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LaTeX: Abbildungsverzeichnis automatisch erstellen

Wenn Sie ein Dokument in LaTeX erstellen und neben dem Inhaltsverzeichnis auch ein Abbildungsverzeichnis benötigen, können Sie dieses mit wenigen Handgriffen automatisch erzeugen. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel Schritt für Schritt, wie es geht.

So erstellen Sie ein automatisches Abbildungsverzeichnis in LaTeX

Abbildungsverzeichnisse sind neben Inhaltsverzeichnissen wesentliche Navigationselemente in Wissenschaftlichen Arbeiten, um alle verwendeten Abbildungen und deren Beschriftungen übersichtlich aufzulisten. In Ihrem TeX-Editor können Sie auf Basis Ihrer Bildunterschriften ein automatisches Verzeichnis für Ihre Grafiken erstellen. Dafür müssen Sie den Befehl "\listoffigures" verwenden. Dabei wird das Abbildungsverzeichnis immer an die Stelle gesetzt, an der der Befehl auftaucht.

Zunächst müssen Sie mindestens eine Grafik in Ihr Dokument einbinden. Dies machen Sie, indem Sie das Graphicx-Paket initialisieren:

\usepackage{graphicx}

Dieses Paket sorgt dafür, dass der TeX-Editor Bilddateien in die PDF-Datei einfügen kann. Die Tatsächliche Einbindung konkreter Abbildungen erfolgt dann mit folgender Syntax:

\begin{figure}
\includegraphics{Dateiname.dateiendung}
\end{figure}

Entscheidend ist nun das Setzen eines caption-Befehls innerhalb der figure-Umgebung:

\begin{figure}
\includegraphics{Dateiname.dateiendung}
\caption{Abbildungsbeschriftung}
\end{figure}

"\listoffigures" wird nach zweimaligem Kompilieren alle Einträge enthalten, die innerhalb eines Arguments einer caption und somit innerhalb einer figure-Umgebung stehen. Mithilfe der figure-Umgebung binden Sie also letztendlich die Abbildungen in Ihr Dokument ein. Der Befehl "\caption" steht dabei für die Erfassung der Abbildungen. Für Einträge im Abbildungsverzeichnis, die sich von der Abbildungsbeschriftung unterscheiden sollen, gibt es für \caption ein alternatives Argument:

\begin{figure}
...
\caption[Eintrag im Abbildungsverzeichnis]{Abbildungsbeschriftung}
\end{figure}

Mit dem Befehl "\addtocontents" lassen sich auch Einträge manuell hinzufügen. Dies gilt auch für Tabellen. Hier wird dann analog statt der figure-Umgebung die table-Umgebung verwendet.

Zur Verdeutlichung: Links sehen Sie den verwendeten Code im TeX-Editor und rechts das Ergebnis als PDF nach zweimaligem Kompilieren.

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