Roland Wiederhold: „Ein sehr gutes Gespann für den Homeoffice-Bereich“

Der Mini-PC im Praxisbetrieb

Trotz der spartanischen Ausstattung verhält sich der Cubi 5 im Office-Betrieb zunächst recht unauffällig. Ich betreibe den Cubi am Bildschirm im WQHD-Modus. Die CPU hat ein Grafikmodul UHD 620 auf dem Chip, mit dem Bildschirmausgaben bis zu einer maximalen Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten möglich sind. Dies liefert auch der Cubi 5 M recht zuverlässig.

Bei einem solchen Monitor möchte ich zunächst meine fotografierten Bilder anschauen. Meine Kamera liefert schließlich Bilder jenseits des Full-HD-Formats. Ich verbinde also den Cubi über mein Netzwerk mit der NAS, um eine Diashow meiner Landschaftsbilder laufen zu lassen. Es gibt einen verblüfften Wow-Effekt. Die Bilder sehen auf dem Monitor sehr kontraststark und detailreich aus. Die CPU wird durch die Diashow der Bilder weniger beansprucht als gedacht.

Im nächsten Schritt aktiviere ich das Microsoft-Office, um mit Word und Excel zu arbeiten. Ich kann ohne Probleme meine Excel-Sheets öffnen und bearbeiten. Erst als die vorinstallierte Sicherheitssuite von Norton anfängt, im Hintergrund Scans durchzuführen, stockt die Bildschirmanzeige und der Lüfter meldet sich lautstark. Ich muss also ich eine Arbeitspause einlegen. Dies war das KO-Kriterium für die Norton Sicherheits-Suite. Nach der Deinstallation der Suite konnte ich gut weiterarbeiten.

Motiviert durch die beeindruckende Bildschirmausgabe, begann ich die vorinstallierte einfache Bildbearbeitung von Cyberlink zu starten. Doch dies beanspruchte die CPU und den Arbeitsspeicher sehr. Ich entschied mich zunächst mit dem Cubi 5 M im Produktivmodus an zwei Bildschirmen zu arbeiten.

Während meiner Arbeit musste ich in Firefox bis zu zehn Tabs auf dem ersten Bildschirm öffnen und auf dem zweiten Bildschirm mit Word arbeiten. Nach einiger Zeit wurde der Lüfter immer lauter. Der Blick auf die Leistungsanzeige des Taskmanagers offenbarte, dass die CPU und der Arbeitsspeicher ständig am Limit waren.

Die Schmerzgrenze erreichte ich, als ich versuchte, mit der vorinstallierten Videobearbeitungssoftware von Cyberlink ein kleines Video zu schneiden. Nachdem das Video geladen war, versuchte ich Schnittmarken zu setzen – doch dafür war die Hardware wirklich nicht gemacht. Der Lüfter drehte auf Maximal, die CPU war ständig auf 100 % und der Arbeitsspeicher war voll ausgelastet.

Bei der Datenträgeranalyse zeigte sich weiterhin, dass die SSD ab Werk in drei Partitionen eingeteilt war: in eine Systempartition, eine Datenpartition und eine Wiederherstellungspartition. Es wäre beim Laufwerk C: mit einer Größe von 143 GB nur eine Frage der Zeit gewesen, dass Windows immer langsamer wird und keinen Platz mehr hat, um Daten zu speichern.

Die ursprüngliche Einteilung der SSD


Zum anderen hatte die Datenpartition keine Funktion, da ja alle Windows-Programme ihre Daten im User-Bereich auf dem Laufwerk C: speichern. Weiterhin befinden sich die größten temporären Bereiche, wie die Windows-Sicherung beim Upgrade oder die Auslagerungsdatei, ebenfalls im Laufwerk C:. Dadurch hatte Windows nicht 256 GB, sondern nur eine 140-GB-Partition.

Außerdem bemerkte ich, dass die CPU mehr damit beschäftigt war, den Arbeitsspeicher von 4 GB ständig auszulagern, um wieder Platz zu haben, als die Programme abzuarbeiten. Dies erklärte auch, warum ich für das Windows-Upgrade von Version 1909 auf 21H1 mehr als zwei Stunden benötigte. Nach diesen offensichtlichen Mängeln entschied ich mich, den Mini-PC aufzurüsten.

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