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Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Linux, OS X, keine näheren Angaben, Windows, keine näheren Angaben, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10
Download-Größe: 200568 KByte
Downloadrang: 70
Datensatz zuletzt aktualisiert: 10.04.2017
Alle Angaben ohne Gewähr

Mit der Büro-Software OpenOffice bietet die Apache Software Foundation eine kostenlose Komplettlösung für wichtige Büroarbeiten unter Windows, Mac OS X und Linux. Die Freeware gehörte einst zu den beliebtesten Open-Source-Programmen und verfügt über gängige Funktionen, die das kostenpflichtige Microsoft Office hat, für das es somit eine kostenlose Alternative darstellt. Das Office Paket bringt die Textverarbeitung Writer, die Tabellenkalkulation Calc, das Zeichenprogramm Draw, die Präsentationssoftware Impress und die Datenbank Base mit. Ergänzend ist in Apache OpenOffice das Matheprogramm Math inklusive grafischer Benutzeroberfläche (GUI) für die Bearbeitung mathematischer Gleichungen enthalten.

Unterstützung unterschiedlicher Formate

Apache OpenOffice unterstützt nicht nur die Open-Dokument-Formate, sondern kann ebenso DOC- sowie XLS-Dateien lesen und schreiben. Und auch der Export in das PDF-Format gehört zu den Standard-Funktionen der Office-Suite – die Nutzung eines PDF-Konverters ist daher nicht nötig. Die integrierte HSQL-Datenbank sowie einige Programm-Assistenten und Exportfilter setzen allerdings eine installierte und aktivierte Java Runtime Environment (JRE) voraus. Wer diese Features nicht benötigt, kann OpenOffice natürlich ohne die Java Runtime Environment (JRE) nutzen. Gut gelungen ist die plattformübergreifende Unterstützung: Funktionsumfang und Bedienung fallen in den Versionen für Windows, Mac OS X und Linux einheitlich aus, sodass kein Umgewöhnen nötig ist, wenn man mit verschiedenen Betriebssystemen arbeitet. Im Gegensatz zu früheren Mac-Versionen wirkt OpenOffice mittlerweile nicht mehr wie ein Fremdkörper und passt sich der Aqua-Oberfläche an.

OpenOffice konfigurieren

Nach der unkomplizierten Installation sollten bei Apache OpenOffice ein paar Einstellungen vorgenommen werden, wie es sich auch bei jeder anderen Software beim ersten Start empfiehlt. "Extras > Einstellungen" öffnet das Konfigurationsfenster, in dem sich auf der linken Seite die möglichen Konfigurationspunkte befinden, deren Konfiguration im rechten Fensterbereich stattfindet. Unter "Benutzerdaten" kann man die eigenen Kontaktdaten eintragen. Die Pfade zu den temporären Dateien, Dokumentvorlagen und Grafiken lassen sich unter "openOffice > Pfade" anpassen, wenn man von der vorgegebenen Ordnerstruktur der Office-Freeware abweichen will. Zudem lässt sich unter "Java" die Nutzung der Java Laufzeitumgebung deaktivieren, die für die Standard-Funktionen nicht nötig ist.

Wer keine automatischen Sicherheitskopien der in Bearbeitung befindlichen Dokumente möchte, die OpenOffice alle 15 Minuten speichert, kann unter "Laden/Speichern > Allgemein" den entsprechenden Haken entfernen oder alternativ die Zeit ändern. Ergänzend lässt sich festlegen, in welchen Format OpenOffice Dokumente speichert. Die Freeware nutzt für Textdokumente standardmäßig ein XML-Dateiformat. Diese werden deswegen in einer standardisierten, ZIP-komprimierten XML-Datei mit der Endung ODT gespeichert. Für die anderen Dokumenttypen ist dies ähnlich, wobei Dateien für Tabellen mit ODS, für Präsentationen mit ODP und für Grafiken mit ODS enden. Alternativ zum Open-Dokument-Format lässt sich zum Beispiel ein Microsoft-Format oder das Rich-Text-Format als Standard zum Speichern wählen. Wenn man nur gelegentlich Dokumente in einem anderen Dateiformat speichern will, bietet sich hierfür "Datei > Speichern unter…" an. Die unterstützten Formate sind in einer Liste zur Auswahl aufgelistet.

Neben den obigen Konfigurationen gibt es noch weitere. Am besten geht man die einzelnen Konfigurationspunkte durch und passt die Einstellungen gemäß den eignen Vorstellungen an.

Texte schreiben

Das wohl wichtigste Tools in OpenOffice ist die Textverarbeitung Writer, mit der sich umfangreiche Dokumente erstellen lassen. Diese enthalten nicht nur reinen Text, sondern dürfen ebenso wie bei Microsoft Word Tabellen, Grafiken und Bilder enthalten. Ein neues Dokument lässt sich über "Datei > Neu > Textdokument" erstellen.

Prinzipiell kann man gleich mit dem Schreiben beginnen, wobei OpenOffice beim Tippen Wortvorschläge macht und gleichzeitig die geschriebenen Wörter sammelt. Wem das nicht zusagt, kann unter "Extras > AutoKorrektur-Einstellungen …" das Verhalten bearbeiten. Im Tab "Wortergänzung" lässt sich der Haken vor "Wortergänzung aktivieren" entfernen, sodass beim Schreiben keine Vorschläge erscheinen. Das Sammeln von Wörtern lässt sich hier außerdem deaktivieren. Mit Blick auf den Datenschutz könnte dies sinnvoll oder gar Pflicht sein, wenn der Computer und OpenOffice anderen zugänglich ist.

Der Reiter "Optionen" für die AutoKorrektur-Einstellungen zeigt zahlreiche Aktivitäten, die OpenOffice Writer automatisch ausführt. So ersetzt die Textverarbeitung ein Minuszeichen durch einen Gedankenstrich, korrigiert zwei Großbuchstaben am Wortanfang und entfernt unnötige Leerzeichen. Aktivierte Funktionen sind an einem Haken erkennbar, der sich zum Deaktivieren entfernen lässt. Unter "Gebietsschemaabhängige Optionen" lassen sich – wenn gewünscht – die Anführungszeichen ändern, die beim Verfassen der Texte ebenfalls automatisch eingefügt werden.

In der grafischen Benutzeroberfläche findet der Anwender Symbole für die Textgestaltung. Diese lassen sich ergänzen, wenn man die rechte Maustaste über den vier vertikalen Punkten am linken Symbolzeilenrand drückt. Das sich öffnende Kontextmenü enthält den Punkt "Sichtbare Schaltflächen", der eine Liste der Symbole öffnet, die sich als sichtbar oder unsichtbar markieren lassen.

Wer viel mit Formatvorlagen arbeitet, kann diese am rechten Fensterrand in der seit Version 4 neuen Sidebar öffnen. Die Formate beziehen sich auf Seiten, Zeichen, Absätze, Rahmen oder Listen. Neben den vordefinierten Vorlagen lassen sich eigene erstellen. Handelt es sich dabei um Überschriften, ist die Gliederungsebene anzugeben, die man unterhalb des Tabs "Gliederung & Nummerierung" der entsprechenden Absatzvorlage findet, die sich via Kontextmenü zum Ändern öffnen lässt.

Tabellenkalkulation

Die Tabellenkalkulation heißt OpenOffice Calc. Eine neues Datenblatt legt man analog zur Textverarbeitung über "Datei > Neu" an. Über die Tabs unten rechts lassen sich die einzelnen Tabellen auswählen, löschen und anlegen. Wichtig ist bei einer Tabellenkalkulation die Berechnung der eingegebenen Werte. Hierzu bietet der Funktionsassistent zahlreiche Funktionen aus den Bereichen Mathematik, Statistik und Finanzen.

Präsentationen

Das Äquivalent zu Microsoft PowerPoint ist OpenOffice Impress. Das Präsentationsprogramm liefert Vorlagen mit und erlaubt es, eigene anzulegen. Neben statischen Folien erlauben Animationen und dynamische Übergänge eine kreative Gestaltung, die aber überlegt eingesetzt werden sollten – denn Masse ist nicht immer Klasse.

Das Ergebnis lässt sich neben dem Open-Dokument-Format in einer PowerPoint-Datei speichern. Zur Sicherheit sollte man sich das Resultat mit dem PowerPoint Viewer ansehen, um nicht erst im Vortrag Designprobleme zu entdecken.

Portable, erweiterbar und Libre

OpenOffice muss nicht zwingend installiert werden. Die Office-Software gibt es auch als portable Software für Windows und lässt sich über unseren Eintrag OpenOffice Portable herunterladen. Das portable Office-Paket wird auf einem USB-Stick entpackt und lässt sich darüber an jedem Windows-Rechner starten. So hat man immer das bekannte Programm mit den eigenen Einstellungen dabei. Auf Computern mit Linux hilft die Laufzeitumgebung Wine, mit der sich Windows-Programme unter Linux ausführen lassen.

Das Office-Paket bietet einen großen Funktions-Umfang. Wer trotzdem etwas vermisst, sollte bei OpenOffice.org einen Blick auf die Seiten mit den Erweiterungen werfen, die unter anderem Wörterbücher und Vorlagen für Tabellen, Textdokumente, Präsentationen und Zeichnungen bereithalten. Weitere Informationen stehen zudem im Themenspecial OpenOffice erweitern.

Apache OpenOffice wurde einst als StarOffice in Hamburg von Star Division erschaffen und kam danach zu Sun Microsystems und schließlich zu Oracle. Als es Unstimmigkeiten zwischen Oracle und der Entwicklergemeinde gab, erschuf diese aus dem Quellcode den Fork LibreOffice. Danach ging es mit OpenOffice kaum voran, sodass Oracle es an die Apache Software Foundation übergab. Aber auch hier machen sich die fehlenden Programmierer bemerkbar, was 2016 bereits zu Diskussionen über die Projekteinstellung führte, wie heise online berichtete. Aber noch ist OpenOffice am Leben!

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