Die abstürzenden Spieleprozesse
Nachdem ich in meinem ersten Test zunächst versucht habe, diverse Computerspiele zu starten, da ich bei Recherchen im Vorfeld auf recht euphorische Berichte zu Intel XE gestoßen bin, habe ich davon recht schnell Abstand genommen. Ich hatte diverse Prozessabstürze, aufgrund derer ich MSI Afterburner installierte, um die GPU-Temperatur zu überwachen und gleichzeitig die FPS (Bilder pro Sekunde) zu ermitteln. Da bei meinen ersten Versuchen die Temperatur in den Bereich 90 Grad und mehr gestiegen ist, ich aber nach etlichen Versuchen dann ein stabiles System erhalten habe, stufe ich das ganze als „nicht reproduzierbar“ ein. Ich könnte nur spekulieren, was diese Probleme verursacht hat. Tatsache ist, dass ich jetzt Spiele problemlos auch eine Viertelstunde laufen lassen kann, ohne dass es zu Abstürzen kommt.
Test- und Benchmark sowie sonstige Software für den Test
CPU-Z
CPU-Z ist ein Freeware-Programm, welches es ermöglicht, Hardwaredaten aus einem PC auszulesen. Es zeichnet sich durch große Übersichtlichkeit aus und ich verwende es daher unter Windows 10 bevorzugt, um eine schnelle Übersicht zu erhalten. CPU-Z ist in Registerkarten gegliedert und zeigt dort Details zu CPU, Mainboard, Speicher und Grafik. Ich habe CPU-Z in der Version 1.97.0 verwendet.
Smartmontools
Die Smartmontools stehen unter der GNU GPL und sind unter Windows und Linux für die Kommandozeile erhältlich. Durch das Auslesen und Überwachen der SMART-Werte werden in Rechenzentren Server überwacht und man kann drohende Ausfälle von Festplatten erkennen und rechtzeitig intervenieren. Die SMART-Daten werden von den Herstellern unterschiedlich verwendet und es Bedarf Erfahrung, um diese Werte richtig zu deuten. Festplatten bieten die Möglichkeit, einen kurzen und langen Selbsttest durchzuführen, das kann mit dem Smartmontools gemacht werden. Ich habe die Smartmontools in der Version 7.2.1 verwendet.
CrystalDiskInfo und CrystalDiskMark
CrystalDiskInfo kann ähnlich wie die Smartmontools SMART-Daten aus der Festplatte auslesen und zeigt diese grafisch an. Ich habe CrystalDiskInfo in der Version 8.12.9 verwendet. CrystalDiskMark ist in der Lage, einen Benchmark auf der Festplatte auszuführen. Ich habe CrystalDiskMark in der Version 8.0.4 verwendet.
Windows Sysinternals
Die Sysinternals sind eine Diagnose-Software, die von einer Firma entwickelt wurde, die Microsoft dann aufgekauft hat. Diese Werkzeuge erlauben einer weitergehende Untersuchung von Programmen unter Windows, als es mit einfachen Bordmitteln möglich ist. Die Sysinternals können von Microsoft bezogen werden:
Streamlabs OBS
Ich benutze die Software Streamlabs OBS, um Videos und Streams zu erstellen, da sie mit ihrer einfachen Benutzung glänzt. Ein für mich wichtiges Feature ist die Fähigkeit, eine virtuelle Webcam zu erzeugen. Ich habe in meinem Arbeitszimmer ein grünes Tuch hinter mir hängen und kann mittels Greenscreen-Verfahren beliebige Hintergründe einblenden.
Die Webcam
Die mitgelieferte Webcam hat ein Montagewinde in Ein-Viertel-Zoll. Dieses Gewinde ermöglicht es mir, die Kamera auf Ständer oder einer Wandhalterung in Ein-Viertel-Zoll zu montieren. Wenn während eines Videostreams das Bild wackelt, weil man auf der Tastatur tippt oder man sich auf den Tisch lehnt und eigene Körperbewegungen dann das eigene Videobild leicht zum Wackeln bringen, ist das einfach schlecht. Daher ist es praktisch, die Kamera so montieren zu können, dass keine wackelnden Bilder aufgrund der festen Montage übertragen werden. Die Zuschauer werden nicht gestört, für mich ein praktisches Detail, wenn man es anwendet. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, die Webcam einfach auf den Monitor zu klemmen.

Audio
Ich verwende ein Elgato-Wave-3-Kondensator-Mikrofon. Dieses hat einen zusätzlichen Pop-Filter aus zweilagigem Stahlgeflecht, um Knall und Zischgeräusche durch Plosivlaute in der Sprache herauszufiltern. Jedes bisher von mir verwendete Headset-Mikrofon und alle in sämtlichen Webcams verbauten Mikrofone liefern einen Ton, aber die Qualität ist jedes Mal unterirdisch schlecht. Das ist keine Kritik am mitgeliefertem Webcam-Modell, sondern ein grundsätzliches Problem von Webcam-Mikrofonen. Meine Meinung: Wer online wirklich gut verstanden werden möchte, kommt nicht an der Anschaffung eines Kondensator-Mikrofons vorbei. Das verbaute Mikrofon betrachte ich eher als Notbehelf.
Video
Meine Testaufzeichnungen haben ein klares Bild in Full HD mit 30 Bildern pro Sekunde ergeben. Das Greenscreen in Streamlabs OBS funktioniert tadellos und ich kann über die virtuelle Webcam an Videokonferenzen teilnehmen, ohne den Hintergrund meines Homeoffice einzublenden. Stattdessen kann ich zum Beispiel Seiten aus einem Wiki verwenden.
Das Display
Der verbaute IPS-Bildschirm hat eine Diagonale von 27 Zoll und eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Der Bildschirm bietet eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz. Auf ark.intel.com habe ich für die Tiger-Lake-U-Serie immer wieder nur den Wert von 60 Hertz gesehen. Der zweite bei mir angeschlossenen Monitor ist ein Gigabyte M27Q in WQHD und schafft am Gaming-PC 144 Hertz via HDMI. Am All-in-one PC kann ich unter Windows trotzdem nur 60 Hertz einstellen. Ich gehe davon aus, dass das ein hartes Limit für diese Plattform ist.
Grundsätzlich sind IPS-Panels den früher deutlich häufiger verbauten TN-Panels in Farb- und Kontrastdarstellung überlegen. TN-Panels haben eher durch eine bessere Reaktionszeit geglänzt. Für die Nutzung als Alltags- oder Büro-PC ist es erfreulich, dass hier ein IPS-Panel verbaut ist. Das Panel zeichnet sich durch einen guten Blickwinkel aus – das kann hilfreich sein, wenn eine Person neben einem steht und ebenfalls den Bildschirminhalt ohne Verrenkungen sehen möchte. Grafiker und Designer werden eher zu spezialisierten Panels greifen, für den Normalanwender hat dieser Bildschirm eine gute Farbechtheit und einen satten Kontrast.
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