Mit dem Umzug vieler Mitarbeiter ins Homeoffice werden Kontrolle und Verwaltung der Endgeräte für die IT schwieriger. Ein professionelles Endpoint Management gewährleistet, dass Mitarbeiter zu Hause genauso sicher arbeiten können wie in der Firmenzentrale.
Das Arbeiten von zu Hause wird sich wohl langfristig in den Unternehmen etablieren. Laut einer Bitkom-Umfrage arbeitet aktuell fast jeder zweite Mitarbeiter zumindest teilweise zu Hause. „Die Corona-Pandemie ist der Auslöser eines tiefgreifenden und nachhaltigen Wandels in der Arbeitswelt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Homeoffice wird mehr und mehr zur neuen Normalität.“
Für die IT ist der breite Trend zum Homeoffice eine völlig neue Situation. Statt zentriert an einem Ort nutzen nun viele Mitarbeiter firmeneigene oder gar private Geräte außerhalb des gesicherten Unternehmensnetzes. IT-Teams müssen nun plötzlich infrastrukturelle Herausforderungen wie Bandbreiten-Engpässe oder die Bereitstellung leistungsfähiger Kommunikations-Tools bewältigen.
Noch weitaus gravierender sind allerdings die mit der Arbeit im Homeoffice verbundenen Sicherheitsprobleme. Mit der Remote-Tätigkeit abseits der Firmenzentrale befinden sich geschäftskritische Informationen plötzlich auf Geräten, die nicht mehr der 100-prozentigen Kontrolle durch die zentrale IT-Administration unterliegen.
Damit steigt das Risiko, dass die Geräte nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind und gefährliche Sicherheitslücken entstehen, eklatant an. Studien, wie etwa die der Allianz-Versicherung belegen, dass die enorme Zunahme von Arbeiten im Homeoffice Cyberangriffe begünstigt.
Sicherheit am Heimarbeitsplatz
Die IT muss sich der neuen Situation stellen. Trotz erschwerter Erreichbarkeit sind Sicherheitslücken durch Software, Updates und Patches unbedingt zu vermeiden. Auch Konfigurationsänderungen und aktualisierte Sicherheitsrichtlinien müssen weiter ausgerollt werden. Was also ist zu tun?
Um zu gewährleisten, dass Mitarbeiter zu Hause ebenso sicher arbeiten können wie in der Zentrale, sollten mehrere Maßnahmen ergriffen werden.
Zunächst einmal gilt es für die IT-Abteilung standardisierte Hardware und Ersatzgeräte bereitzustellen. Die Nutzung privater Geräte ist möglichst zu unterbinden – die Risiken wären dabei einfach zu groß. Weil Mitarbeiter von zu Hause auf die Firmenserver zugreifen, müssen die internen Server parallel für verschlüsselte externe Zugriffe vorbereitet werden.
Das A und O für die Sicherheit bilden ein standardisierter Software-Bestand und einheitliche Patch-Stände. Um dies zu gewährleisten, müssen Admins Verteilungsprofile erstellen und dafür sorgen, dass Windows-Updates vollständig installiert werden. Dafür sollten auch für alle Homeoffice-Plätze Lizenzschlüssel vorhanden sein und bereitgestellt werden.
Für die konkrete IT-Sicherheit an den Home-Geräten sollte Antiviren-Software installiert und für den Notfall ein Ansprechpartner verfügbar und jederzeit erreichbar sein. Auch die Firewall-Einstellungen sind anzupassen.
Keine Firewall zu Hause
Um die Verteilung von Updates und Patches für Geräte außerhalb der Zentrale sicherstellen zu können, ist ein passendes Werkzeug erforderlich. Hier kommt das Endpoint-Management ins Spiel. Software für das Endpoint-Management gewährleistet auch an den Außenstellen im Remote-Office einen einheitlichen Software-Bestand und aktuelle Sicherheitspatches. Voraussetzung dafür ist allerdings eine stabile und unterbrechungsfreie Remote-Verbindung zwischen Homeoffice und Zentrale.
Um Admins und die Verbindungen nicht unnötig zu belasten, sollte dem Endpoint-Management bekannt sein, welche Updates die einzelnen Clients tatsächlich benötigen und dann auch nur diese installieren. Das spart Bandbreite und Zeit. Für die von Microsoft veröffentlichte Update-Datenbank sollte ein Basis-Scan auf fehlende Updates und Patches durchgeführt werden – im Idealfall vollautomatisiert, wobei der Admin die Kontrolle behält.
Hilfreich ist hier auch die Definition einzelner Freigaberinge. Auf diese Weise lässt sich risikofrei testen, ob nach dem Einspielen der Updates alles reibungsfrei funktioniert. Ein Endpoint-Management, das mit einzelnen Freigaberingen arbeitet, ermöglicht es zudem, Windows-Updates auf einzelne Testsysteme zu verteilen.
Entlastung durch FTPS Repositories
In der Praxis zeigt sich allerdings, dass viele Unternehmen ihre externen Rechner angesichts der stark frequentierten Firmenleitungen nur mit Mühe und Not mit Updates versorgen können. In diesem Fall können FTPS Repositories für Abhilfe sorgen. Bei FTPS erfolgen die FTP-Uploads verschlüsselt, wobei hier für die Verschlüsselung auf TLS (Transport Layer Security) gesetzt wird.
Über FTPS lassen sich Software-, Betriebssystem- und Windows-Patch-Ressourcen sicher zur Verfügung stellen – was eine zusätzliche Entlastung der Firmeninfrastruktur bedeutet. Alternativ werden Software-Updates gar nicht erst über das Firmennetz aufgespielt, sondern der Homeoffice-Rechner bezieht sie direkt aus der Cloud.
Der Hersteller für Client-Management-Software Aagon bietet innerhalb seines Endpoint-Management-Systems ACMP einen „Package Cloud“-Service, der wichtige Software-Pakete immer aktuell zur Verfügung stellt. Das spart zudem die Arbeit, Standardprodukte wie Firefox, PDF Creator, Chrome etc. zu paketieren, zu patchen und einzeln zu testen.
IT-Administratoren können mit solchen Lösungen auf alle Arbeitsplätze standortunabhängig zugreifen – egal, wie sie verbunden sind. Die Aagon-Lösung ermöglicht es, dass alle auf dem gleichen Software-Stand arbeiten und über die stets aktuellen Sicherheitseinrichtungen verfügen – eine wichtige Voraussetzung für das Remote Working der Zukunft.
Weitere Informationen finden Sie hier.
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