wie OpenOffice können den Inhalt auf den Bildschirm bringen – zwar nicht immer perfekt, aber lesbar.
Doch oft finden Anwender in ihrer E-Mail oder auf Webseiten unbekannte Dateitypen wie VST, ODT oder SVG, sodass sie erst einmal nachforschen müssen, welche Anwendung überhaupt dahintersteckt. Hier helfen Websites wie wotsit.org und FILExt, die Informationen zu beinahe allen Dateitypen bereitstellen. Während sich wotsit.org vor allem an Programmierer richtet, die Näheres zur internen Struktur eines Formats benötigen, fördert filext.com neben Beschreibungen zum Ursprungsprogramm meist auch Links zu kostenlosen Editoren oder Betrachtern zutage.
Eine Recherche nach geeigneten Programmen ist in der Regel jedoch gar nicht nötig. Schon mit wenigen Zusatzprogrammen kann man die meisten Office-Dokumente, Bilder, Vektorgrafiken oder Multimediadateien betrachten, anhören oder in ein anderes Format umwandeln – etwa Videodateien ins platzsparendere DivX-Format.
Auch Besitzer geeigneter Anwendungen können von Viewern profitieren, wenn sie fremde Dokumente mit ihnen betrachten: Da die Anzeigetools keine Makros ausführen können, schützen sie das System vor Makroviren. In E-Mail-Clients wie Outlook und Thunderbird kann man dazu Optionen setzen, um Anhänge bestimmter Dateitypen mit anderen als den im System verknüpften Programmen zu öffnen, etwa mit dem entsprechenden Viewer für Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien. Nach Doppelklick auf ein Attachment lädt der Betrachter das Dokument, auf dem Desktop und im Windows-Explorer jedoch weiterhin Word, Excel oder PowerPoint.
