Der Mini-PC geht auf Reisen
Die handliche Größe und das geringe Gewicht brachten mich auf die Idee, den Mini-PC nach Spanien in den Urlaub mitzunehmen. Schließlich nimmt der Laptop einiges an Platz im Handgepäck weg. Die Hotelzimmer in den Urlaubsregionen sind ja mit Fernseher mit HDMI-Anschlüssen ausgestattet.
Gedacht, getan. Der Mini-PC, ein HDMI-Kabel, ein USB-SD Card-Reader und eine kleine Bluetooth-Tastatur wanderten in den Koffer.

Im Hotelzimmer stand ein älterer Fernseher mit HDMI-Eingang. Der Mini-PC wurde mit wenigen Handgriffen angeschlossen und mit dem WLAN verbunden. So fungierte das Gerät während des Urlaubs als Media-Zentrale zum Streamen von Musik, zum Streamen der Lieblingsserie und diente am Abend dem Betrachten der Fotos des Tages. Aber auch, um auf einige Cloud-Dienste zugreifen zu können und den heimischen PC von der Ferne zu administrieren.
Das Gerät tat in der gesamten Zeit fast geräuschlos seinen Dienst, ohne sich nennenswert zu erwärmen oder laut zu werden. Die Nutzung des Arbeitsspeichers ging selten über 8 GB und die CPU ging selten über eine Nutzung von 60 Prozent hinaus.
Wieder zu Hause
Inzwischen haben sich der Monitor und der Mini-PC im Office- etrieb gut geschlagen. Der Monitor begeisterte mich mit der glasklaren Darstellung meiner Dokumente und dem schnellen Wechsel in den Pivot-Modus. Dadurch reduziert sich das ständige Scrollen langer Listen. Auch das Herüberziehen einzelner Fenster von einem Bildschirm auf den anderen geht sehr flüssig.
Inzwischen habe ich auf der Webseite des Herstellers ein nützliches Tool zur Steuerung des Monitors entdeckt. Das Tool „MSI Display-Kit“ ermöglicht die komfortable Steuerung des Monitors. Mit dem Tool kann man den Display- und Farbmodus des Bildschirms einstellen, den Bildschirm in verschiedene Arbeitsbereiche einteilen und im Notfall eine virtuelle Tastatur einblenden.
Dies zeigt sich, wenn man sich im Kinomodus auf Netflix einen Film angeschaut hat und anschließend zum Briefeschreiben in den Augenschutz-Modus wechseln kann. Dies geht doch schneller, als sich am Monitor durch das Einstellungsmenü zu hangeln.
Im privaten Bereich konnte der Bildschirm bei der Planung von Wanderungen der Familie helfen. Die Karten von einigen Online-Kartendiensten wurden sehr detailreich dargestellt.
Nachteilig empfand ich das Kabelmanagement am Display. Es war keine Klemme oder ähnliches am Monitorständer vorhanden, um das Netzkabel und das HDMI-Kabel zu fixieren. Schließlich möchte man nach Möglichkeit die Kabel optisch verschwinden lassen.
Das ist wahrscheinlich den vielen Bewegungsgraden des Monitors geschuldet. MSI hat auch daran gedacht. Der Hersteller bietet auf seiner Webseite einen Tischständer mit Kabelmanagement an. Das interessante daran ist, dass sich am Tischständer ein Kabelschacht befindet, in dem die Kabel vom Monitor zur Tischkante geleitet werden und so vollständig verborgen bleiben.
Das Upgrade auf Windows 11
Mit dem 5. Oktober 2021 kam der von Microsoft verkündete Upgrade-Termin auf Windows 11. Die PC-Health-App findet den Cubi 5 M für das Upgrade geeignet, aber wie wird er sich schlagen?
Erstaunlich gut, allerdings nicht im gelieferten Zustand, sondern mit einem Arbeitsspeicher von 16 GB und einer vergrößerten Systempartition. Nach dem Download der Installationsdateien mit dem Media Creations Tool von Microsoft begann die Installation. Nach einer halben Stunde war das Windows-11-Upgrade fertig.
Nach dem Upgrade funktionierten alle installierten Programme auf dem Cubi 5 M problemlos. Selbst Java-Anwendungen, die sich vorher etwas schwerfällig geöffnet hatten, laufen schneller.
Fazit
Im Office- und im Freizeitbereich hat der Cubi 5 in seiner Ausführung mit dem Dual-Core-Prozessor Intel-I3-10110U seine Berechtigung. Mit seiner sparsamen CPU und seiner geringen Verlustleistung ist er als Mediazentrale für unterwegs (mit einem Monitor in der Nähe) und für Office-Arbeiten im Homeoffice wie geschaffen. Er empfiehlt sich für alle Bürotätigkeiten am PC, auch für Videokonferenzen.
Sehr schade finde ich die Begrenzung des Arbeitsspeichers auf 4 GB und die ungünstige Partitionierung der SSD durch den Hersteller. Mit wenigen Handgriffen kann man den Zwerg mit dem schönen Gehäuse zu einen vollwertigen Office-PC ausbauen. Auch ein fest eingebauter SD-Card-Reader würde dem Cubi 5 M in Zukunft gut zu Gesicht stehen.
Erstaunlich finde ich, dass der Mini-PC den Monitor MSI MD271QPDE ständig im WQHD-Modus und zusätzlich einen Full-HD-Monitor bedienen kann, ohne einmal abzustürzen. Den Monitor mit seinem guten IPS-Panel, LED-Backlight und seinem ergonomisch optimalen Standfuß finde ich sehr gut gelungen. Der Monitor und der Mini-PC sind ein sehr gutes Gespann für den Homeoffice-Bereich.
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