Mittlerweile ist alles eingerichtet, die (für mich) gewohnte Umgebung für das Arbeiten im Office-Umfeld ist installiert und wird ausdauernd genutzt. Und ich freue mich: Nach den jetzt erfolgten „Testwochen“ mit dem All-in-One-PC Modern AM271P 11M von MSI wird der bisher immer noch als Backup zur Verfügung stehende bisherige Office-PC in den Ruhestand geschickt!
Von Esther Trapp
Nach meinem ersten Testbericht (–> hier zu finden) ist der All-in-One-PC von MSI nun seit ein paar Wochen im Einsatz – Videokonferenzen, Videobearbeitung, Webpages erstellen und bearbeiten und natürlich die Office-Anwendungen. Viele Updates von Microsoft und andere Updates – eines klassisches „Business Computing“ fast rund um die Uhr. Mit wenig Zeit, sich um das „Wohlergehen“ der Büroausstattung zu kümmern. Das System funktioniert zuverlässig, auch im Dauerbetrieb (was bei mir der Fall ist), gibt es keinerlei Probleme oder Ausfälle.
Ich vermisse Statusanzeigen auf der Vorderseite des Bildschirms – eine Ein/Aus-Anzeige oder eine Anzeige, ob das Gerät im Standby-Modus ist. Auch die Modusumschaltung (zum Beispiel eye-care) nur per Software ist umständlich – eine vorn liegende Taste wäre aus meiner Sicht praktischer.

Einbau einer weiteren SSD
Erweitert wurde das Gerät um eine zweite SSD. Der entsprechende Schacht ist sehr gut erreichbar, der Einbau geht im Prinzip ohne Probleme – wenn frau sich traut und den Laufwerkschlitten mit Kraft in die Führung drückt. Auch hier wieder: Mangels Handbuch oder zumindest Kurzanleitung schlug das am Anfang immer fehl, denn aus Vorsichtsgründen war ich dabei immer zu zurückhaltend. Mit der Folge, dass die zusätzliche SSD nicht erkannt wurde. Als das geklärt war, war es wirklich sehr einfach und problemlos.
Nach wie vor begeistert mich die moderne und schnelle Hardware und das gute Bild des Monitors. Auch die gute Verarbeitung, die Stabilität der Monitoraufhängung (kein Wackeln beim Verstellen des Schreibtisches) überzeugen auf Dauer. Vermisst habe ich noch weitere HDMI-Ports (um einen Zweit- oder Drittrechner anzuschließen), aber das ist verschmerzbar.
Das Problem mit den USB-Steckern
Ebenso die Tatsache, dass die USB-Ports recht eng beieinander liegen. Das hat zur Folge, dass eine USB-Capture-Karte nicht direkt aufsteckbar ist, ohne den Nachbar-Port zu blockieren. Bauartbedingt lassen sich „schwere“ USB-Stecker (wie das erwähnte Capture-Modul) nur unzureichend sichern, da es an der Rückseite keine zusätzlichen Kabelbefestigungen gibt, um eine mechanische Überlastung der Buchsen zu vermeiden. Ich hoffe, die Kontakte halten das auf lange Zeit aus. Insbesondere durch das Verstellen des Bürotisches in der Höhe kommt es hier durchaus zu mechanischen Belastungen.

Die Geräuschkulisse empfinde ich nach wie vor noch höher als erwartet, aber erträglich und sei dem Gerät zugestanden. Vielleicht lässt sich ja noch etwas an der Frequenz der Geräuschkulisse arbeiten.
Spannung im Business-Einsatz
Unverändert ist der Umstand, dass anscheinend kein „automatischer Hersteller-Support“ erkennbar ist. Eine Registrierung bei MSI wurde mangels fehlender Kaufbelege nicht versucht, vermutlich ändert sich das dann. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das dann verbessern würde. Wenn nicht, empfinde ich das als großes Manko, denn das Gerät sollte mehr als die übliche Abschreibungszeit von drei Jahren up-to-date bleiben und den Wartungsaufwand dafür überschaubar halten.
Spannend wird deshalb die Langzeiterfahrung sein. Denn neben Softwareaktualisierungen wie BIOS etc. wird sich auch die Frage nach der Reinigung der Lüfter stellen bzw. nach der vermutlich vorhandenen Filter. Auch im Sinne von Nachhaltigkeit und Umwelt wären Angaben und Aussagen von MSI für den Business-Einsatz hilfreich.
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