Adblock Plus für alle Browser

Wladimir Palant

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Preis: kostenlos
Lizenz: Kostenlos
Betriebssystem: Linux, Windows XP, OS X, keine näheren Angaben, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows Server 2008, Windows Server 2012, Android, keine näheren Angaben
Download-Größe: 488 KByte bis 6316 KByte
Downloadrang: 36
Datensatz zuletzt aktualisiert: 21.06.2016
Alle Angaben ohne Gewähr

Werbetreibenden sind Adblocker ein Dorn im Auge, denn sie verhindern, dass ihre Werbung angezeigt wird. Für Nutzer sieht es hingegen anders aus. Sie wollen keine nervige Werbung und installieren somit Tools, wie den von Wladimir Palant entwickelten Werbeblocker Adblock Plus, in Google Chrome, Firefox oder einem anderen Browser.

► Special: Tipps & Tools für anonymes Surfen

Adblock Plus blockt nicht alles

Adblock Plus von Eyeo blockiert in der aktuellen Version Banner-Werbung, Pop-ups, Werbe-Videos und Werbe-Intros vor Videos auf dem Desktop-PC, Smartphone und Tablet. Zudem wird das Tracking von Google+, Facebook und Twitter unterbunden, indem der Like-Button sowie anderere Social-Media-Buttons ausgeblendet werden. Allerdings lässt Adblock Plus unaufdringliche Werbung durch, was sich in der Konfiguration ändern lässt.

Unaufdringliche Werbung wird von Adblock Plus nicht automatisch blockiert, weil Werber dazu animiert werden sollen, bessere Werbung zu schaffen. Die Regeln für akzeptable Werbung sind dabei auf der Adblock Plus Webseite einsehbar.

Nutzer entscheiden selbst

Der Werbeblocker Adblock Plus bindet Nutzer in die Entscheidung ein, welche Werbung sie gestatten wollen. Über eine Ausnahmeliste, lassen sich Domains hinzufügen, für die Adblock Plus deaktiviert wird. Werbung lässt sich so auf Webseiten erlauben, um deren Finanzierung zu unterstützen. Neben einfachen Ausnahmelisten kann man auch komplexe eigene Filterlisten erstellen, die der Filterschreibweise von Adblock Plus entsprechen müssen. Darüber hinaus sind vordefinierte Listen vorhanden, die sich auswählen, deaktivieren und entfernen lassen, was sich unkompliziert per Mausklick erledigen lässt.

Adblocker in der Kritik

Dass Nutzer durch nervige Werbung nicht belästigt werden wollen, kann jeder nachvollziehen, der schon einige Male Werbe-Pop-ups schließen musste, um eine Webseite zu nutzen – oder der beim Klick auf ein Seitenelement zu einer Werbeseite gelangte, weil sich genau im Klick-Moment ein Pop-up über dem Seitenelement öffnete. Allerdings finanziert sich mancher kostenlose Dienst ausschließlich über Werbung und kann nur so seine Kosten für Personal und Technik decken. Wird die Werbung geblockt, gibt es kein Geld und der Dienst muss gegebenenfalls eingestellt werden, wenn es keine alternative Einnnahmequellen wie durch Spenden oder den Verkauf anderer Produkte gibt. Entsprechend kommen von Seiten der Werbenden Kritik und Kampfansagen gegen Adblocker. Trotzdem setzt sich die Einsicht durch, dass die Werbeindustrie durch automatische Werbemethoden die Nutzer überfordert hat, wie das Interactive Advertising Bureau (IAB), eine Branchenorganisation für Online-Werbung, eingesteht.

Werbung als Kostenfalle

Hinzu kommt noch, dass Werbung nicht nur nervig sein kann, sondern auch gefährlich. Automatische Weiterleitungen zu WAP-Seiten für Abo-Fallen haben für Nutzer schwerwiegende Folgen, wenn sie diese über ein Mobilgerät betreten. Denn hier kann sehr leicht ein Abo-Vertrag durch eine versehentliche Display-Berührung abgeschlossen werden. WAP-Seiten teilen dem Anbieter die Nummer der SIM-Karte mit, die dieser nutzt, um mittels WAP-Billing das Geld über den Mobilfunkbetreiber zu erhalten. Letzterer zieht schließlich das Geld über die Telefonrechnung vom SIM-Karten-Eigentümer ein. Schutz bietet hier nur eine Drittanbietersperre, die jeder bei seinem Mobilfunkbetreiber beantragen kann.

Adblock Plus nimmt Geld von Werbern

Werbung wird nach der Installation von Adblock Plus nur angezeigt, wenn sie den Filter passiert. Dazu muss sie entweder vom Nutzer konkret erlaubt worden sein, oder auf der Whitelist von Adblock Plus stehen. Damit große Unternehmen auf diese Whitelist gelangen, müssen Sie an Eyeo, den Hersteller von Adblock Plus, einen Teil ihrer Umsätze aus der Werbung zahlen. Dabei ist aber nur unaufdringliche Werbung erlaubt und aufdringliche Werbung mit Animationen und Flash-Banner verboten. Zu den zahlenden Unternehmen gehören Amazon, Google, Microsoft und United Internet, deren Webseiten in der Filterliste für unaufdringliche Werbung stehen. Wer mag, kann sich diese in den Optionen von Adblock Plus ansehen. Dazu ist unter dem Tab "Filterlisten" der Link "Liste öffnen" anzuklicken, der nach "Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen" platziert ist.

Zudem baut Adblock Plus seine Marktposition aus und konnte die Werbeblocker Adblock und Crystal zur Übernahme seiner Whitelist gewinnen. Dabei wurde auf Veranlassung von Adblock vereinbart, dass die Kriterien für unaufdringliche Werbung von einem unabhängigen Gremium entwickelt werden sollen, damit der Einfluss der Werbekunden von Eyeo nicht zu groß wird.

Gegenwehr gegen Adblocker

Aber nicht jedes Unternehmen wie Google ist zahlungswillig, um auf die Whitelist zu kommen. Manche klagen lieber – wie der Axel Springer Konzern – gegen Adblock Plus oder verweigern Nutzern den Zugriff auf ihren Webdienst, wenn sie einen Adblocker installiert haben. So ging BILD.de vor, nachdem der Konzern Axel Springer vor dem Landgericht Köln gegen Adblock Plus unterlag. Nun gelangt man nicht mehr auf die Website von BILD.de, wenn ein Adblocker im eigenen Browser aktiv ist, sondern zu einer Info-Seite, die darauf hinweist, dass der Dienst auf Werbeeinnahmen zur Finanzierung angewiesen ist und die Artikel nur ohne Werbeblocker gelesen werden können.

Adblocker für Desktop und Mobilgerät

Adblock Plus lässt sich als Browser-Erweiterung installieren und ist für zahlreiche Browser wie Firefox, Google Chrome, Opera, Safari, Microsoft Edge, den Internet Explorer und den Yandex Browser erhältlich. Für Smartphones und Tablets mit Android gibt es zudem den Adblock Browser als App. Außerdem ist hier für Chrome und Firefox ein Adblock Plus Add-on installierbar, um sich beim Surfen im Internet vor aufdringlicher Werbung zu schützen.

Unser Werbeblocker Fazit

Werbung ist an sich nichts Schlimmes: Wer hat schon etwas dagegen von einer interessanten Veranstaltung zu erfahren oder von einem guten Job. Das Problem fängt dort an, wo Werbung aufdringlich wird und den Nutzer austrickst, um ihn auf irrelevante Webseiten zu locken, die möglicherweise zu einem Befall mit Schadsoftware oder einem unfreiwilligen Abschluss eines Abzock-Abos führen. Dieses Problem ergibt sich besonders dann, wenn durch Massen-Werbevermarkter automatisch Werbung auf Webseiten erscheint, die vom jeweiligen Webseitenanbieter nicht weiter kontrolliert wird und unerwünschte Inhalte enthält oder gar gefährlich ist.

Wer schlechte Erfahrung gemacht hat oder vorsorglich vermeiden will, wird die Hilfe von Adblockern suchen – auch, um das eigene Mobilfunk-Datenvolumen zu schonen, das durch Werbe-Videos dahinschmilzen würde. Dieses ist in Ordnung, wie Richter in Köln und München im Zusammenhang mit Prozessen gegen Adblock Plus entschieden und so ein Vertriebsverbot für den Werbeblocker Adblock Plus ablehnten.

Entsprechend ist es an den Werbern, interessante, unaufdringliche Werbung im Internet zu schaffen, die Nutzer akzeptieren. Und Website-Anbieter müssen die Kontrolle über die Inhalte auf ihrer Website behalten, damit Nutzer sie auf die Whitelist setzen. Dieses sollte auch getan werden, wenn man nicht will, dass ein kostenlos genutzter Dienst aus finanziellen Gründen eingestellt wird.

Siehe dazu auch:

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