Michael Hirth: „Ein gutaussehender Laptop, der mich gut durch den Büroalltag bringt“

Nach drei Wochen ist mir der ausdauernde Dell Latitude 9520 schon ans Herz gewachsen. Ich nutze ihn am Arbeitsplatz mit zwei weiteren Monitoren genauso gerne wie als Laptop im Wohnzimmersessel, um entspannt Lernvideos anzusehen oder einfach im Internet zu surfen.

Von Michael Hirth

Ein Anmeldekennwort sollte möglichst lang und komplex sein, was die Anmeldung damit lästig macht. Mit dem Fingerabdrucksensor auf dem Ein-/Ausschalter dauert die Anmeldung nur noch einen Augenblick. Ebenso zuverlässig hat bei mir die Gesichtserkennung funktioniert, wenn man kurz mal den Platz verlassen hat und dann schnell weiterarbeiten möchte.

Großes und helles Display

Beim Display fällt der schicke und schmale Rahmen auf, der ein maximal großes Bild bei minimalen Geräteabmessungen ermöglicht. Es liefert ein helles und lebendiges Bild mit brillanten Farben.

Ein leiser Lüfter werkelt

Über die Software-Installation habe ich schon beim ersten Eindruck berichtet (–> hier lesen). Beim Arbeiten mit den Office-Anwendungen, dem Browser und dem Explorer ist der Lüfter kaum zu hören. Auch bei Belastung ist er so leise, dass das Geräusch in den meisten Umgebungen von mir nicht wahrnehmbar ist. Falls dies in ruhigen Umgebungen doch ein Problem darstellen sollte, kann man über den Dell Power Manager unter Temperaturverwaltung die Option „Ruhig“ auswählen.

Immer schön cool bleiben

Der Laptop entwickelt deutlich weniger Wärme als mein bisheriges Gerät. Denn damit konnte ich meinen Kaffee länger warmhalten, indem ich die Tasse direkt am Lüfter abstellte. Beim Dell hat das Gehäuse lediglich an der Unterseite in der Mitte hinten eine etwas höhere Temperatur, die ich im Sessel auf den Oberschenkeln gerade so wahrnehmen kann.

Robustes und elegantes Gehäuse

Beim Aluminiumgehäuse mit seiner angerauten Oberfläche werden Fingerabdrücke weniger sichtbar als bei auf Hochglanz polierten Oberflächen. An der samtigen Unterseite sind mit sauberen Fingern sowieso keine Fingerabdrücke möglich. Die kann man dafür auf dem spiegelnden Display bewundern, wenn man dieses auch als Touchscreen nutzt.
Das Scharnier macht auf mich einen sehr stabilen Eindruck und hält jeden erdenklichen Winkel ohne Spiel ein.

Eine richtig gute Tastatur

Die Laptop-Tastatur ist genau so breit wie eine externe Cherry-Tastatur. Dadurch passt aber keine nummerische Tastatur mehr daneben, die ich ein wenig vermisse. Aber man kann sehr gut mit zehn Fingern schreiben, da die Tasten nicht zu eng beieinander liegen. Auch der Federweg der Tasten ist ordentlich und die Tasten haben einen eindeutigen und nicht zu weichen Druckpunkt.

Die Tastatur ist genau so breit wie bei einer Cherry-Tastatur.


Wie bei allen Laptops vermisse ich die „Unterbrechen-Taste“, die ich oft bei meiner VBA-Programmierung benötige, wenn ich mal wieder eine Endlosschleife fabriziert habe und mit „STRG + Unterbrechen“ die Makroausführung abbrechen möchte, um in den VBA-Editor zu gelangen. Diese Taste hat auch mein aktuelles Lenovo-Laptop nicht und auch nicht mein vorheriges HP-Laptop. Ein oder zwei frei programmierbare Tasten wären vielleicht eine gute Idee, denn allen Benutzern kann man es vermutlich nicht recht machen und so könnte jeder die außergewöhnliche Taste hinzufügen, die er zum flüssigen Arbeiten benötigt.

Positiv ist mir aufgefallen, dass die Standardeinstellung der Funktionstasten mittels Fn + ESC so umgestellt werden kann, dass hier nur eine Taste gedrückt werden muss, wenn ich beispielsweise in Excel mit F4 eine Zelle absolut adressieren möchte und nicht immer Fn + F4 drücken muss.

Die Lautsprecher

Die Lautsprecher liefern ein volles Volumen und eine erstaunliche Audioqualität. Bei Online-Meetings ist die Sprache der anderen Teilnehmer sehr gut verständlich. Auch bei, Gebrauch als Tablet ist die Sprache laut und deutlich zu hören, obwohl die Lautsprecher in die entgegengesetzte Richtung zeigen.

Angenehmes Arbeiten mit der Tablet-Variante im Relax-Sessel.


Licht und Schatten bei der Frontkamera

Die Frontkamera liefert bei guten Lichtverhältnissen auch sehr gute Bilder. An meinen Arbeitsplätzen zu Hause und im Büro habe ich zusätzliche Leuchten auf dem Schreibtisch, um eine gute Ausleuchtung des Gesichts zu erreichen. Bei ungenügender Ausleuchtung kann die eingebaute Frontkamera aber nicht mit meiner Logitech Brio 4K mithalten.


Ein kompaktes Ladegerät

Sehr erfreut war ich über das kleine, kompakte Ladegerät des Notebooks. Sein Kabel kann auch geschickt um das Gehäuse aufgewickelt und mittels Klemme befestigt werden. Das verringert den Kabelsalat beim Transport enorm.

Ein Akku mit Ausdauer

Der Akku liefert eine enorm lange Laufzeit des Laptops. Endlich muss ich mir keine Gendanken mehr machen, wenn ich mal wieder das Netzteil im Homeoffice vergessen habe – selbst wenn es im Büro wieder länger dauert.

Frontkamera im direkten Vergleich mit BRIO 4K (r.).


Konnektivität

Trotz der Vielzahl von Anschlüssen habe ich trotzdem mein USB-C-mobile-Adapter von HP angeschlossen, m einen dritten Monitor anschließen zu können und im Büro statt WLAN mit dem LAN-Kabel arbeiten zu können.

Der MicroSD-Card-Schacht stellt eine sehr einfache und kostengünstige Speichererweiterung dar: 128 GB für knapp 15,00 € beim Discounter. Die SD-Karte ragt nur einen Millimeter aus dem Schacht und kann daher dauerhaft eingesteckt bleiben, ohne beim Ein- und Auspacken des Laptops zu stören.

Die Funktionen der Funktionstasten

Die Webcam hat keine mechanische Abdeckung, sondern kann über die Funktionstaste F9 ver- und entriegelt werden.
Ebenso kann das Mikrofon mittels F4 schnell ein- und ausgeschaltet werden. Das Ausschalten wird mit der Meldung: „Das Mikrofon ist stumm geschaltet“ quittiert, aber das Einschalten wird umständlich mit der Meldung: „Die Stummschaltung des Mikrofons ist aus.“ anstatt „Das Mikrofon ist eingeschaltet.“ bestätigt.

Eigentlich sollte mit der Tastenkombination Fn + P der Blickschutzfilter („ePrivacy screen“) aktiviert werden. Das hat bei meinem Display leider nicht funktioniert. Man konnte die Daten auf dem Display weiterhin auch von der Seite sehen und lesen.

Die praktische Hintergrundbeleuchtung der Tastatur ist eine hilfreiche Funktion, wenn man im winterlichen Halbdunkel noch etwas arbeiten muss. Neben „An“ und „Aus“ gibt es noch die Zwischenstufe „An, mit reduzierter Leuchtkraft“.

Zwei zusätzliche Monitore für den besseren Überblick.


Bluescreen

Am einem Freitagmorgen, kurz vor einem Online-Meeting, ist es dann passiert: Das Display zeigte direkt nach dem Einschalten einen Bluescreen an. Der Grund dafür ist mir schleierhaft, denn eigentlich hatte ich am Tag vorher nichts installiert. Dies war aber eine sehr gute Gelegenheit, den Rechner auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen.

Ergebnis: noch weniger vorinstallierte Programme als bei der Erstinstallation. Keine Office-Testversion, nicht einmal der Dell Optimizer oder der Dell Power Manager waren installiert. Diese habe ich nach dem obligatorischen Windows-Update von der Dell-Supportseite heruntergeladen und installiert. Nach dem Start hat der Dell Optimizer dann neben seinem eigenen Update auch noch 19 fehlende Treiber gefunden und problemlos nachinstalliert.

Fazit

Der Dell Latitude 9520 ist für mich ein idealer Business-Laptop, mit dem ich meine Arbeit problemlos erledige. Mir gefällt die lange Akkulaufzeit, das schlanke Design und die Möglichkeit, das Gerät entspannt auch als Tablet zu verwenden.