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PC piept: Das ist das Problem


Bild: Sata Production/Shutterstock.com

Sie fahren Ihren PC hoch und werden mit mysteriösen Piep-Tönen begrüßt? Dann gibt es ein Problem. Wenn während des POSTs alles reibungslos funktioniert, bootet Ihr Computer problemlos direkt in Windows. Jeder Motherboard- oder BIOS-Hersteller verfügt jedoch über eigene Signaltoncodes, mit denen Sie benachrichtigt werden, wenn eine Hardwarekomponente fehlerhaft ist.

Was ist ein POST?

Der Power-on self-test ist ein Selbsttest Ihres Computers, der überprüft, ob die einzelnen Komponenten voll funktionsfähig oder defekt sind. Stimmt alles, bootet Ihr Computer in Windows. Wenn der POST jedoch einen Speicher-, Cache- oder Prozessorfehler feststellt, ertönt eine bestimmte Anzahl von Signaltönen - je nachdem, wo das Problem liegt.

Manchmal ist die Lösung recht simpel, wie zum Beispiel ein falsch eingesetzter Arbeitsspeicher oder ein gelockertes Kabel. Doch in anderen Fällen könnte auch die CPU ausgefallen sein. In jedem Fall werden Sie anhand der Pieptöne darauf hingewiesen, dass etwas nicht in Ordnung ist, sodass Sie sich an die Diagnose und Behebung des Problems machen können.

Viele Motherboards haben heutzutage aber keine Lautsprecher mehr, sodass Sie beim Starten des PCs möglicherweise keinen Piepton hören. Stattdessen besitzen viele Mainboards kleine Displays, auf denen ein Fehlercode für das entsprechende Problem angezeigt wird.

So finden Sie heraus, warum Ihr PC piept

  1. Starten Sie Ihren Computer oder führen Sie einen Neustart durch, falls der Computer bereits an ist.
  2. Halten Sie Papier und Stift bereit. Hören Sie nun ganz genau hin, welche Reihenfolge an Signalen Ihr Computer von sich gibt. Starten Sie Ihren Computer gegebenenfalls neu, wenn Sie sich nicht sicher sind. Das verschlimmert kaum das bereits vorliegende Problem. Schreiben Sie nebenbei auf, welche Abfolge an Tönen Sie hören. Sind es lange oder kurze Töne? Ist eine Pause dazwischen? Wie oft piept der Computer?
  3. Leider hat sich die Computerindustrie auf keine einheitliche Art der Kommunikation mit Signaltönen geeinigt, weshalb Sie nun herausfinden müssen, von welchem Hersteller Ihr BIOS-Chip ist. Dieser befindet sich auf Ihrem Motherboard. Am einfachsten finden Sie den Hersteller heraus, indem Sie in das Benutzerhandbuch Ihres Computers oder, falls Sie diesen selbst zusammengebaut haben, in das des Mainboards schauen. Haben Sie diese nicht zur Hand, müssen Sie Ihren PC wohl oder übel öffnen und selbst einen Blick hineinwerfen. Der BIOS-Chip befindet sich meistens am unteren Rand des Motherboards, neben der CMOS-Knopfbatterie, neben den PCI Express Steckplätzen oder unter dem Chipsatz.
  4. Haben Sie den Hersteller herausgefunden, wählen Sie aus den folgenden Anleitungen zur Fehlerbehebung die passende aus:

Hinweis: Bedenken Sie jedoch, dass Sie sich gegebenenfalls immer Hilfe von einem Experten holen sollten, bevor Sie versuchen, als Amateur das Problem zu lösen.

AMI

  • 1 kurzer Ton: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher oder das Motherboard aus.
  • 2 kurze Töne: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 3 kurze Töne: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 4 kurze Töne: Entfernen Sie den Arbeitsspeicher und setzen Sie ihn dann wieder ein. Funktioniert das nicht, tauschen Sie ihn aus. Ansonsten tauschen Sie das Mainboard aus.
  • 5 kurze Töne: Entfernen Sie den Prozessor und setzen Sie ihn dann wieder ein. Ist das Problem nicht gelöst, tauschen Sie ihn aus.
  • 6 kurze Töne: Entfernen Sie die Tastatur. Überprüfen Sie, dass keine Pins auf dem Motherboard verbogen oder abgebrochen sind. Tauschen Sie ansonsten das Motherboard aus.
  • 7 kurze Töne: Tauschen Sie das Motherboard oder den Prozessor aus.
  • 8 kurze Töne: Überprüfen Sie, ob die Grafikkarte richtig in Ihrem Steckplatz sitzt. Ansonsten tauschen Sie diese aus.
  • 9 kurze Töne: Setzen Sie das CMOS, den Speicher, auf dem sich die BIOS Einstellungen befinden, zurück. Dazu entfernen Sie die Batterie des Motherboards und setzen diese nach einigen Minuten wieder ein. Sollte dies nicht funktionieren, tauschen Sie das Motherboard aus.
  • 10 kurze Töne: Entfernen Sie alle Steckkarten und setzen Sie diese dann wieder ein. Setzen Sie außerdem das CMOS zurück. Hat das nicht geholfen, tauschen Sie das Motherboard aus.
  • 11 kurze Töne: Es liegt ein Hardwarefehler vor, der meistens vom Motherboard verursacht wird. Tauschen Sie dieses gegebenenfalls aus.
  • 1x lang, 2x kurz: Entfernen Sie die Grafikkarte und setzen Sie diese wieder ein. Überprüfen Sie außerdem, ob die Karte richtig im Steckplatz sitzt. Ansonsten tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 1x lang, 8x kurz: Überprüfen Sie, ob die Grafikkarte an die Stromversorgung angeschlossen ist und möglicherweise nicht genug Strom erhält. Verwenden Sie, falls möglich, zwei statt nur einem Kabel.

War Ihr Code nicht dabei? Hier finden Sie das offizielle Handbuch.

Award

  • 1x lang, 2x kurz: Überprüfen Sie, ob die Grafikkarte richtig im Steckplatz sitzt. Ansonsten tauschen Sie diese aus.
  • 1x lang, 3x kurz: Entfernen Sie die Grafikkarte und setzen Sie diese erneut ein. Stellen Sie sicher, dass sie richtig verankert ist.
  • 1 hoher Ton, 1 tiefer Ton (wiederholend): Die CPU könnte überhitzen oder auf andere Weise fehlerhaft sein.
  • 1 hoher Ton (wiederholend): Die CPU überhitzt. Fahren Sie den Computer umgehend herunter und überprüfen Sie die Lüfter.
  • Andere: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.

Phoenix

  • durchgehender Ton: Entfernen Sie die CPU und setzen Sie sie wieder ein.
  • 1x kurz, 1x lang: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 1x lang, 2x kurz: Tauschen Sie das Motherboard aus.
  • 4 aufeinanderfolgende Töne/1-1-1-1 Muster: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 1-2-2-3-Muster: Tauschen Sie das Motherboard aus.
  • 1-3-1-1-Muster: Überprüfen Sie alle Steckkarten und den Arbeitsspeicher. Tauschen Sie gegebenenfalls das Motherboard aus.
  • 1-3-1-3-Muster: Entfernen Sie die Tastatur.
  • 1-3-4-1-Muster: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 1-3-4-3-Muster: Tauschen Sie den Arbeitsspeicher aus.
  • 2-1-2-3-Muster: Tauschen Sie das Motherboard aus.
  • 2-2-3-1-Muster: Überprüfen Sie die Steckkarten und entfernen Sie diese gegebenenfalls.

Sie haben Ihren Signaltoncode nicht gefunden? Schauen Sie hier.

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