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Windows: Festplatte aufrÀumen - so geht's

Anna Bicker

Die Festplatte Ihres PCs ist voll? Kein Problem! Wir zeigen Ihnen, wie Sie große Dateien finden, Datenballast loswerden und Platz schaffen können.

FrĂŒher oder spĂ€ter ist es so weit: Windows [1] meldet, dass die Systemfestplatte fast voll ist. Vor allem die rasend schnellen, aber meist eher kleinen SSDs neigen dazu, eher frĂŒher als spĂ€ter an ihre KapazitĂ€tsgrenzen zu kommen. Nun heißt es handeln und die Festplatte aufrĂ€umen! Dem ĂŒber die Jahre angesammelten DatenmĂŒll können Sie mit Windows-Bordmitteln oder spezialisierten Gratis-Programmen Herr werden. Auch das Auffinden großer Dateien, die Sie möglicherweise gar nicht mehr auf dem Schirm haben, ist ein Ansatz, um Festplattenplatz freizurĂ€umen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dabei vorgehen.

Der erste Schritt beim EntrĂŒmpeln der Festplatte: Deinstalliere Programme und Spiele, die sie nicht mehr benötigen. Wenn Sie ein Programm seit Jahren nicht mehr gestartet haben, gibt es kaum einen Grund, es noch auf der Platte zu behalten. Über die Windows-eigene Deinstallationsfunktion werden Sie ungenutzte Programme mit wenigen Klicks los. Unter Windows 7 [6] und Windows 8 [7] öffnen Sie dazu die Systemsteuerung und klicken unter „Programme“ auf „Programme deinstallieren“. Im aktuellen Windows 10 [8] finden Sie die entsprechende Funktion in den Einstellungen unter „Apps & Features“. In diesem tipps+tricks-Artikel erklĂ€ren wir Ihnen noch einmal ausfĂŒhrlich, wie Sie Programme unter Windows deinstallieren [9]. Ansonsten können Sie unter Windows 11 ĂŒber [Windows]+[R] auch "appwiz.cpl" eingeben und hier Programme manuell installieren

Nicht mehr genutzte Programme und Spiele haben auf der Festplatte nichts verloren – deinstallieren Sie sie, um Speicher freizuschaufeln.

Windows listet in diesem MenĂŒ alle Programme und (ab Windows 10) Apps aus dem Microsoft Store [10] auf. Sie können die Liste nach Installationszeitpunkt oder auch nach dem belegten Festplattenplatz sortieren, um große Programme leichter zu identifizieren. Um ein Programm zu deinstallieren, markieren Sie es, klicken auf „Deinstallieren“ und folgen den Anweisungen.

Neben der Deinstallation von Programmen bietet Windows mit der DatentrĂ€gerbereinigung ein praktisches Werkzeug, mit dem Sie temporĂ€re und nicht mehr benötigte Daten aufspĂŒren und löschen können. Sie starten das Programm durch Eingabe von „DatentrĂ€gerbereinigung“ im StartmenĂŒ. Auf der Startseite bietet die DatentrĂ€gerbereinigung bereits einige Dateikategorien an, die Sie durch Setzen des HĂ€kchens von der Platte putzen können.

Die eingebaute DatentrĂ€gerbereinigung hilft dabei, Windows-eigenen DatenmĂŒll zu entsorgen.

Interessanter wird es mit einem Klick auf die SchaltflĂ€che „Systemdateien bereinigen". Das Programm fĂŒhrt nun eine zweite Analyse durch und listet anschließend einige weitere Punkte auf. Besonders interessant sind dabei EintrĂ€ge wie „TemporĂ€re Windows-Installationsdateien“ oder auch „Vorherige Windows-Versionen“. Bei ersteren handelt es sich um Installationsdateien von Windows-Updates [11], die das System vorĂŒbergehend auf der Platte behĂ€lt – Sie können sie ungefĂ€hrdet löschen. Die „Vorherigen Windows-Versionen“ hingegen sind grĂ¶ĂŸere Versions-Updates, die das System etwa beim Wechsel von Windows 7 auf Windows 10 oder auch nach der Installation der halbjĂ€hrlichen Windows-10-Upgrades anlegt. Wenn Sie keine Ambitionen haben, die vorherige Installation wiederherzustellen, können Sie die Dateien gefahrlos löschen und einige Gigabyte an Platz schaffen. Markieren Sie einfach die entsprechenden EintrĂ€ge und klicken Sie auf „OK“, um die Daten zu löschen.

Die DatentrĂ€gerbereinigung kĂŒmmert sich nur um DatenmĂŒll, den Windows selbst produziert. Da vor allem Browser wie Chrome [13] oder Firefox [14], aber auch Programme wie Microsoft Office [15] oder die Adobe-Tools [16] jede Menge temporĂ€re Daten erzeugen, lohnt es sich, diesen ebenfalls auf die Pelle zu rĂŒcken. Der Klassiker zu diesen Zweck ist die kostenlose Version von CCleaner [17]. Das Tool findet und bereinigt temporĂ€re Dateien nicht nur von Windows selbst, sondern auch von einer ganzen Reihe von Anwendungen. Nach dem Start können Sie im Abschnitt „Cleaner“ unter den Reitern „Windows“ und „Anwendungen“ ganz einfach auswĂ€hlen, was der CCleaner aufrĂ€umen soll. Die Vorauswahl ist in der Regel bereits in Ordnung. Wollen Sie noch mehr Platz frei schaffen, schauen Sie sich einfach die Optionen an, die CCleaner Ihnen anbietet.

Der CCleaner ist ein Veteran in Sachen Windows-Reinigung, hat allerdings zuletzt fĂŒr einige Negativschlagzeilen gesorgt [18]. Eine gute Alternative liefert das Open-Source-Programm BleachBit [19]. Dieses ist nicht ganz so elegant wie das Vorbild, bietet aber eine Ă€hnliche FunktionalitĂ€t. Nach dem Start wĂ€hlen Sie in der Liste auf der linken Seite die Punkte aus, die BleachBit untersuchen soll; Hilfstexte im rechten Fensterbereich unterstĂŒtzen Sie dabei. Mit einem Klick auf „Vorschau“ sucht das Programm nach zu löschenden Dateien, die Sie anschließend mit „Bereinigen“ loswerden können.

BleachBit arbeitet Àhnlich effizient wie der altbewÀhrte CCleaner.

Beachten Sie beim Einsatz von Reinigern wie CCleaner oder BleachBit, dass Sie – je nach Auswahl – auch einige Komfortfunktionen verlieren. Beispielsweise bereinigen beide Tools die Browser-Cookies von Chrome, Firefox und Co. Sie mĂŒssen sich nach der Reinigung also erneut bei Ihren verwendeten Online-Portalen anmelden. Es gibt auch noch weitere Software zur PC-Reinigung - hier finden Sie eine Übersicht. [20]

Noch ein Hinweis: Die Reinigung der Windows-Registry, die Ihnen beide Programme anbieten, ist auf modernen Systemen nicht zu empfehlen. Sie werden in der Praxis keinen Geschwindigkeitsvorteil durch die Registry-Cleaner bemerken. Im besten Fall merken Sie nach der Reinigung keinen Unterschied, im schlimmsten Fall verursachen die Eingriffe in die Registrierungsdatenbank Probleme im Windows-Alltag.

Die „Reinigung“ der Windows-Registry schafft weder Festplattenplatz noch Vorteile bei der Windows-Nutzung.

Mit der Zeit landen zwangslĂ€ufig immer mehr Dateien und Ordner auf der Festplatte – viele davon haben Sie möglicherweise gar nicht mehr auf dem Schirm. Das kostenlose WinDirStat [22] hilft Ihnen dabei, große Dateien und platzfressende Riesen-Ordner auf Ihrem PC aufzuspĂŒren, die nicht von automatischen Reinigern wie dem CCleaner erfasst werden. Dann können Sie in Ruhe entscheiden, ob Sie die entsprechenden Dateien behalten, löschen oder auch auf eine andere Festplatte auslagern wollen. So gehen Sie dabei vor:

Windows-Festplatte aufrÀumen (0 Bilder) [23]

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(anka)

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  1. https://www.heise.de/thema/Windows
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  5. https://www.heise.de/download/product/windows-7-64917
  6. https://www.heise.de/download/product/windows-8-85799
  7. https://www.heise.de/download/product/windows-10-95458
  8. https://www.heise.de/tipps-tricks/Programme-unter-Windows-deinstallieren-so-klappt-s-3711690.html
  9. https://www.microsoft.com/de-de/store/apps
  10. https://www.heise.de/tipps-tricks/Windows-10-Updates-manuell-installieren-3866282.html
  11. https://www.heise.de/download/product/google-chrome-57483
  12. https://www.heise.de/download/product/firefox-19416
  13. https://www.heise.de/download/product/microsoft-office-33221
  14. https://www.heise.de/download/search?terms=Adobe
  15. https://www.heise.de/download/product/ccleaner-36380
  16. https://www.heise.de/security/meldung/Backdoor-in-CCleaner-ermoeglichte-Fernzugriff-Update-dringend-empfohlen-3834851.html
  17. https://www.bleachbit.org/
  18. https://www.heise.de/download/specials/Die-beste-Software-zur-PC-Reinigung-6017966
  19. https://www.heise.de/download/product/windirstat-15041
  20. https://www.heise.de/bilderstrecke/2333743.html?back=3913832;back=3913832
  21. https://www.heise.de/bilderstrecke/2333743.html?back=3913832;back=3913832
  22. https://www.heise.de/tipps-tricks/Autostart-aufraeumen-und-Windows-Start-beschleunigen-3929316.html
  23. https://www.heise.de/tipps-tricks/Windows-10-auf-SSD-umziehen-so-geht-s-4176581.html
  24. https://www.heise.de/tipps-tricks/Windows-10-schneller-machen-so-klappt-s-3978647.html