Roland Wiederhold: „Ein sehr gutes Gespann für den Homeoffice-Bereich“

In den letzten zehn Jahren konnte ich in meiner Arbeit die Fortschritte der Geräteklasse der Mini-PCs verfolgen. Daher war ich neugierig, was der neue Mini-PC von MSI in Kombination mit einem 27-Zoll-WQHD- Monitor leisten kann.

Von Roland Wiederhold

Während ich früher Geräte mit der Atom-CPU N2000, einer passiven Kühlung und 15 Watt Stromverbrauch begeistert einsetzen konnte, habe ich seit fünf Jahren ein I7-6700-System mit passiver Kühlung im Einsatz, das allen Ansprüchen genügt. Leider sieht es Microsoft mit seinen Hardware-Anforderungen für Windows 11 anders.

Der Mini-PC

Der Mini-PC MSI Cubi 5 10M kommt mit mehreren Ausstattungsvarianten daher. Er kann mit einem Intel-I3-, -I5- und -I7-Prozessor der zehnten Generation geliefert werden.

Gehäuse

Der Cubi 5 macht mit dem Gehäuse einen sehr wertigen ersten Eindruck (–> hier zu finden). Die Oberseite des Gehäuses mit der Imitation von gebürsteten schwarzem Metall ist sehr gelungen, so ist es nicht nach kurzer Zeit mit Fingerabdrücken übersäht, wie man es von den Gehäusen mit Klavierlackoptik gewohnt ist. Mit den Abmessungen von 12,4 x 12,4 x 5,37 cm ist das Gehäuse sehr klein gehalten. Trotzdem bietet es ausreichend Platz für das Mainboard, den Lüfter, den zahlreichen Anschlüssen und einer zusätzlichen 2,5 Zoll-SSD.

Die Anschlüsse

Das Gehäuse ist sehr gut mit externen Anschlüssen ausgestattet. Trotz der geringen Größe konnte MSI die wichtigen Anschlüsse für den stationären Betrieb an eine Gehäuseseite bündeln. So befinden sich auf der einen Gehäuseseite ein HDMI- und ein Displayport-Anschluss für die Bildschirmausgabe, zwei USB.3.1- und zwei USB-2.0-Anschlüsse für die Verbindung mit externen Geräten. Der Cubi 5 M kann über den vorhandenen Ethernet-Anschluss an das heimische Netzwerk angebunden werden.

Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Netzschalter, ein schneller USB-3.1- und ein USB-Type-C-Anschluss für einen USB-Stick oder ein Smartphone.

Die Extras

Als Beigabe liefert MSI eine VESA-Montageplatte, einen externen Netzschalter und zahlreiche Kabel zur Erweiterung des Cubi 5. Mit der VESA-Platte kann der Mini-PC an die Wand, unter die Tischplatte oder klassisch an die Rückseite des Monitors moniert und schnell wieder abgenommen werden. Der Mini-PC besitzt auf der Gehäuseunterseite zwei Aussparungen, an denen er schnell angebracht werden kann.

Bei den mitgelieferten Extras befand sich ein externer Netzschalter, für den ich zunächst keine Verwendung hatte. Erst als der Mini-PC nach der Installation hinter dem Monitor verschwand, wurde mir klar, dass der Schalter ein pfiffiges Gimmick ist, das ich nicht mehr missen möchte.

Der Anschluss des externen Netzschalters


Die Montage des Netzschalters gestaltete sich relativ einfach. An einer Gehäuseseite ist nur der Anschluss für den externen Netzschalter angebracht. Doch nach dem Entfernen des Schutzes für den Steckverbinder kann der Netzschalter einfach eingesteckt werden.

Das Innenleben

Das Mainboard beherbergt die aufgelötete CPU, zwei Slots für den Arbeitsspeicher und einen Anschluss für die NVME-SSD, die sehr gut erreichbar sind. In meinem Fall habe ich den Cubi 5 mit der folgenden Konfiguration geliefert bekommen: Das System umfasst die Comet-Lake-CPU I3-10110U, den Arbeitsspeicher von 4 GB und eine SSD mit einer Größe von 256 GB. Dank des Intel-Wireless-AC-9462-Chips kann sich der Cubi über Wifi 5 und Bluetooth 5.1 verbinden. Die CPU I3-10110U ist eine Dual-Core-SoC-CPU. Die CPU wurde als energieoptimierte Variante des I3 gebaut, um in Notebooks und ähnlichen Systemen eingesetzt zu werden. In der Vergangenheit war meine Meinung über die „Zweikerner“ geteilt. Wie wird sich also die Dual-Core-Maschine in der zehn Generation schlagen?

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