Roland Wiederhold: „Ein sehr gutes Gespann für den Homeoffice-Bereich“

Das Hardware-Upgrade

Zunächst schaute ich mir die Supportseite von MSI an. Dort standen ein aktuelles BIOS-Update und verschiedene Windows-Treiber. Die Windows-Update-Funktion hatte das Gerät bereits mit aktuellen Treibern versorgt, und das BIOS-Update mit einigen kleinen Bugfixes hatte ich schnell und problemlos eingespielt.

Benchmark vor dem Upgrade


Nach dem BIOS-Update änderte ich die Partitionierung der SSD. Die Datenpartition habe ich mit einem Partitionstool gelöscht und das Laufwerk C: auf 220 GB vergrößert. Die Wiederherstellungspartition für das BIOS fand ich ein bisschen überdimensioniert, aber ich ließ die Partition in ihrer Größe bestehen.

Nach dem Öffnen des Gehäuses sah ich zwei Dual-Slots für SO-DIMM-Riegel. Der Hersteller hatte einem Slot mit einem 4-GB-Speicherriegel bestückt.

Laut Intel-Datenblatt kann die I3-10110U-CPU mit maximal 64 GB arbeiten. Mit Blick auf das kommende Windows 11 Upgrade entschloss ich mich, 2 x 8 GB einzubauen, um genügend Platzreserven und durch das duale Speichermanagement eine zusätzliche Beschleunigung zu erreichen. Nun war ich gespannt, wie sich diese Verbesserungen in einem Benchmark niederschlagen werden.

Der PCMARK10 bescheinigte mir mit der Erweiterung des Arbeitsspeichers und der Vergrößerung der SSD-Partition eine Verbesserung von 10 Prozent im Office-Bereich und 15 Prozent im Internet-Bereich. Die erreichten Werte mögen sich im Benchmark sehr gering anhören, haben aber im Arbeitsalltag eine gefühlte Verbesserung von 100 Prozent erreicht.

Benchmark nach dem Upgrade


Nach diesen Verbesserungen drehte jetzt häufiger der Lüfter hoch. Ich wechselte in das BIOS, um das Verhalten des Lüfters zu ändern. Dabei offenbarte sich ein äußerst einfach gehaltenes BIOS-Menü, den Menüpunkt zur Änderung der Schwellenwerte für den Lüfter suchte ich vergebens. Es war halt das BIOS eines Mini-PCs und nicht das BIOS eines Gaming-Rechners, bei dem die Einstellung der Lüfterkurve inzwischen zum Standard gehört.

Also musste ich meine Strategie ändern. Ich schaute mir daher die zu erwartende Verlustleistung, den TDP-Wert an. Er war mit 15 Watt recht niedrig, also war es nicht notwendig, den Lüfter bei höherer Drehzahl laufen zu lassen.

Daher bediente ich mich eines einfachen Freeware-Tools, um den Schwellenwert nach oben zu korrigieren. So verschob ich den Schwellenwert von 20 auf 80 Prozent, da die CPU relativ wenig Abwärme produzierte. Damit war auch das Lüfterproblem gelöst. Aus meiner Sicht hätte MSI besser eine passive Kühlung in den Mini-PC eingebaut, das hätte das Design besser abgerundet.

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