PUR

Page Fault In Nonpaged Area in Windows 10 - was tun?


Bild: <span>alexfan32 / Shutterstock.com</span>

Die meisten kritischen Fehler in Windows 10 sind das Ergebnis von Softwarefehlern oder nicht funktionierenden Treibern. Der Bluescreen "Page Fault in Nonpaged Area" (Seitenfehler im nicht ausgelagerten Bereich) ist jedoch in der Regel das Ergebnis von Problemen in der Hardware, insbesondere im Arbeitsspeicher (RAM). Der Fehler kann aber auch auf die falsche Verwaltung des virtuellen Speichers durch Windows zurückgeführt werden. Um die Fehlermeldung zu beheben, müssen Sie also sowohl Hardware- als auch Software-Fehler diagnostizieren.

So beheben Sie den Windows-10-Fehler "Page Fault in Nonpaged Area"

Überprüfen Sie den RAM

Wenn Sie in letzter Zeit Hardware-Änderungen an Ihrem Computer vorgenommen haben, lohnt es sich zu überprüfen, ob alles richtig eingebaut wurde. Manchmal können neue RAM-Sticks fehlerhaft sein, oder auch alte Sticks funktionieren nicht mehr. Hier sind einige Dinge, die Sie tun können, um den Arbeitsspeicher zu überprüfen. Denken Sie daran, den Computer auszuschalten und alle Kabel von den Steckdosen zu trennen, bevor Sie fortfahren.

  • Wenn Sie zwei RAM-Sticks verwenden, versuchen Sie, die Steckplätze zu tauschen.
  • Verwenden Sie jedoch nur einen einzelnen RAM-Baustein, entfernen Sie den Staub, der sich möglicherweise angesammelt hat.
  • Haben Sie einige Ersatz-RAM-Module herumliegen, dann versuchen Sie, den Arbeitsspeicher zu ersetzen und den PC neu zu starten. Wenn der Fehler danach nicht mehr auftritt, dann ist der RAM defekt.
  • Versuchen Sie, nur einen RAM-Steckplatz zu verwenden.

Aktualisieren Sie Ihre Treiber

Fehlerhafte Treiber können auf Ihrem Computer verheerende Auswirkungen haben. So können diese zum Beispiel auch zu dem Bluescreen "Page Fault in Nonpaged Area" führen. Deshalb ist es am besten, wenn Sie Ihre Treiber immer auf die neueste Version aktualisieren. Wie Sie Ihre Treiber in Windows aktualisieren, können Sie hier nachlesen.

Deaktivieren Sie Ihre Antivirus-Anwendungen

Anti-Virus-Software kann ebenfalls die Fehlermeldung in Windows 10 verursachen. Wenn Sie kürzlich eine Antiviren-Software installiert haben, sollten Sie diese deaktivieren. Verwenden Sie keine extra Software, sollten Sie den in Windows integrierten Virenschutz Windows Defender deaktivieren, damit der Bluescreen-Fehler möglicherweise behoben werden kann. Eine Anleitung zum Deaktivieren des Windows Defenders finden Sie in einem weiteren Beitrag.

Deaktivieren Sie die automatische Verwaltung der Größe der Auslagerungsdatei

Diese Methode hat eine hohe Erfolgsquote bei der Behebung des "Page Fault in Nonpaged Area"-Absturzes, da sie sich direkt mit dem virtuellen Speicher beschäftigt. Normalerweise verwaltet Windows die Größe der Auslagerungsdatei, aber wenn dies zum Absturz Ihres Systems führt, ist es am besten, diese Funktion zu deaktivieren.

Dafür machen Sie im Windows Explorer einen Rechtsklick auf "Dieser PC" und wählen dann aus dem Menü "Eigenschaften" aus. Nachdem Sie dann unten "Erweiterte Systemeinstellungen" ausgewählt haben, klicken Sie im neuen Fenster unter "Leistung" auf den Button "Einstellungen".



Wechseln Sie dann im neuen Fenster in den Tab "Erweitert" und klicken Sie dort auf "Ändern". In dem neuen Fenster deaktivieren Sie nun die Option "Dateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten". Um die Änderungen dann zu speichern, klicken Sie einfach auf "OK". Sollte der Fehler nach dem Deaktivieren der Einstellung weiterhin bestehen, ist es ratsam, diese auf dem gleichen Weg wieder zu aktivieren.

Verwenden Sie DISM und SFC zum Reparieren von beschädigten Systemdateien

DISM und SFC sind die beiden effektivsten Hilfsprogramme für die Reparatur von Systemdateien in Windows 10. Da es unendlich viele Möglichkeiten gibt, was die Fehlerursache vom Bluescreen sein könnte, wird empfohlen, beide Dienstprogramme auszuführen.

Geben Sie dafür in die Windows-Suchleiste den Begriff cmd ein und klicken Sie dann auf "Eingabeaufforderung", um diese zu öffnen. Sie benötigen dafür Administratorrechte. Geben Sie dann den Befehl DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth in die Konsole ein und drücken Sie [Enter]. Anschließend geben Sie DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth ein und drücken erneut [Enter]. Warten Sie dann, bis der Prozess abgeschlossen wurde und schließen Sie die Eingabeaufforderung.



Um nun nach DISM auch noch SFC auszuführen, öffnen Sie erneut die Eingabeaufforderung. Geben Sie anschließend SFC /scannow ein und drücken Sie [Enter]. Warten Sie dann, bis die Analyse ausgeführt und mögliche Fehler von Windows behoben wurden. Führen Sie dann einen Neustart Ihres Computers durch.

Führen Sie das Windows-Speicherdiagnose-Tool aus

Die Windows-Speicherdiagnose ist ein integriertes Windows-Dienstprogramm, das Probleme im Arbeitsspeicher überprüft und repariert. Es ist einfach zu bedienen und sehr effektiv. Gerade im Fall des Bluescreen-Fehlers ist es ratsam, das Tool auszuführen und so möglicherweise Fehler zu orten. Geben Sie dafür in die Windows-Suchleiste den Begriff "Windows-Speicherdiagnose" ein und klicken Sie dann auf das gleichnamige Ergebnis.

Wählen Sie anschließend die Option "Jetzt neu starten und nach Problemen suchen", um das Diagnosetool zu starten. Der Test kann dann bis zu einer halben Stunde dauern, da der vorhandene Arbeitsspeicher intensiv geprüft wird. Werden hier Probleme festgestellt, sollten Sie Ihren RAM austauschen. Außerdem kann es helfen, wenn Sie im BIOS das Timing für die Speicherbausteine anpassen. Wie genau Sie das erledigen, können Sie im Handbuch Ihres Mainboards nachlesen.

Stellen Sie einen Wiederherstellungspunkt her

Haben Sie nun alle Methoden erfolglos angewendet, bleibt Ihnen nur noch, einen vorherigen Wiederherstellungspunkt zurückzuspielen. Es kann sein, dass Ihr System fehlerhaft ist und Sie deshalb den Bluescreen erhalten. Wie Sie einen Wiederherstellungspunkt in Windows 10 zurückspielen, können Sie hier nachlesen.

Mehr zum Thema: