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Handy entsorgen - das müssen Sie beachten


Bild: Phoenixns/Shutterstock.com

Auch wenn Smartphones heute bei vielen Menschen deutlich länger im Einsatz sind als noch vor wenigen Jahren: Über kurz oder lang wird praktisch jedes Handy in Rente geschickt. Ist der Nachfolger erst einmal in Betrieb genommen, landet das alte Smartphone oft ungenutzt in einer Schublade. Zwar ist der Gedanke an ein mögliches Backup-Handy durchaus nachvollziehbar, aus Umweltsicht sind eben diese Schubladengeräte aber von Nachteil. Verkaufen, verschenken oder spenden sind hier die eindeutig besseren Optionen. Alternativ dazu sollten alte oder gar nicht mehr funktionierende Smartphones fachgerecht entsorgt werden. Dabei können im Idealfall viele der verbauten Materialien recycelt werden - und davon gibt es eine ganze Menge.

Wenn möglich: Daten sichern und löschen

Falls das alte Smartphone nicht vollständig unbenutzbar ist, sollten Sie unbedingt die darauf gespeicherten Daten löschen und bei Bedarf vorher sichern. Auch eventuell vorhandene SD-Karten sollten vor der Entsorgung aus den Geräten entfernt werden. Zwar verschlüsseln iOS und Android seit geraumer Zeit persönliche Daten auf dem Smartphone, dennoch sollten Sie auf Nummer sicher gehen. Wie Sie Ihr Smartphone vollständig löschen, erfahren Sie in diesen Artikeln:

Handys korrekt entsorgen: Viele Möglichkeiten

Wenn Sie ein altes Smartphone komplett entsorgen möchten, lautet die wichtigste Regel ohne Wenn und Aber: Das Gerät darf auf keinen Fall im Hausmüll landen. Die verbauten Materialien würden beim Verbrennen auf der Mülldeponie freigesetzt und damit zu einer Belastung für die Umwelt. Doch keine Sorge, es gibt viele Möglichkeiten, ein Smartphone fach- und umweltgerecht zu entsorgen.

Eine davon ist die Abgabe des Geräts bei einem Elektrohändler. Im Rahmen des 2016 in Deutschland in Kraft getretenen Elektro- und Elektronikgerätegesetzes müssen Fachhändler ab einer Verkaufsfläche von 400 Quadratmetern anbieten, alte Handys (und natürlich andere Elektrogeräte) zurückzunehmen und zu entsorgen. Auch viele Online-Händler wie Amazon oder Otto sind dazu verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen und ordnungsgemäß zu verwerten. Fragen Sie im Zweifel einfach nach, ob und in welcher Form ein Händler die Rücknahme anbietet. Alternativ dazu können Sie Elektrogeräte auch bei kommunalen Recyclinghöfen in entsprechenden Elektroschrott-Tonnen abgeben. Anders als im Hausmüll ist hier die korrekte Verwertung gesichert. In Großstädten gibt es zudem häufig spezielle Mülltonnen für Elektrogeräte. Fragen Sie bei Bedarf einfach beim kommunalen Entsorgungsunternehmen nach.

Kommunale Entsorgungunternehmen wie die AWB Köln liefern Informationen zur korrekten Verwertung von Elektroschrott.

Auch Handyhersteller müssen ihre alten Geräte zurücknehmen. Oft bieten große Unternehmen dazu so genannte Trade-In-Verfahren an. Hersteller wie Samsung oder Apple machen beim Kauf eines Neugeräts Angebote, einen Vorgänger in Zahlung zu nehmen. Sollte das entsprechende Modell nicht in die Trade-In-Bedingungen fallen, bieten die Hersteller zumindest die kostenlose und fachgerechte Entsorgung an.

Über Trade-in-Modelle nehmen viele Hersteller alte Geräte in Zahlung oder übernehmen zumindest das Recycling.

Nicht nur die Handy-Hersteller, sondern auch die Provider ermöglichen praktisch uneingeschränkt die Verwertung alter Geräte an. Deutsche Telekom, Vodafone und o2 bieten dazu wahlweise die Möglichkeit, die Altgeräte in Ladenlokalen abzugeben oder diese per Paket einzuschicken. In der Regel umfasst dieser Service auch das Löschen von persönlichen Daten vom Smartphone. Die Provider arbeiten zudem mit Naturschutzverbänden wie dem NABU zusammen, um das Handy-Recycling besonders umweltfreundlich zu gestalten.

Alternative: Verkaufen statt verschrotten

Ein altes Handy muss natürlich nicht immer gleich recycelt werden oder in einer Schublade verstauben. Stattdessen können Sie das Gerät auch verkaufen und damit sicherstellen, dass es deutlich länger im Einsatz bleibt. Neben Online-Auktionshäusern oder kostenlosen Internet-Anzeigen können Sie Ihr Glück auch bei einem der vielen Ankaufportale versuchen. Viele Anbieter kaufen gebrauchte Handys zu einem ordentlichen Kurs an und bieten dabei in der Regel mehr, als Hersteller in ihren Trade-in-Programmen.

Selbst defekte Geräte könnten für den einen oder anderen Käufer von Interesse sein und damit Geld einbringen. Vor allem Bastler haben oft Interesse an bestimmten Teilen von Smartphones, sodass diese noch ein paar Euro einbringen können. Probieren Sie es im Zweifel einfach mit einem Verkauf auf Verhandlungsbasis. Sollte sich daraufhin niemand melden, können Sie die Entsorgung immer noch selbst in die Hand nehmen. Noch wichtiger als beim Recycling ist es beim Verkauf allerdings, die auf den Geräten gespeicherten Daten sauber zu löschen (s. oben). Was es beim Handyverkauf noch zu beachten gibt, lesen Sie beispielsweise hier: https://www.heise.de/select/ct/2017/14/1499362083051623

Selbst defekte Handys könnten mit etwas Glück noch den einen oder anderen Euro einbringen.

Alte Smartphones für gute Zwecke spenden

Alternativ zum Verkauf können Sie Ihr altes Handy auch schlicht und ergreifend verschenken beziehungsweise für gute Zwecke spenden. Viele Hilfsorganisationen bieten die Möglichkeit, durch die Spende von alten Smartphones einen guten Zweck zu unterstützen. Von der Unterstützung von bedürftigen Kindern bis hin zur Spende für Tropenwälder pro recyceltem Handy reicht da die Palette.

Projekte wie “Alte Handys für den Naturschutz” des LBV unterstützen mit dem Handy-Recycling einen guten Zweck.

Entsprechende Projekte laufen beispielsweise bei Organisationen wie Pro Wildlife, We4Kids, Oro Verde oder Mobile Box. Suchen Sie einfach die Hilfsorganisation aus, deren Ziele Ihnen am meisten zusagen, und sorgen Sie mit Ihrem ausrangierten Smartphone für eine kleine Unterstützung.