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Datensatz zuletzt aktualisiert: 24.08.2018
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Mit dem kostenlosen Test-Werkzeug H2testw von Harald Bögeholz lässt sich ein Speichermedium wie Festplatte oder Flash-Drive auf Fehler überprüfen. Die Software findet heraus, ob ein Speichermedium tatsächlich so viel Speicherplatz bietet, wie vom Hersteller angegeben. Die Angabe stimmt nämlich aufgrund von Fehlern oder Betrug nicht immer.

Insbesondere in so manchem englischsprachigen Land sind Betrügereien dieser Art ein weitaus größeres Problem als in Deutschland. Dort nennt man das Vorgehen gegen gefälschte Speichersticks oft "Fight Fake Flash" oder "Fight Flash Fraud".

Warum ist H2testw nötig?

Manche USB-Sticks behaupten, mehr Speicherplatz zu haben, als tatsächlich im Gerät verbaut ist. So kann es sein, dass ein USB-Stick mit angeblichen 128 GBytes verkauft wird und der Computer dies auch anzeigt, obwohl in Wirklichkeit nur 64 GBytes verbaut sind. Speichert man nur 64 GByte, ist noch alles in Ordnung. Sobald aber mehr Daten auf den Stick kopiert werden, beginnt der USB-Stick die bisher enthaltenen Dateien zu überschreiben oder behauptet, dass Dateien gespeichert wurden, obwohl dies nicht der Fall ist. Da so ein Betrug normalerweise erst auffällt, wenn es zu spät ist, sollte man einen neuen USB-Stick oder eine neue Speicherkarte vor dem ersten Einsatz mit der Software H2testw prüfen, um die wirkliche Speichergröße zu ermitteln.

Die Arbeitsweise

Die Freeware nutzt ein einfaches Prinzip, um die Integrität und den tatsächlich verfügbaren Speicherplatz eines Mediums zu überprüfen und lässt sich über einer grafische Benutzeroberfläche bedienen.

H2testw erzeugt zufällige Daten, schreibt diese in Dateien und speichert sie auf der Speicherkarte oder dem USB-Stick bis das Medium meldet, dass es voll ist. Im nächsten Schritt liest die Software die Dateien wieder vom Speichermedium und prüft, ob sie mit denen identisch sind, die zuvor geschrieben wurden. Bei diesem Vorgehen werden mehrere Dateien auf das Speichermedium geschrieben, die maximal rund 1 GByte groß sind.

Ist ein USB-Stick oder eine Speicherkarte kleiner als angegeben, können nicht alle zuvor gespeicherten Dateien gelesen werden, was H2Testw bemerkt und in einem detaillierten Report rot markiert aufführt. Ist eine zuvor gespeicherte Datei verändert, nachdem sie vom Speicherstick wieder gelesen wurde, erscheint dies ebenfalls im Report.

Bei einer großen Speicherkarte oder einem großen USB-Stick kann die Prüfung recht lange dauern. Dies hängt zudem von der Geschwindigkeit ab, mit der sich Daten auf das Gerät speichern und davon lesen lassen. Deswegen bietet sich eine Prüfung an, wenn diese nicht die Arbeit behindert. Im Extremfall prüft man das Speichermedium einfach über Nacht.

Theoretisch ist es möglich, bereits beschriebene Datenträger mit H2Testw zu prüfen. Allerdings kann es bei einer gefälschten Speicherkarte beziehungsweise einem gefälschten USB-Stick passieren, dass die darauf befindlichen Dateien überschrieben werden. Praktisch ist es nicht zu empfehlen, nur einen Teil von einem Speichergerät zu prüfen. Am besten kopiert man die enthaltenen Daten auf ein anderes Gerät und formatiert dann das zu prüfende Speichermedium komplett mit einer Partition, damit H2testw den ganzen Speicherplatz prüfen und verlässliche Resultate liefern kann.

Gründe für Probleme

Unterschiede zwischen den gespeicherten und gelesenen Prüfdateien von H2Testw können verschiedenen Gründe haben. So kann das geprüfte Speichermedium defekt sein oder bei Betrug manipuliert, sodass mehr Speicherplatz angezeigt wird, als wirklicher Speicher verbaut wurde.

Aber nicht immer liegt der Grund am geprüften Speichermedium. So können die Probleme auch von anderen Komponenten im Computer verursacht werden. So sorgt ein defekter Hauptspeicher (RAM) ebenfalls für Problemmeldungen von H2Testw. Um dies auszuschließen, kann man den Hauptspeicher mit Memtest86+ testen.

Zudem kann ein defektes Kabel oder eine kaputte USB-Buchste das Problem verursachen. Um diese Problemursachen auszuschließen, sollte man bei einer Problemmeldung einen weiteren Test mit einem anderen Kabel an einem anderen USB-Anschluss komplett neu durchführen. Dies bedeutet, dass das Speichermedium zuerst wieder formatiert wird, sodass H2Testw noch einmal neue Prüfdateien darauf schreibt, liest und prüft. Kürzt man den Prozess ab und lässt nur die enthaltenen Dateien prüfen, kann H2Testw manche Probleme nicht erkennen.

Systemvoraussetzungen

H2testw wurde für das Betriebssystem Microsoft Windows entwickelt und unterstützt neben Windows 10 das alte Windows XP. Die Freeware gibt es nur als portable Version, die nicht installiert wird. So muss man einfach nach dem Entpacken der herunterladbaren ZIP-Datei die darin enthaltenen EXE-Datei starten. Deswegen läuft H2Testw auch unter Linux, wenn man Wine als Laufzeitumgebung verwendet.

H2Testw unterstützt prinzipiell alle Datenträger. So lässt sich neben einem USB-Stick oder einer Speicherkarte auch eine Festplatte oder SSD auf Probleme prüfen. Bei Speicherkarten werden sowohl SD-Card, Micro-SD-Card und CompactFlash unterstützt. Dabei kommt H2Testw bei einer SD-Card oder Micro-SD-Card auch mit den Typen SDHC und SDXC zurecht.

Alternativen zu H2Testw

Wer die Betriebssysteme macOS, Ubuntu, Linux Mint oder Debian nutzt, kann alternativ zu H2Testw das Kommandozeilen-Programm F3 einsetzen, das als kostenlose Freeware erhältlich ist.

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