Was ist eine IP-Adresse?


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Über die IP-Adresse ist jeder Computer in einem Netzwerk genau bestimmbar. Das gilt sowohl für ein Heim-Netzwerk als auch für das Internet. Anhand der IP-Adresse lässt sich etwa herausfinden, wo ein Rechner steht - so können zum Beispiel Streamingdienste Nutzer aus dem Ausland ausschließen. Wir erklären Ihnen, was genau die IP-Adresse ist.

IP-Adressen vereinfachen das Surfen

Im Internet surfen wäre unmöglich oder zumindest sehr umständlich ohne IP-Adressen. Sie sind die eindeutige Adresse von Geräten oder Servern innerhalb eines Netzwerks - zum Beispiel im Internet. Mithilfe der IP-Adressen oder auch IPs können Geräte miteinander kommunizieren und Datenpakete austauschen.

Ein Beispiel: Wenn Sie www.heise.de in die Adresszeile Ihres Browsers eintippen, ermittelt Ihr Internet-Anbieter die IP-Adresse des Servers, auf dem die Webseite gespeichert ist. Dann schickt er Ihre Anfrage an diese IP, mit der IP-Adresse Ihres Computers als Absender. Der Server antwortet und schickt eine Kopie der Webseite an die IP-Adresse Ihres Computers - diese Kopie sehen Sie im Browser. Das alles geht blitzschnell, auch dank der IPs.

In Sekundenbruchteilen: Dank der IP-Adressen gehen Kommunikation und Datenaustausch zwischen Ihrem Computer und dem Server blitzschnell.

Dieses Funktionsprinzip gilt nicht nur für das Internet, sondern auch für kleine Netzwerke wie etwa Ihr Heimnetzwerk (LAN/WLAN). Dort nimmt der Router die Anfragen von Geräten entgegen und leitet sie weiter. Die Geräte, etwa PCs, Smartphones oder Fernseher, haben eine interne IP-Adresse, die nur im Heimnetzwerk gilt. Der Router hat eine interne und eine externe - eine IP-Adresse für das Heimnetzwerk und eine für das Internet. Interne IPs beginnen meist mit "192", es können auch mehrere Heimnetzwerke die gleiche IP haben.

Zwei Versionen: IPv4 und IPv6

IP steht für "Internet Protocol". Das bedeutet, dass IP-Adressen auf dem gleichnamigen Standard basieren, welcher den Datenverkehr im Internet regelt. Es gibt zwei verschiedene Versionen von IP-Adressen: Die alte Version IPv4 und die neue Version IPv6. Die meisten IPs laufen noch über IPv4 und bestehen aus vier Zahlen, die durch Punkte voneinander getrennt sind. Jede Zahl kann einen Wert zwischen 0 und 255 annehmen.

Eine IPv4-Adresse könnte etwa lauten: 23.7.123.90. Da es in diesem System relativ wenige verschiedene Adressen gibt, werden IPs oft neu vergeben - etwa, wenn ein Gerät ausgeschaltet wird und ein anderes sich neu ins Internet einwählt. Das nennt man auch dynamische IP-Adressen. IPv6-Adressen bestehen dagegen aus acht bis zu vierstelligen Ziffern-Buchstaben-Folgen, die durch Doppelpunkte voneinander getrennt sind. Eine IPv6-IP könnte also lauten: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344.

So sind viel mehr unterschiedliche Adressen möglich als mit IPv4. Das bedeutet, dass jedes Gerät eine eigene, feste IPv6-Adresse haben könnte - eine statische IP-Adresse. Das ist sinnvoll, wenn etwa ein Server oder eine Webseite dauerhaft und schnell erreichbar sein soll. Problem: Dadurch würden Geräte eindeutig identifizierbar. Wer mit einer dynamischen IP surft, hat also mehr Privatsphäre.

Das verrät die IP

Die IP-Adresse verrät nämlich einiges über das zugehörige Gerät und auch über den Nutzer. Zum einen, welchen Provider Sie haben, zum anderen auch Ihren ungefähren Standort, also die Region. Ihr Internet-Provider kann außerdem anhand der IP verfolgen, was Sie im Internet gesucht und heruntergeladen oder welche Seiten Sie besucht haben. Diese Daten muss der Provider aber nach jeder Internetsitzung löschen.

Eigene IP-Adresse herausfinden

Die IP-Adresse Ihres eigenen PCs oder Routers können Sie schnell herausfinden. Die nach außen im Internet sichtbare externe IP Ihres Routers können Sie etwa auf der Webseite https://meine-aktuelle-ip.vergleich.org/ ermitteln. Wie Sie die interne IP-Adresse Ihres Windows-Computers herausfinden, lesen Sie hier.

Ihre aktuelle IP-Adresse können Sie leicht herausfinden.

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