Als Mitarbeiter an einer Hochschule in NRW gehört es zu meinen täglichen Aufgaben, mit großen Datenmengen in mehreren Programmen parallel zu arbeiten. Dazu kommen Aufgaben im Bildverarbeitungsbereich und aus der Programmierung, bis hin zur Berechnung (einfacher) neuronaler Netze. Besonders neugierig bin ich, ob auch ein „kleiner“ PC den Anforderungen eines Arbeitsplatzes im wissenschaftlichen Bereich genügt.
Von Daniel Bohn
Beruflich nutze ich schon immer ausgewachsene Tower-PCs. Im Vergleich dazu hat der Mini-PC von MSI in der Variante PRO DP21 11M-014AT (Intel Core i5-11400 2,6 GHz; 8 GB RAM; 256 GB SSD) eine geradezu winzige Anmutung. Er ist beeindruckend klein und liegt ebenso leicht in der Hand. Aber genau hier kommen Zweifel, auch wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt unbegründet sind: Kann ein PC mit einer derart kleinen Bauform auch nur annähernd einen ausgewachsenen PC substituieren? Ich bin gespannt.
Positiv fällt zunächst die Verpackung auf. Auch diese fällt angemessen klein aus – und das ohne den Zweifel an einer ausreichenden Transportsicherung aufkommen zu lassen. Ebenfalls positiv fällt auf, dass die Verpackung nicht unnötig vollflächig bedruckt ist, was die Umwelt schont. Neben dem PC findet sich ein, ebenfalls kleines, externes Netzteil, diverse Kabel und ein Quickstart-Guide. Letzterer ist vollkommen ausreichend, da das Anschließen und Bedienen des Mini-PCs selbsterklärend ist.
Anschlüsse
Der Mini-PC besitzt rückseitig zur Bildausgabe lediglich einen HDMI-Ausgang. Durch diese beschränkte Ausgangsauswahl kann kein zweiter Monitor zugeschaltet werden. Hier hätte ich mir zumindest einen zweiten HDMI-Anschluss oder besser noch einen zusätzlichen DisplayPort-Ausgang gewünscht, um auch für die Zukunft gut gerüstet zu sein.
Daneben finden sich vier Anschlüsse vom Typ USB 3.2 Gen1 A, ein RJ45 sowie ein Mic-in und ein Line-out. Zusätzlich gibt es zwei serielle Ausgänge (COM Port). Das ist in meinem Umfeld wieder spannend. Ältere, aber noch häufig eingesetzte Messgeräte, zum Beispiel zur Farbmessung, nutzen diesen Anschlusstyp. Ein Adapter (seriell auf USB) ist somit theoretisch nicht notwendig. Ein Test dazu wird folgen.

Inbetriebnahme und erster Eindruck
Angeschlossen und eingeschaltet startete unmittelbar die Installation von Windows 10. Dabei war der MSI-PC zwar nicht lautlos, aber sehr leise. Die Installation verlief schnell und reibungslos. Nachdem Windows das erste Mal gebootet war, blieb der MSI für einige Minuten auf diesem Geräuschniveau, um dann deutlich lauter zu werden. Der Lüfter drehte hoch und erzeugte eines ehr unangenehme Geräuschkulisse, die etwas an ein schnell drehendes DVD-Laufwerk erinnert. Ein Blick in den Task-Manager zeigte, dass dies durch den Download und die Installation von Windows 11 geschuldet ist – die CPU wurde zu ca. 20 – 40 % auslastet und hob den Basistakt auf 4,3GHz an.

Fazit: Hochwertig, aber laut
Der MSI-Mini-PC wirkt hochwertig und ist beeindruckend klein. Ob und wie regelmäßig sich die festgestellte hohe Geräuschbelastung auf die tägliche Arbeit im Büro auswirkt, werden die nächsten zwei Wochen zeigen.

Mehr Eindrücke von Daniel Bohn zum MSI-PC mit Intel-Prozessor gibt es im ausführlichen Testbericht.
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