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Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Linux
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Datensatz zuletzt aktualisiert: 05.10.2018
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Die Live-Distribution Knoppix von Klaus Knopper basiert auf der Debian-Distribution und ist bei vielen Nutzern sehr beliebt. Dies zeigen die gut besuchten Vorträge zu Knoppix von Klaus Knopper auf Messen. Entsprechend gehört Knoppix zu den beliebtesten Open-Source-Programmen und Betriebssystemen. Die Freeware steht unter der GNU General Public License (GNU GPL oder GPL) und lässt sich als Linux-Live-Distribution von der Knoppix CD oder Knoppix DVD ohne Installation nutzen.

Knoppix ist Linux für USB-Stick und SD-Card

Im Gegensatz zu vielen anderen Linux Distributionen wie zum Beispiel Ubuntu, Debian oder openSUSE ist Knoppix kein Betriebssystem, das für die Festplatte gedacht ist, sich dort aber auch installieren ließe. Denn die Knoppix-Version der Debian-Distribution ist hauptsächlich eine Linux-Live-Distribution für den Computer, die man von der Live-DVD oder Live-CD aus immer wieder neu und frisch startet. Alternativ lässt es sich auf Flash-Speicher wie einen USB-Stick oder eine SD-Karte übertragen und von dort aus als Live-System schneller starten. Auch hier vergisst Knoppix nach einem Neustart die vorgenommenen Einstellungen und gespeicherten Daten, was gerade beim Online-Banking von Vorteil ist, da so der Computer mit einem frischen System startet, das Schadsoftware enthält.

Allerdings kann sich Knoppix die vorgenommenen Einstellungen, Updates und gespeicherten Daten auf Wunsch merken. Hierzu muss beim Übertragen von Knoppix auf den Flash-Speicher jener Punkt gewählt werden, der neben dem Live-System eine Image-Datei oder extra Partition auf dem USB-Stick oder der SD-Karte anlegt. Diese enthalten dann alle Änderungen, die beim nächsten Start erhalten bleiben. So bietet Knoppix ein portables Betriebssystem, das sich auf nahezu jedem Computer einsetzen lässt, der das Booten von USB-Stick oder SD-Card unterstützt.

Knoppix bringt verschiedene Desktops mit

Knoppix lässt sich wie andere Linux-Betriebssysteme mit verschieden Desktops nutzen, wobei es KDE, Gnome und LXDE umfasst. Letzterer ist der Standard-Desktop der recht schlank daher kommt und somit die Ressourcen schont, was den Einsatz auf älteren Computern ermöglicht. Möchte man hingegen KDE einsetzen, kann man die entsprechende Bootoption beim Start angeben.

Knoppix mit Bootoptionen booten

Im Idealfall sind die Bootoptionen zum Starten von Knoppix unnötig. Man wählt einfach das Medium der Live-Distribution im Bootmenü des Computers oder über das BIOS aus und Knoppix startet.

Während dieses Starts stoppt Knoppix einige Sekunden bei einem Boot-Prompt, sodass man Bootoptionen wie zum Starten des KDE-Desktops angeben kann. Weiß man nicht, welche das sind, hilft die Taste F2 weiter, die einige Optionen für die genutzte Knoppix-Version zeigt. Umfangreich sind sie in den Cheat Codes im Wiki von Knoppix.net aufgeführt.

Neben Optionen, die den individuellen Vorlieben Rechnung tragen, gibt es jene, die mit der Hardware zu tun haben und gesetzt werden müssen, damit Knoppix überhaupt startet. Hier ist die Bootoption für das Ausschalten von ACPI zu nennen, was bei alten Computer nötig ist.

Manchmal funktionieren die Bootoptionen nicht, wenn man zum Beispiel bei einer 32-Bit-Hardware Knoppix mit 64-Bit starten will. Auch bei einem UEFI-System kann es Probleme geben. Letzteres lässt sich umgehen, wenn man im UEFI-BIOS UEFI ausschaltet, sodass der Computer in etwa wie in der Zeit vor UEFI bootet. Später darf man dann aber nicht vergessen, das Booten über UEFI wieder einzuschalten, denn sonst startet ein vorinstalliertes Windows 10 nicht.

Tools für System, Büro und Freizeit

Der Funktionsumfang von Knoppix kann sich sehen lassen. Denn Knoppix basiert auf der Debian-Distribution und bringt Software für Internet, Multimedia, Office und Systemwartung mit. Unter anderem enthält Knoppix das Office-Paket LibreOffice mit Textverarbeitung, Präsentationsprogramm sowie Tabellenkalkulation, den Browser Firefox, den E-Mail-Client Kmail und die Brennsoftware Brasero sowie K3b. Zudem sind sowohl die Virtualisierungsumgebungen VirtualBox sowie qemu-kvm enthalten, als auch Wine, durch das sich Windows-Programme ausführen lassen. Ergänzt wird dies um den Zugriff auf FTP-Server und das Erstellen von Backups zum Beispiel mit rsync.

Software für Schulen und Blinde

Den Unterricht an Schulen unterstützt Knoppix durch seinen Terminalserver, den die Schüler im Unterricht nutzen können. Zudem umfasst Knoppix Adriane, ein sprechendes Desktop-System, das Braille unterstützt. Es umfasst Funktionen zum Surfen, E-Mail-Schreiben, Erkennen von Text, Verwalten von Dateien sowie Abspielen von Musik und unterstützt so Blinde beim Arbeiten mit dem Computer und Linux Software.

► Blogpost: Knoppix: Eine kurze Anleitung für Linux-Einsteiger

Fazit

Knoppix ist sehr praktisch, wenn man auf verschiedenen Computern arbeitet und immer sein eigenes Betriebssystem nutzen will. Zudem eignen sich die Knoppix Versionen gut für die Wartung und Rettung des Systems, denn nützliche Tools wie dd, ddrescue, ntfsclone und GParted sind dabei. Entsprechend kann man Sicherungsimages erstellen und nach einem Crash wieder einspielen. Der Terminalserver ist zudem für Lehrer im Unterricht interessant und die Funktionen von Adriane helfen blinden und sehbehinderten Menschen beim Umgang mit dem Computer.

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