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Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Linux
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Downloadrang: 82
Datensatz zuletzt aktualisiert: 08.08.2017
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Das Linux-Betriebssystem Ubuntu vom Hersteller Canonical wurde von dem südafrikanischen Unternehmer Mark Shuttleworth mit dem Ziel initiiert, ein umfangreiches und übersichtliches Desktop-System für jeden kostenlos bereitzustellen. Der Erfolg war da, sodass Ubuntu mittlerweile zu den beliebtesten sowie benutzerfreundlichsten Linux-Distributionen gehört und sich somit für Linux-Neueinsteiger eignet. Als Unterbau dient die alteingesessene Linux-Distribution Debian, was sich vor allem bei der Paketverwaltung bemerkbar macht, die neben Anwendungssoftware auch die ganzen Sicherheitsaktualisierungen für das Betriebssystem umfasst.

Anwendungssoftware

Ein ausgereiftes Betriebssystem wie Ubuntu braucht natürlich Anwendungssoftware. Diese ist in der Linux-Distrubution von Canonical zahlreich enthalten. Mit an Bord sind unter anderem die Browser Firefox und Chromium, der E-Mail-Client Thunderbird, der Chat-Client Pidgin und der VLC Media Player. Ergänzt werden sie um den Dokumentbetrachter Evince und das Office-Komplettpaket LibreOffice mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation- und Zeichenprogramm. Die Software ist teils vorinstalliert oder lässt sich über das Software-Center "Ubuntu Software" aus den Paketquellen von Canonical nachinstallieren. Im Vergleich zu Windows ist dies ein Sicherheitsgewinn, da man hierdurch Software aus einer sicheren Quelle bezieht.

Darüber hinaus lässt sich auch unter Ubuntu Software installieren, die nicht in den Paketquellen von Ubuntu ist. Die Installationsdateien für Ubuntu haben die Endung DEB, da Ubuntu auf der Distribution Debian basiert und denselben Paketmanager nutzt. Die Installation kann der Computer-Administrator im Terminal mit dem Befehl sudo dpkg install [Installationsdateiname.deb] durchführen. Falls ein Anbieter zu einer Software wie VirtualBox selbst Paketquellen anbietet, lassen sich diese ebenfalls in Ubuntu gemäß der Herstelleranleitung einbinden. Der Vorteil ist hier, dass sich die Software so unkompliziert aktualisieren lässt.

Ubuntu aktualisieren

Bei der Aktualisierung unterscheidet Ubuntu zwischen Sicherheitsaktualisierungen und anderen Aktualisierungen – also zum Beispiel für Anwendungssoftware. Die Vorgaben für das Aktualisierungsverhalten lassen sich unter den Systemeinstellungen ändern, die man mit Klick auf das Icon mit Zahnrad und Schraubenschlüssel öffnet. Unter "System > Anwendungen & Aktualisierungen" und dem Tab "Aktualisierungen" kann ein Systemverwalter also ein Administrator des Computers Änderungen vornehmen. Die Werkseinstellungen sind in der Regel die optimale Lösung, da hierbei die Sicherheitsaktualisierungen automatisch heruntergeladen und installiert werden. Ändern sollte man dies nur, wenn Ubuntu auf einem Notebook läuft, das unterwegs eine Mobilfunkverbindung nutzt. In diesem Fall ist die Einstellung "Sofort anzeigen" besser, wobei die Installation der Updates später manuell durchgeführt werden muss.

Sind Aktualisierungen vorhanden, erscheint in der Starter-Leiste das Icon der "Aktualiserungsverwaltung", das zur System-Aktualisierung angeklickt werden muss. Das Tool zeigt nach dem Start die ausstehenden Updates und wartet auf die Aktualisierungsbestätigung durch den Systemverwalter. Durch das Update wird neben der Systemsoftware auch die Anwendungssoftware aktualisiert, wenn sie über die Paketquellen installiert wurde. Die umständliche Einzelaktualisierung der Programme wie unter Windows entfällt. Während des Updates kann man mit Ubuntu weiterarbeiten und zum Schluss informiert die "Aktualiserungsverwaltung" darüber, ob der Rechner neu gestartet werden muss. Dies ist nicht bei jeder Aktualiserung nötig und im Vergleich zu Windows ist es wirklich nur ein Neustart, ohne die unter Windows gewohnten Konfigurationsschritte beim Neustart.

Ubuntu Versionen und Varianten

Canonical bietet Ubuntu als Standard- und LTS-Version. Die Standardversion kommt alle sechs Monate neu heraus und wird neun Monate mit Updates versorgt. Die LTS-Version gibt es alle zwei Jahre neu und wird fünf Jahr lang mit Updates versehen. Wie lange die einzelnen Versionen unterstützt werden, hängt auch vom Support des verwendeten Kernels ab.

