Roland Wiederhold: „Zeitgemäße Anschlüsse und ein sparsamer Energieverbrauch“

Mini-PCs werden angeschafft, um platzsparend im Office und Heimbereich einen vollwertigen PC zu ersetzen oder im Urlaub als Mediacenter eingesetzt zu werden. Daher habe ich einen Mini-PC und einen WQHD-Monitor von MSI getestet, die versprechen, diese Vorzüge zu bieten.

Von Roland Wiederhold

Teil 1 des Testsystems ist der Monitor MSI MD271QPDE. Der Aufbau ist unproblematisch. Es wird zunächst die Monitorhalterung auf die Bodenplatte montiert, danach wird die Monitorhalterung per Schnappverschluss mit dem Display sicher verbunden. Der Monitor kann zum besseren ergonomischen Arbeiten optimal an die jeweilige Sitzposition angepasst werden.

Das Display

Beim Monitor handelt es sich um einen flachen und randlose 27 Zoll großen WQHD-Monitor. Das IPS-Panel mit einer maximalen Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel und 75Hz Bildwiederholrate finde ich perfekt für die Arbeit im Office-Bereich. Mit einer Reaktionszeit von 5 ms und einer Leuchtdichte von 250 cd/m² bietet der Monitor eine ausreichend schnelle Reaktionszeit und ein kontrastreiches Bild zur Foto- und Videobearbeitung.

Die Rückseite des Monitors ist mit VESA-Bohrungen versehen, diese werden allerdings vom Verbindungsteil des höhenverstellbaren Standfußes verdeckt. Dadurch kann ein Mini-PC nur mit einer speziellen Mini-PC-Halterung raumsparend zwischen dem Standfuß und dem Display angebracht werden. Als Vorteil hat man einen Monitor, der sich sehr leicht in alle Richtungen drehen lässt.

Der Monitorfuß wird mit einem Schnappverschluss am Display arretiert.


Die Anschlüsse

An der Rückseite sind ausreichend Anschlüsse für alle gängigen Zuspieler vorhanden, dort befinden sich jeweils ein HDMI-, USB-C-, Displayport- und ein Audio-Anschluss.

Die Bedienung

Die Bedienelemente befinden sich wie üblich am unteren rechten Rand des Monitors. Die Tasten sind knapp 2 cm nach hinten versetzt angebracht, was im ersten Moment allerdings für Irritationen sorgt. Das Menü des Monitors ist intuitiv und leicht über die Tasten bedienbar.

Der Mini-PC

Teil 2 des Testsystems ist der Mini-PC MSI Cubi 5 10M. Nach dem Auspacken hat man einen leichten Mini-PC vor sich, der auf eine Handfläche passt und mit zahlreichem Zubehör geliefert wird.

Das Gehäuse

Das Gehäuse mit seiner Metalloptik macht einen sehr wertigen Eindruck, so dass sich der Cubi 5 gut ins Wohnzimmer als Media-PC einfügt oder einfach auf den Bürotisch stehen kann, ohne sich verstecken zu müssen. An einer Gehäuseseite wurden sämtliche Anschlüsse für die Peripheriegeräte untergebracht.

An der gegenüberliegenden Seite befinden sich neben dem Netzschalter die häufig benötigten Anschlüsse für den USB-Stick und dem Kopfhörer. Diese Anordnung verhindert, dass der Mini-PC im Kabelsalat untergeht und man lange den Netzschalter suchen muss. Apropos Netzschalter – der Hersteller hat an einer Gehäuseseite einen Anschluss für einen externen Netzschalter angebracht, an dem man den mitgelieferten externen Netzschalter anschließen kann.
An der Gehäuseunterseite sind Bohrungen für die VESA-Halterung angebracht, um den PC mit der gelieferten Adapterplatte hinter dem Monitor oder an einer Wandhalterung zu befestigen.

Die Verbindung zur Umwelt

Der Mini-PC verfügt über einen Displayport- und einen HDMI-Anschluss. Dadurch kann man an zwei Bildschirmen arbeiten. Weiterhin bietet der Cubi 5 an der Rückseite zwei USB-2.0-, zwei USB-3.2-Gen1-Anschlüsse sowie einen Ethernet-Anschluss.

An der Vorderseite befindet sich ein USB-3.2-Gen1-Anschluss und ein USB-3.2-Gen1-Typ-C-Anschluss. An diesen Anschlüssen lassen sich bequem ein USB-Stick und ein Smartphone anschließen. Weiterhin sind an der Vorderseite Mikrofon- und Lautsprecheranschluss vorhanden.

Der PC ist damit gut für Aufgaben im Home-Office-Bereich gerüstet. Das Gehäuse kann an der Unterseite sehr leicht geöffnet werden, um den Arbeitsspeicher bzw. die M2.SSD zu erweitern.

Der Cubi5 10 M mit dem gelieferten Zubehör.


Die Hardware

Die Hardware-Ausstattung des Cubi 5 10 M ist mit einem Prozessor Comet Lake Dual-Core I3-10110U, 4 GB DDR3-RAM und einer 256 GB großen SSD-Festplatte ist sehr sparsam. Die Grafik wird von der integrierten Grafikeinheit des Prozessors der Intel UHD Graphics 620 bereitgestellt.

WLAN und Bluetooth ermöglichen einen mobilen kabellosen Betrieb.

Die Softwareausstattung

Das Gerät wurde mit einem vorinstallierten Windows 10 Pro in der Version 1909 und zahlreichen Zusatzprogrammen ausgeliefert. Der Hersteller hat dem System zahlreiche Programme wie die Norton-Sicherheits-Suite, Music-Master, Videoschnitt und Bildbearbeitungsprogramme als MSI-Version von Cyberlink beigelegt.

Das Arbeiten mit den Geräten

Der Monitor liefert ein gestochen scharfes Bild bei der maximalen Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Die Wiedergabe meiner fotografierten Bilder wurde so zum echten Hingucker. Der Mini-PC hat dem Monitor konstant sehr klare Bilder geliefert, und der Mauszeiger ließ sich recht flüssig über den Bildschirm führen.

Nach der Installation von Microsoft Office konnte ich mühelos Excel-Tabellen und Word-Dokumente bearbeiten. Der Arbeitsfluss kam immer dann zum Stocken, wenn Windows gerade im Hintergrund einige Aktionen startete.
Als einzigen Wermutstropfen hatte ich immer wieder mit der Norton-Sicherheitssuite zu kämpfen. Sobald das Scanprogramm Aktivitäten im Hintergrund entfaltete, wurde der Mini-PC mit seiner sparsamen Ausstattung an die Grenzen gebracht. Der sonst relativ leise Lüfter des Cubi 5 wurde plötzlich laut und der Mauszeiger ließ sich nicht mehr bewegen. Nachdem ich am Cubi 5 die Sicherheitssuite entfernt hatte, konnte ich weiterarbeiten. Es bleibt trotzdem eine Herausforderung, mit dem knappen Arbeitsspeicher von 4 GB Word und Edge mit mehreren Tabs gleichzeitig zu betreiben.

Das mitgelieferte Videoschnittprogramm konnte ein relativ kleines Video laden, jedoch beim Setzen von Schnittmarken und dem Rendern wurde der Mini-PC ins Schwitzen gebracht. Meine Bilder konnte ich gut mit dem bereitgestellten Programm bearbeiten, wobei es sich dabei nur um einfache Aufgaben handelte. In diesem Zusammenhang ist mir schmerzlich der fehlende SD-Card-Port aufgefallen, den ich regelmäßig an meinem Laptop nutze. Nach diesen Erfahrungen werde ich den Cubi 5 10M auf zeitgemäße 8 GB, besser 16 GB erweitern.

Die Wiedergabe von Filmen auf verschiedenen Streaming-Portalen lief flüssig und es machte Spaß, sich die Filme bei einem brillanten Bild anzuschauen. Ich konnte problemlos die Filme in Full-HD anschauen.

Der Autor im Büro mit dem Monitor und dem Mini-PC.


Fazit

Der Mini-PC Cubi 5 10 M ist ein Gerät mit zeitgemäßen Anschlüssen und einem sparsamen Energieverbrauch. Das Gerät eignet sich sehr gut als Office-PC und als Media-PC. Im Bürobereich kann man sehr gut mit allen gängigen Programmen arbeiten, wenn nicht zu viele Fenster geöffnet werden. Ähnlich sieht es beim Einsatz als Media-PC aus.
Musik, Fotowiedergabe und das Streamen von Videos funktionieren gut, man sollte nur nicht mehrere Dateien gleichzeitig öffnen. Das pfiffige Extra in Form des verlängerten Netzschalters bringt mehr Vorteile als man denkt.
Der einzige Wermutstropfen ist die magere Hardware-Ausstattung. Während der I3-Prozessor die Aufgaben gut bewältigen kann, sind die 4 GB Arbeitsspeicher und die 256 GB SSD nicht mehr zeitgemäß. Möchte man den Mini-PC im Urlaub benutzen, um die Fotos des Tages am Bildschirm zu betrachten, fällt der fehlende SD-Card-Reader schmerzlich auf.

Der Monitor MSI MD271QPDE liefert zu jeder Zeit ein klares Bild. Es ist eine Augenweide, wenn man sich die Urlaubsbilder anschaut. Mit der vollbeweglichen Monitorhalterung lässt sich das Display in alle möglichen Stellungen bringen.

Mehr Eindrücke von Roland Wiederhold zum Mini-PC und zum Monitor von MSI gibt es im ausführlichen Testbericht.

Dieser Beitrag ist bereits älter als 90 Tage. Hier finden Sie die Übersicht neuer Sponsored Articles

.