Olga Neubauer: „Ein gelungenes und leistungsstarkes Notebook“

Nachdem ich einen ersten Eindruck von dem Notebook gewonnen habe, der durchweg positiv ausfiel, werde ich nun betrachten, wie sich das Gerät im Alltag verhält. Wenn sich der bisherige Eindruck bestätigt, wird es die Arbeit im Alltag erleichtern.

Von Olga Neubauer

Damit ein Gerät wirklich mobil eingesetzt werden kann, ist neben dem Gewicht auch die Akkulaufzeit ein wichtiger Aspekt. Auch hier kann das Dell Latitude 9520 punkten. Dell gibt eine Ladezeit von 2:15 h für einen fast komplett entladenen Akku an. Ich war sehr überrascht, dass diese Zeit sogar noch um ein paar Minuten unterboten wurde.

Der Akku versorgte das Notebook den gesamten Arbeitstag in meinen Anwendungsfällen zuverlässig mit Strom. In den ersten Tagen habe ich das Netzteil immer noch mitgenommen, da es inklusive Kabel nur 323 g wiegt. Als ich bemerkt habe, dass das während des Tages nicht notwendig ist, habe ich mir das dann erspart bzw. dieses im Auto gelassen.

Akku-Ladezeit


Hält der Dell Optimizer, was die Werbung verspricht?

Wie bereits im Kurzbericht beschrieben (–> hier lesen), ist die automatische Anmeldung durch die Kombination des Näherungssensors mit Windows Hello eine echte Erleichterung, da man nicht immer das Passwort oder die PIN eingeben muss. Das Beste ist aber, dass man das Sperren des Monitors nicht vergessen kann. Die Erkennung funktioniert auch mit mehreren Benutzern sehr zuverlässig und störungsfrei. Selbst mit oder ohne Brille gab es keine Anmeldungsprobleme.

Wenn man den Kopf etwas seitlich dreht oder zu weit vom Bildschirm entfernt ist, wird die Anmeldung verweigert. Dadurch wird verhindert, dass eine Entsperrung erfolgt, wenn man zum Beispiel von einer anderen Person abgelenkt wird. Auch wenn ein externer Monitor angeschlossen ist, funktioniert dieses gesamte Prozedere sehr zuverlässig, wenn die entsprechende Funktion im Dell Optimizer aktiviert wurde.

Arbeit des Näherungssensors   


Des Weiteren werden in diesem Tool mehrere WLAN-Netzwerke erfasst, für die man Zugangsdaten besitzt. Sollte man nun in die Reichweite eines Netzes mit einer besseren Qualität kommen, erfolgt eine automatische Umschaltung, wodurch immer das beste Netz gewählt wird und die manuelle Wahl entfällt. Das ist sehr sinnvoll, wenn man in Gebäuden unterwegs ist, in denen mehrere Netzwerke vorhanden sind.

Natürlich muss diese Funktion aktiviert werden, wenn sie verwendet werden soll. Im gleichen Abschnitt kann auch noch eingestellt werden, ob der verwendeten Konferenzsoftware immer die maximale Bandbreite zugeordnet werden soll. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Kommunikation ohne Sprachaussetzer und „Bildruckler“ erfolgt.

Dell liefert mit „Dell Command Update“ ein weiteres nützliches Tool mit. Je nach Einstellung und Vorlieben des Benutzers kann damit automatisch oder manuell nach neuen Treiber-, BIOS- und Firmware-Versionen gesucht und diese anschließend installiert werden. Auch die mitgelieferten Dell-Anwendungen werden unterstützt. Somit kann das System immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Bei einigen Updates ist der Anschluss an das Netzteil zwingend notwendig. Sehr nützlich ist auch, dass unter der Typenbezeichnung der Service-Tag angezeigt wird, da dieser sehr klein und schwer lesbar auf dem Boden abgebildet ist.

Für den mobilen Alltag bestens geeignet

Sollte man unterwegs doch einmal ein größeres Anzeigemedium benötigen, sei es zum Beispiel einen Beamer für eine Präsentation oder einen größeren Bildschirm für aufwendige Grafikbearbeitungen, ist deren Anschluss problemlos möglich, da das Notebook über einen „echten“ HDMI-Anschluss verfügt. Derzeit ist USB-C bei den neuen Geräten dominierend, so dass oft entsprechende Dockingstationen zur Verfügung stehen, worüber ein unkomplizierter Anschluss möglich ist. Aber auch in den Hotels setzen sich immer mehr die sogenannten Smart-TVs durch, bei denen die Ansteuerung – ebenso wie bei vielen Beamern – über WLAN möglich ist. Auf diesem Weg ist auch ein Arbeiten möglich, wenn man nicht zu Hause oder im Büro ist.

Die entsprechenden Anwendungen waren beim Dell Latitude 9520 schnell installiert und dann konnte die Arbeit beginnen. Das Display stellt alles perfekt und klar dar, was auch längeres Arbeiten ermöglicht. Die Leistung ist für Video- und Grafikbearbeitung völlig ausreichend. Die Festplatte fasst 480 GB, wodurch es möglich ist, alle benötigten Dateien ständig mitzuführen. Das reduziert den Planungsaufwand deutlich bzw. erspart die Zeit für den Download über Netzwerke. Des Weiteren ist es somit auch möglich, die Zeiten zwischen Terminen sinnvoll zu nutzen, da immer alles vorhanden ist, was die Effizienz stark erhöht.

Beim Ausfüllen von Formularen und Checklisten ist ein Stift eine echte Hilfe und sorgt dafür, dass diese Tätigkeiten schnell durchgeführt werden können. Da mir kein originaler Stift von Dell zur Verfügung steht, habe ich einen Surface Pen geliehen. Die Verbindung mittels Bluetooth funktionierte problemlos und der Stift wurde als „verbunden“ angezeigt. Allerdings funktionierte dieser nicht, weder zum Zeichnen noch als Mausersatz, bei der Bedienung. Wahrscheinlich ist man doch auf den Stift von Dell angewiesen, was bedeutet, dass ich mir demnächst einen solchen besorgen werde.

Die beleuchtete Tastatur erleichtert die Arbeit bei schlechten Lichtverhältnissen ungemein. Mittels der F5-Taste kann diese eingeschaltet, zweistufig heller oder abgeschaltet werden. Somit kann die Helligkeit individuell angepasst werden, damit diese nicht als blendend oder störend empfunden wird. Nach einem Neustart des Gerätes bleibt der zuletzt eingestellte Modus erhalten.

Netzwerkeinstellungen im Dell Optimizer


Erfahrungen mit dem Support

Auf ein Online-Meeting hatte ich mich gefreut, da ich nun endlich prüfen konnte, wie Dell die Sprachqualität verbessert, abhängig von den gewählten Einstellungen im Dell Optimizer. An dieser Stelle musste ich dann aber leider feststellen, dass das Mikrofon nicht funktionierte und überhaupt nicht erkannt wurde. Mit einem Bluetooth-Headset war auch das Mikrofon aktiv.

Aus diesem Grund habe ich den Dell-Support angerufen. Hier nahm man sich sofort des Problems an, obwohl es schon fast 20:00 Uhr war, weshalb ich ins Ausland geschaltet wurde. Mittels Fernwartung nahm der Mitarbeiter noch einige Tests vor. Leider bestätigte sich mein Verdacht, dass ein Problem mit der Hardware vorlag.

Nachdem die Kontaktdaten aufgenommen waren, sollte sich am nächsten Tag jemand melden, um einen Termin für den Techniker zu vereinbaren. Der Anruf erfolgte tatsächlich, allerdings erneut nicht vom deutschen Support und auch nicht, um einen Termin zu vereinbaren. Ich musste nochmals alles schildern, da im Ticket nichts hinterlegt war. Es wurde ein weiterer Anruf am nächsten Tag versprochen.

Dieser ist jedoch nicht erfolgt, weswegen ich selbst den Dell-Support angerufen habe. Nach einer kurzen Frage- und Antwortrunde, da aus dem Ticket der aktuelle Status nicht hervorging, wurde der Technikereinsatz für Montag veranlasst, da es für den nächsten Tag schon zu spät war. Schade, das hätte schneller gehen können. Ich kann noch von Glück reden, dass es sich „nur“ um das Mikrofon handelte, denn das konnte ich durch den Einsatz eines Headsets überbrücken. Über den aktuellen Status wurde ich per Mail und SMS auf dem Laufenden gehalten.

Mittels des kleinen Programms „Dell SupportAssist“ kann man einzelne Hardwarekomponenten prüfen bzw. nach Updates suchen. Sehr nützlich ist auch, dass man dort die Garantielaufzeit, das Support-Modell und den Service-Tag angezeigt bekommt. Ebenfalls ist darüber die Abfrage des aktuellen Status von Störungsmeldungen möglich. Bevor man den Support kontaktiert, kann man darüber das Problem eventuell schon näher spezifizieren bzw. die benötigten Daten für den Support bereithalten. Um die Übersichtlichkeit zu steigern, wäre es nach meiner Meinung sinnvoll, die drei Dell-Tools in einem zu vereinigen.

Notebook als Tablet


Fazit

Abgesehen davon, dass das Mikrofon nicht erkannt wurde und den Problemen bei der Weiterleitung der Störungsmeldung über Landesgrenzen hinweg, ist das Dell Latitude 9520 ein sehr gelungenes leistungsstarkes Notebook. Egal ob man „nur“ ein paar Formulare ausfüllen bzw. Texte verfassen muss oder ressourcenhungrige Anwendungen ausgeführt werden – dieses Notebook ist allen Aufgaben gewachsen. Es ist stabil und dennoch leicht genug, um es mobil im Alltag nutzen zu können. Auch der Touchscreen ist eine echte Erleichterung.

Dell hat wirklich an alles gedacht, was wichtig ist: Metallgehäuse, geringes Gewicht, lange Akkulaufzeit, Vielzahl an Schnittstellen, nützliche Tools. An Daten- und Umweltschutzaspekte wurde ebenfalls gedacht. Für mich stellt dieses Gerät eine echte Hilfe dar und ich möchte es nicht mehr missen.