Neben Ubuntu gibt es weitere Ubuntu Editionen mit einer Desktop-Alternative zu dem Ubuntu-Desktop Unity. Darunter sind Ubuntu GNOME mit dem Desktop Gnome, Kubuntu mit KDE, Xubuntu mit XFCE, Lubuntu mit LXDE und Ubuntu MATE mit MATE, einem aus GNOME 2 hervorgegangenen Desktop.

Ergänzend gibt es für für spezielle Einsatzzwecke und Nutzer "Edubuntu" mit Software für den Bildungsbereich, "UbuntuStudio" mit Software für Audio- und Video-Bearbeitung, "Ubuntu Kylin" für chinesische Nutzer und "Ubuntu Server", das als Serversystem ohne GUI ausgeliefert wird. Außerdem gab es mit "Ubuntu Touch" noch ein auf Ubuntu basierendes Betriebssystem für Tablets und Smartphones, das im April 2017 eingestellt wurde. Ein Schicksal, das 2014 auch die Ubuntu Cloud "Ubuntu-One" traf.

Installation

Für die Installation von Ubuntu auf dem Desktop-Computer oder Notebook lädt man zunächst die entsprechende ISO-Datei herunter und brennt diese auf eine DVD. Alternativ lässt sich das ISO-Image auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte kopieren, was unter Linux mit dem Befehl "dd" und unter Windows mit dem Programm UNetbootin geht. Generell empfiehlt es sich die 64-Bit-Version zu installieren – die 32-Bit-Version wird nur noch aus Kompatibilitätsgründen angeboten, etwa für Rechner mit wenig Arbeitsspeicher oder ohne 64-Bit-Prozessor. Allerdings sind für schwache Computer mit weniger als zwei Gigabyte Arbeitsspeicher die Ubuntu-Varianten Xubuntu und Lubuntu besser geeignet, da der Ubuntu-Desktop Unity mehr Ressourcen braucht. Die Installation läuft auch ohne Internetverbindung. Diese ist aber für Updates nötig sowie die Installation von Software und weiteren Sprachen wie Deutsch. Eine ausführliche Installationsanleitung hat Matthias in seinem Blogpost Ubuntu für Einsteiger: Download und Installation verfasst.

Erste Schritte nach der Installation

Ist Ubuntu auf dem Computer, sind beim ersten Start ein paar Arbeiten nötig. Diese lassen sich in den Systemeinstellungen erledigen, die sich hinter dem Icon mit dem Zahnrad und Schraubenschlüssel verbergen.

Wichtig dürfte für viele Nutzer die vollständige Umstellung der Sprache von Englisch auf die eigene sein. Dieses lässt sich unter "Systemeinstellungen > Alle Einstellungen > Persönlich > Sprachen" mit der blauen Flagge als Icon erledigen. Über "Sprache hinzufügen/entfernen..." lässt sich die gewünschte Sprache auswählen und über "Anwenden" installieren, was Administratorrechte voraussetzt. Die neue Sprache steht nun unten in der Liste und lässt sich mit gedrückter Maustaste nach oben schieben. Anschließend ist das Abmelden und erneute Anmelden erforderlich, damit die Sprache verwendet wird.

Der nächste Schritt betrifft die Uhrzeit. Ein Klick auf die Uhrzeit und dann auf "Zeit & Datumseinstellungen..." erlaubt anschließend die Auswahl der Zeitzone sowie die manuelle Zeiteinstellung oder alternativ die Nutzung von Zeitservern im Internet. Probleme treten häufig auf, wenn nicht nur Ubuntu auf dem Computer läuft, sondern auch Windows. Denn Windows sieht die Zeit der Hardware-Uhr des Rechners als lokale Zeit an und Ubuntu als Weltzeit (UTC). Dieses Problem lässt sich im Terminal durch Eingabe des Befehls "timedatectl set-local-rtc 1" lösen, sodass auch Ubuntu die Rechnerzeit als lokale Zeit interpretiert.

Support und Hilfe

Auch wenn Ubuntu einsteigerfreundlich ist, ist es kein reines Anwender-System. Man ist nicht dazu gezwungen, mit grafischen Tools zu arbeiten. Linux-Durchstarter und -Profis können auf der Kommandozeile arbeiten und das System nach belieben ändern. Wer nicht weiter kommt, findet in den zahlreichen Foren und Communities zu Linux, Debian und Ubuntu Unterstützung. Hervorzuheben ist das deutschsprachige Wiki von ubuntuusers.de, das viele Tipps und Tricks unter anderem zu Drucker, Scanner, Netzwerk, SSH, Samba, dd oder TexLive bietet.


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