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Was ist BIC?


Bild: <span>Elvira Koneva/Shutterstock.com</span>

Die Abkürzung BIC steht für "Business oder Bank Identifier Code", was auf Deutsch so viel bedeutet wie "Identifikationscode für Banken". Innerhalb des SWIFT-Systems wird der BIC dazu verwendet, global aktive Banken zu kennzeichnen. Darüber können Banken und Zahlungsempfänger bei internationalen Banktransaktionen elektronisch identifiziert und die Überweisungen schnell durchgeführt werden. Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen, was genau BIC ist und wann der BIC verwendet wird.

Was genau ist der BIC?

Beim BIC handelt es sich um eine international gültige Bankleitzahl, die von der SWIFT (Society of Worldwide Interbank Financial Telecommunication) festgelegt und an die jeweiligen Banken vergeben wird. Aufgrund dessen, dass das SWIFT-System den BIC vergibt, wird dieser oftmals auch als SWIFT-Code bezeichnet. Der BIC ist eine Nummer, die aus acht bis elf Ziffern und Buchstaben besteht und zur eindeutigen Identifizierung von Geldinstituten dient. SWIFT ist das Nachrichtensystem zwischen den Banken, um Informationen über Transaktionen auszutauschen. Dabei wird eine sichere Kommunikation unter den Kreditinstituten bereitgestellt, sodass internationale Wertpapiertransaktionen oder Zahlungen durchgeführt werden können. Zusammen mit der IBAN-Nummer (Internationale Bankkontonummer) kann die BIC-Nummer auf globaler Ebene als Bankleitzahl verstanden werden.

Wie ist der BIC aufgebaut?

Die Norm ISO 9362 schreibt genau vor, wie die BIC-Nummer beschaffen sein muss. Die acht bis elf Ziffern oder Buchstaben geben darüber Auskunft, welche Bank mit welchem Wohnsitz eine Transaktion durchführen möchte. Alle Stellen im BIC-Code haben eine eigene Bedeutung, die sich wie am folgenden Beispiel der Landesbank Berlin gliedert:

BIC der Landesbank Berlin: BELADEBE

Die ersten vier Stellen im BIC-Code (BELA) geben die Bankbezeichnung an. In diesem Fall ist das die Landesbank Berlin. Die darauffolgenden zwei Stellen (DE) weisen auf das Land hin, in der sich die Bank befindet. Die Buchstaben "DE" stehen hier für Deutschland. Die letzten zwei Stellen (BE) verweisen auf die genaue Örtlichkeit der Bank. Die Abkürzung im BIC-Code "BE" steht also für Berlin. Es kann vorkommen, dass hinter den letzten zwei Stellen "XXX" auftaucht - das sind einfach Füllzeichen.

Wann wird der BIC verwendet?

Zusammen mit der IBAN-Nummer wird die BIC-Nummer für SEPA-Überweisungen benötigt. Seit 2014 ist die Angabe von einem BIC für Auslandsüberweisungen zur Pflicht geworden. Allerdings ist für Überweisungen innerhalb Deutschlands und im SEPA-Raum (Europäischer Zahlungsraum) der BIC nicht mehr notwendig. Durch die Angabe der IBAN-Nummer können bereits Banken und Zahlungsempfänger eindeutig identifiziert werden. Lediglich für internationale Transaktionen außerhalb Deutschlands und dem europäischen Zahlungsraum muss der BIC weiterhin angegeben werden.

Wenn Sie den BIC Ihrer Bank ermitteln möchten, haben Sie dazu mehrere Möglichkeiten. Sie finden die BIC-Nummer Ihrer Bank auf Ihrer Bankkarte, auf einem Ihrer Kontoauszüge oder direkt beim Online-Banking. Dort wird der BIC des Kreditinstitutes meisten direkt auf der ersten Seite angeführt. Außerdem können Sie online über einen BIC-Rechner die BIC-Nummer Ihrer Bank ausfindig zu machen. Beispielsweise bietet sich der IBAN-Rechner der Sparkasse dafür an. Wenn Sie den IBAN-Rechner in Ihrem Webbrowser öffnen, geben Sie Ihre Bankleitzahl und Ihre Kontonummer an. Mit einem Klick auf "Berechnen" wird Ihnen dann neben der IBAN direkt auch die BIC-Nummer Ihrer Bank angezeigt.

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