Mein Internet ist langsam - was tun?

Moderne DSL- und Kabel-Internet-Anschlüsse sind ausgesprochen flott: Statt wie früher durch lahme Analogmodems oder ISDN-Adapter rasen die Daten heute mit 25, 50, 100 oder sogar mehr Megabit zwischen PC und Internet hin und her. Allerdings scheint die Datenübertragung manchmal trotzdem ausgesprochen langsam. Schuld daran kann der Provider sein, in den meisten Fällen sind es aber Kleinigkeiten, die Sie selbst verbessern können. Bevor Sie also Stunden in der Service-Hotline Ihres Internet-Anbieters verbringen, sollten Sie die Zeit besser nutzen – und selbst Hand anlegen.

Ist es das WLAN?

Einer der häufigsten Gründe für eine langsame Internetverbindung ist das kabellose Netzwerk bei Ihnen zuhause, Ihr WLAN: Das wird oft durch allerlei Faktoren gebremst. Mit einigen Handgriffen können Sie das testen:

WLAN-Verbindung verbessern: So geht’s

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die WLAN-Verbindung zu verbessern. Zunächst sollten Sie Störfaktoren eliminieren, um eine bessere WLAN-Verbindung zu erhalten.

1. Störfaktor: Entfernung
Wie weit ist der WLAN-Router von Ihrem PC oder Notebook entfernt? Oft reicht die Reichweite einfach nicht aus. Versuchen Sie, möglichst wenig Abstand zwischen Router unter Rechner zu bringen.

2. Störfaktor: Wasser
Das gleiche Problem wie mit der Entfernung gibt es mit Wasser: Wasser bremst WLAN-Wellen. Ursache eines langsamen WLANs kann also alles zwischen Router und PC sein, das viel Feuchtigkeit enthält: Betonwände, Pflanzen, hohe Luftfeuchtigkeit, andere Menschen und so weiter.

3. Störfaktor: Andere WLANs und Geräte
Ebenfalls eine nicht zu verachtende WLAN-Störquelle sind andere Geräte: Haben Sie eine ältere Bluetooth-Maus im Einsatz oder ein Funktelefon neben dem Rechner? Gibt es viele WLANs in der Umgebung? Versuchen Sie, möglichst viele Funkquellen zu eliminieren.

4. Störfaktor: WLAN-Repeater
Zuguterletzt noch ein häufig vergessener Störfaktor: WLAN-Repeater. Die versprechen mehr Reichweite, halbieren jedoch technisch bedingt die Geschwindigkeit der Verbindung deutlich: Jeder Repeater halbiert effektiv die Netzwerk-Geschwindigkeit. Versuchen Sie es einmal ohne Repeater.

Internet immer noch langsam? Maximale WLAN-Leistung erhalten

Wenn das WLAN nun immer noch langsam ist, sollten Sie einen Blick in die Router-Einstellungen werfen. Wenn Sie einen modernen Router besitzen, sollten Sie ihn auf „automatisch“ setzen, um die maximale Leistung zu erzielen.

Internet immer noch langsam? Frequenzbänder trennen

Falls das keinen positiven Effekt hat, kann es helfen, die WLAN-Frequenzbänder zu trennen. Moderne Router unterstützen in aller Regel Dualband: Sie funken auf 2,4 und 5 Gigahertz. Das 2,4-GHz-Netz reicht weiter, das 5 GHz-Netz ist weniger störanfällig. Wenn Sie diese Netze trennen, haben Sie zwei WLANs: Eines für „Weit“ (etwa auf dem Balkon) und eines für „Schnell“ (etwa im Wohnzimmer in Nähe des Routers).

Was tun, wenn es nicht am WLAN liegt?

Das WLAN ist oft, aber eben nicht immer die Ursache für ein langsames WLAN. Falls Sie auch mit Ethernet-Kabel gefühlt langsam unterwegs sind, ist ein typischer Verdächtiger der DNS-Server des Internetproviders: Hier sparen Provider gerne, wodurch trotz schneller Verbindung Websites nur quälend langsam aufgerufen werden.

Was tun, wenn es das nicht war?

Falls das auch keine Besserung bringt und auch die WLAN-Optimierung nicht geholfen haben sollte, liegt das Problem höchstwahrscheinlich beim Provider. In diesem Fall sollten Sie ihn kontaktieren und ihm mitteilen, dass die Internetverbindung trotz Optimierung immer noch langsam ist. Möglicherweise ist einfach Ihr Anschluss nicht richtig geschaltet oder es gibt Ursachen, für die ein Techniker ausrücken muss.