Die Hardwareausstattung
CPU
Die verbaute CPU ist ein Prozessor von Intel aus der elften Generation. Diese Generation hat Taktraten von 4,4 bis 5 GHz. Die Größe der Caches reicht von 12 bis 24 MB. Die Prozessoren der Tiger-Lake-Serie werden in TDP-Bereiche eingeteilt, möglich sind 12,15 und 28 Watt. Der verbaute Prozessor ist klassifiziert als 28 Watt und stellt somit innerhalb der Serie die höchsten Anforderungen an die verbaute Kühlung. Innerhalb der elften Generation, also der Tiger Lake-U -Serie, ist der Prozessor das zweitstärkste Modell. Der Prozessor verfügt über vier Kerne und acht Threads. Insgesamt sind im Prozessor 12 MB Level-3 Cache-verbaut. Das ist ausreichend viel für alle Standardanwendungen.

Mainboard
Das verbaute Mainboard ist ein MSI MS-AE011. Dieses Mainboard kann ich zum Zeitpunkt des Testberichts nicht online zum Kauf finden und wird vermutlich vom Hersteller (exklusiv?) für den All-in-one-PC verwendet. Da man bei einem integrierten PC nicht selber Hand anlegt, um Komponenten einzusetzen, ist das Mainboard samt der Möglichkeit, zusätzliche Hardware einzubauen, eher uninteressant. Die einzige Ausnahme hiervon ist die Möglichkeit, eine zweite Festplatte einzusetzen. Käufer und Interessenten eines All-in-one-PCs gehören vermutlich nicht zu der Sorte Menschen, die großen Spaß daran haben, einen individuellen PC selber zusammenzuschrauben- Daher betrachte ich das Design des Mainboards hier nicht weiter.
Hauptspeicher
Im Rechner sind 16 GB Hauptspeicher verbaut. Das ist eine gute Ausstattung, die ich als Minimum für den Betrieb von Windows 10 ansehe. Darunter macht das Arbeiten keinen Spaß, wenn allzu häufig die Auslagerungsdatei benutzt werden muss. Die verbauten DDR4-3200-Module laufen mit einer Taktfrequenz von maximal 1.600 MHz. Gemessen habe ich Werte von 1.454 MHz bis 1.600 MHz.
Weniger Hauptspeicher als 16 GB kann einen PC unter Windows ausbremsen. Ich finde es besonders bei Fertigangeboten besonders ärgerlich, wenn der Hersteller nur 8 GB einbaut, das muss nicht sein. Hier glänzt der MSI-All-in-one-PC mit der richtigen Speichergröße.
Netzwerk
Seit Beginn des Tests arbeite ich über WLAN und habe keine Verbindungsprobleme. Die Gegenstelle ist eine FritzBox und zeichnet sich ebenfalls durch eine hohe Robustheit aus. Das Gerät kann via RJ45-Stecker an ein Ethernet angeschlossen werden. Ich habe zu Testzwecken das erstellte Binär-Image wegkopiert und hatte 0 Prozent Paketverlust. Erwähnenswert ist hier noch, dass das Gerät Wi-Fi 6 beherrscht. Zusätzlich zum LAN und WLAN verfügt der PC über Bluetooth.
Die Lautsprecher
Im Gehäuse sind Lautsprecher verbaut, die sich unter Windows als „Speakers (Realtek Audio)“ anbieten. Ich habe mir ein paar YouTube-Videos angesehen und den Ton über diese eingebauten Lautsprecher abgespielt. Ich habe das nur ein paar Minuten ausgehalten und betrachte die Lautsprecher eher als Notbehelf. Es ist rein physikalisch nicht möglich, aus einem winzigen Plastikgehäuse, in welchem noch dazu ein Lüfter läuft, einen wirklich glasklaren guten Sound herauszuholen. Wer Wert darauf legt, dass der All-in-one-PC Sound abspielt, greift auf eine externe Lösung zurück. Da der PC ausreichend viele USB-Anschlüsse hat, kann man leicht externe USB-Boxen anschließen. Diese werden nur durch den Platz auf dem Tisch und dem Geldbeutel limitiert.
SSD
Die verbaute Festplatte ist eine WDC PC SN530 512GB und ist via PCI Express 3.0 x4 angeschlossen. Der Vorteil einer Anbindung über M2 ist eine deutlich höher mögliche Geschwindigkeit im Vergleich zu SSDs, die über den SATA-Bus angebunden sind. Der SATA3-Bus beschränkt SSDs auf ca. 550 MB/s, viele aktuelle SATA-SSDs erreichen auch genau diese Geschwindigkeit. Die zweite verbaute Festplatte ist über den SATA3-Anschluss angebunden und unterliegt damit diesem Limit. (Hinweis: Diese zweite SSD ist nicht Teil des Lieferumfangs.)
Ich habe CrystalDisk verwendet, um die eingebaute und von mir zusätzlich eingesetzte SSD zu testen. Ich habe auf der internen SSD eine lesenden Wert von 2.471 MB/s und einen schreibenden Wert von 1.807 MB/s erhalten.
6CrystalDiskMark interne SSD Im Vergleich dazu hat die über SATA3 angebunden SSD deutlich geringere Werte: Sie schafft lesend 545 MB/s und schreibend 520 MB/s. Die hohe Geschwindigkeit der internen SSD führt zu kurzen Boot-zeiten des vorinstallierten Windows und schnellen Ladezeiten bei Programmen.
smartmontools
Mit Hilfe der smartmontools kann man unter Windows die SMART-Daten einer Festplatte auslesen. SMART ist eine Industriestandard für Festplatten und SSDs und dient der Überwachung dieser Geräte. Werte, die dort ausgelesen werden können, sind zum Beispiel die Betriebsdauer der Festplatte (Power_On_Hours) und die Betriebstemperatur (Temperature_Celsius).
Mein Testgerät hat bisher 115 Stunden Betriebszeit sowie eine Temperatur von 44 °C erreicht. Insbesondere der maximale Temperaturwert ist für mich ein Hinweis darauf, dass die SSD keinen überhöhten Temperaturen ausgesetzt ist. Ich habe die smartmontools mit „smartctl.exe -a /dev/sdb“ aufgerufen, um eine Übersicht über das Gerät zu erhalten, und mit „smartctl.exe -t short /dev/sdb“ einen Kurztest durchlaufen lassen. Der Test hat kein Problem ergeben. Ein Vergleich mit der im Erweiterungsschacht verbauten SanDisk Ultra 3D 1TB hat bei dieser SSD eine Ausgabe der minimalen Temperatur von 25 °C und einer maximalen Temperatur von 45 °C ergeben.
Die mitgelieferte SSD hat einen Temperatur-Wert von 44 °C, die zusätzlich eingebaute hat einen maximalen Wert von 45 °C. Der Wert, den die M2-SSD hier liefert, ist also sehr wahrscheinlich der Maximalwert. Bei zwei SSDs, die nahezu gleiche Werte liefern und bereits Lasttests hinter sich haben, gehe ich davon aus, dass für die SSDs keine konstruktionsbedingten Wärmeprobleme auftreten werden.
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