OpenOffice & LibreOffice im Vergleich

Die beiden Programm-Suiten OpenOffice und LibreOffice sind beliebte kostenlose Alternativen zu Microsoft Office. Doch wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen den beiden? Wir haben die wichtigsten Eigenschaften im Vergleich für Sie zusammengestellt.

Wieso sind OpenOffice und LibreOffice so ähnlich?

OpenOffice und LibreOffice haben eine gemeinsame Vergangenheit: Es fing alles mit StarOffice an. Dieses Programm ist eine Office-Suite.

Sun, die Firma hinter StarOffice, entschied sich schließlich, die Quelltexte freizugeben. Das bedeutet, dass das Programm ab diesem Zeitpunkt OpenSource war. Jeder Nutzer kann seitdem das Programm an seine Wünsche anpassen oder auch einfach Zeilen für sein eigenes Programm verwenden. Das Projekt StarOffice wurde nun zu OpenOffice umbenannt.

Die Firma Sun wurde schließlich von Oracle aufgekauft, die OpenOffice letztlich zu Apache OpenOffice.org machten. Die kleine Gruppe der Open-Source-Gemeinde, die bisher an OpenOffice gearbeitet hatte, setzte dennoch ihre Arbeit fort. Da Oracle auch die Namensrechte an OpenOffice gekauft hatte, gründeten die einstigen Entwickler von OpenOffice die Gemeinde "The Document Foundation". Die Arbeit an der Office-Suite geht seitdem weiter, allerdings unter dem Namen LibreOffice.

Gibt es Unterschiede?

Auf den ersten Blick erscheinen die beiden Programme sehr ähnlich. Im Grunde genommen sind sie es ja auch, aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit. Beide umfassen eine vollwertige Office-Suite mit den Haupt-Komponenten Writer (Textverarbeitung), Calc (Tabellenkalkulation), Impress (Präsentationen) und Draw (Zeichnungen). Außerdem nutzen beide Programm-Suiten Open Dokument-Dateien (.odt) als Basisspeichereinheit. Die Basis-Funktionen in den jeweiligen Komponenten sind an sich gleich, doch lassen sich auch einige Unterschiede erkennen:

Nachteilig für OpenOffice ist die fehlende 64-bit Version. Das ist ärgerlich, denn 64-bit-Versionen von Betriebssystem wie Windows arbeiten schneller.
Dokumente im .docx-Format (also Dokumente, die mit neueren Version von Microsoft Word erstellt worden sind) können von beiden Programmen verwendet werden. Das heißt, beide Programme können Dateien in diesem Format öffnen und Dokumente auch in diesem Format wieder abspeichern. Wenn durch Word allerdings komplizierte Formatierungen eingebunden wurden, haben beide Programme manchmal Probleme, das Format auch zu übernehmen. OpenOffice tut sich damit aber schwerer als LibreOffice.

Ein Vorteil von LibreOffice ergibt sich daraus, dass wesentlich mehr Entwickler an diesem Programm arbeiten. Dadurch werden Bugs schneller behoben und jeder kann sich besser auf sein Spezialgebiet konzentrieren. Außerdem gibt es wesentlich mehr Updates für LibreOffice. Dies bringt mehr Sicherheit mit sich - regelmäßige Updates in kurzen Abständen können allerdings auch schnell irritierend sein oder sogar nerven.

Letztlich muss jeder selbst wissen, welches Programm besser für die eigenen Zwecke geeignet ist. Allerdings lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt mehr Vorteile von LibreOffice gegenüber OpenOffice erkennen.