Autostart aufräumen und Windows-Start beschleunigen

Egal, wie schnell Ihre Festplatte auch ist: Der Windows-Start wird durch automatisch geladene Programme ausgebremst. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Autostart ausmisten und Ihren PC beschleunigen.

Es ist zum Haare raufen: Da haben Sie viel Geld in eine sündhaft teure und vermeintlich schnelle SSD investiert und Windows braucht trotzdem noch gefühlte Ewigkeiten zum Hochfahren. Die Ursachen dafür lassen sich fast immer auf automatisch mitstartende Programme zurückführen. Unzählige Tools nisten sich während der Installation als Hintergrunddienst ein, oft sogar ohne Rückfrage. Was bei häufig verwendeten Programmen durchaus nützlich ist, kann in der Summe dazu führen, dass der Start Ihres PCs immer länger dauert. Wenn Ihre Windows-Installation schon ein paar Tage auf dem Buckel hat, dürften sich vermutlich schon einige Programme angesammelt haben, die beim Start mitladen. Zum Teil merken Sie davon vielleicht gar nichts, weil sie sich "verstecken". Werfen Sie einfach einmal nach dem Windows-Start einen Blick in den Tray-Bereich unten rechts auf der Taskleiste - klicken Sie dazu unbedingt auf den kleinen Pfeil, um alles anzuzeigen. Jedes Symbol, das Sie dort sehen, ist ein Programm, das mit Windows geladen wird. Fahren Sie mit der Maus über die Symbole, erfahren Sie, welche Tools dahinterstecken. Brauchen Sie sie wirklich alle?

Im Tray-Bereich der Windows-Taskleiste bekommen Sie einen Eindruck davon, was alles beim Windows-Start mitgeladen wird.

Die gute Nachricht: Sie müssen die Übeltäter nicht gleich deinstallieren, um die Ladezeit von Windows zu reduzieren! Mit wenigen Klicks schalten Sie nicht benötigte Autostart-Programme ab und sorgen dafür, dass Ihr PC schneller startet. Nebenbei entlasten Sie den Arbeitsspeicher Ihres PCs, sodass Sie auch im Alltag von einer verbesserten Leistung profitieren.

Autostart-Programme mit dem Task-Manager konfigurieren

Unter Windows 10 und dem direkten Vorgänger Windows 8.1 können Sie die Programme, die Windows beim Hochfahren startet, über den Task-Manager kontrollieren. Mit wenigen Klicks können Sie den Autostart deaktivieren und außerdem prüfen, wie stark ein Autostart-Programm den Start Ihres Computers ausbremst.

So gehen Sie dabei vor:

Autostart-Programme mit Autoruns bändigen

Wenn Ihnen die Funktionen des Task-Managers nicht ausreichen oder Sie noch mit Windows 7 arbeiten, sollten Sie einen Blick auf Autoruns werfen. Das mächtige Werkzeug aus der von Mark Russinovich und Bryce Cogswell entwickelten Systinernals-Suite listet auch Windows-Prozesse, Treiber und andere Autostart-Objekte, die der Task-Manager ausklammert. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Nutzung vorsichtig vorgehen: Löschen Sie die falschen Einträge kann es schlimmstenfalls passieren, dass Windows nicht mehr ordentlich startet. Wir konzentrieren uns aber auf die sicheren Bereiche von Autoruns: