Ob Sie Meetings im virtuellen Raum abhalten und dabei dem 500 km entfernten Gegenüber in die Augen sehen können oder neue Werkstücke, Gebäude oder Einrichtungen in 3D mit einer VR-Brille betrachten und bearbeiten können: Anwendungen mit virtueller Realität entwachsen dem Spiele-Milieu und fangen an, Arbeitsplätze und Unternehmen zu verändern. Es gibt schon zahlreiche Beispiele, wie Unternehmen heute von VR profitieren können. Höchste Zeit also, sich auch als IT-Profi mit dem Thema zu beschäftigen.

Autor: David Göhler
Aktuell ist Virtual Reality (VR) der mit Abstand spannendste IT-Trend, auf der Gamescom 2016 in Köln hat das Thema alles überstrahlt. Das ist die bekannte Seite des Themas. In Unternehmen hält Virtual und Augmented Reality aber ebenfalls Einzug. Das ist nicht verwunderlich, da es sehr viele Möglichkeiten gibt, VR im Business-Umfeld einzusetzen. Der Return on Invest stellt sich dabei – dank der vielen Vorteile für Mitarbeiter und Kunden – schnell ein.
Der Einsatz von VR betrifft nicht nur Spezialisten; VR wird sich auf breiter Front etablieren. Visionäre Vordenker in den IT-Abteilungen haben das bereits erkannt und nutzen schon jetzt die Vorteile. Wer konkurrenzfähig bleiben will, muss sich daher mit dem Thema Virtual Reality (VR) auseinanderzusetzen. Im Geschäftsleben und am Arbeitsplatz der Zukunft wird VR eine wichtige neue Rolle spielen. Gartner hat in einer Studie herausgefunden, dass Virtual Reality für IT-Leiter 2016 eine große Bedeutung hat.
Virtual Reality in der Praxis: Virtuelles Katastrophentraining
Die große Bandbreite an möglichen Einsatzgebieten stellt die IT-Verantwortlichen und das Management vor die Herausforderung, konkrete Anwendungen für die Nutzung im eigenen Unternehmen zu identifizieren sowie deren Einführung zu planen und zu budgetieren.
Virtual Reality erzeugt ein intensives und besseres Erleben als jeder Bildschirm. Der Anwender „erlebt“ Situationen, er kann Dinge ausprobieren und teilweise sogar fĂĽhlen, die im echten Leben zu gefährlich wären. Ein – zugegeben – ungewöhnliches Beispiel ist das von Dell im Rahmen des Nachhaltigkeitsplans fĂĽr 2020 unterstĂĽtzte VR-Projekt zum Schutz der Meere. Hier können Anwender mit Walen ein Training in der virtuellen Reality absolvieren.
In den runden Schulungsräumen gibt es dazu eine 360-Grad-Leinwand, die von Projektoren mit Bildern einer echten Schachtumgebung ausgeleuchtet werden. Die Trainees können mit der Umgebung interagieren. Geräusche und Klima werden ebenfalls simuliert. In diesem virtuellen Bergwerk werden alle möglicherweise auftretenden Gefahrensituationen virtuell erzeugt und trainiert.
Starke Technik fĂĽr die virtuelle Umwelt
Die Entwicklung bei Coal Mine hat mehrere Jahre Entwicklung gebraucht. In jedem Trainingsraum arbeiten 12 Projektoren, die leistungsfähige Computerhardware benötigen. Sie besteht aus Dell Precision R7610 Workstations mit Intel® Xeon® Prozessoren und NVIDIA® Quadro® Grafik, K5000 mit NVIDIA® Quadro® Sync, Dell PowerEdge R710 Server sowie Dell PowerVault NX3200 Network Attached Storages und Dell Wyse 5290-D90D8 Thin Clients.
In der Autoindustrie hat VR bereits auf breiter Front Einzug gehalten: Bei Ford nutzen Ingenieure und Designer Virtual Reality bei der Entwicklung und dem Testen von Fahrzeugen, was jährlich ca. 8 Mio Dollar spart. Wer einen Audi kaufen möchte, kann bei entsprechend ausgestatteten Händlern in einer VR-Umgebung sein Wunschfahrzeug lebensecht konfigurieren und virtuell ausprobieren.
In der Medizin probieren Ärzte in einer Virtual-Reality-Umgebung neue Operationsmethoden aus. Am Royal London NHS Hospital konnten im April erstmals Studenten einer Operation beiwohnen, die live übertragen wurde, und bei der die Studenten selbst wählen konnten, aus welchem Blickwinkel sie wohin schauen wollten (in Echtzeit). Das Bild lieferte eine spezielle 360-Grad-Kamera.
Besonders interessant für geschäftliche Anwendungen sind Augmented-Reality-Anwendung, wie sie die von Microsoft entwickelte HoloLens ermöglicht. Sie sieht aus wie ein Mix aus Sonnenbrille und einer typischen VR-Brille. Mit ihr lassen sich über die sichtbare reale Welt virtuelle Objekte täuschend echt projizieren und damit erweitern und optisch modifizieren.
Auch wenn „Virtual Reality“ in vielen Unternehmen oft Neuland ist, fĂĽhrt die EinfĂĽhrung zu einem Motivationsschub der Mitarbeiter. Die Technik steht fĂĽr Modernität und demonstriert, dass man der Konkurrenz technologisch voraus ist. Diese Motivation spĂĽren auch die Kunden. VR bringt also das ganze Unternehmen nach vorne – ein wichtiges Argument, wenn es darum geht, in der IT die dafĂĽr notwendigen Investitionen zu planen und zu tätigen.

VR in der Kommunikation und Kollaboration
Wenn man Videokonferenzen per Virtual Reality veranstaltet, ergeben sich auch in der Kommunikation ganz neue Perspektiven. Sie macht es möglich, dass man sich in einem Augmented-Reality-Raum tatsächlich gegenübersteht, obwohl man hunderte Kilometer entfernt ist. Die visuelle Kommunikation führt dabei zu einer Wahrnehmung, als hätte man sich persönlich getroffen und unterhalten. Das ist wesentlich effizienter als bei einer Video-Konferenz, bei der die Gestik fehlt. Zudem erspart es Reisekosten und Reisezeiten.Home-Office-Mitarbeiter können ortsunabhängig effizienter arbeiten. Das fördert die Work-Life-Balance und die Bindung der Mitarbeiter an die Firma.
Fazit
Für zukunftsfähige Unternehmen stellen Virtual-Reality-Anwendungen vielfach große Chancen dar. Dabei ist es für eine erfolgreiche Einführung wichtig, dass sich die eigene IT-Abteilung zügig in das VR-Thema einarbeitet und kompetente Partner für die Umsetzung zur Seite stehen. Dell hat über viele Jahre Kunden bei 3D- und VR-Lösungen erfolgreich unterstützt und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt. Zertifizierte Dell Workstations sind schon heute „VR-Ready“ und bestens zur Entwicklung und Anwendung interaktiver VR-Lösungen geeignet.
WeiterfĂĽhrende Informationen
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Checkliste zum Download: Bereit fĂĽr den Arbeitsplatz der Zukunft?
Ausblick: IT-Innovationen fĂĽr kĂĽnftige Arbeitsumgebungen
Ăśber den Autor

Zwei Herzen schlagen in meiner Brust: das des Programmierers und Technikers und das des Vollblut-Journalists und Content-Junky. Seit 30 Jahren schreibe ich Programme, Artikel, Kompendien, Web-Seiten-Inhalte und Social-Media-Schnipsel und habe immer noch SpaĂź dran. Derzeit befasse ich mich – nicht nur fĂĽr Dell – intensiv mit den Themen Cloud und Security.
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