Was ist 5G?


Bild: Marko Aliaksandr/Shutterstock.com

Immer wieder ist in den Medien die Rede vom "5G-Netz". Das Mobilfunknetz der 5. Generation wurde 2019 in Deutschland als neuer Standard für mobiles Internet und Mobilfunk festgelegt. Diese Technologie ist der Nachfolger vom 4G-Netz, das auch als LTE bekannt ist. Erfahren Sie im Folgenden mehr über das Netz und seine Auswirkungen.

Was ist 5G?

Das 5G-Netz ist so schnell, dass eine Übertragung dank kurzer Latenzzeiten in Echtzeit möglich ist. Die Ladezeiten und Internetgeschwindigkeiten sollen dabei bis zu 100 Mal höher sein als bei LTE. Die Datenraten liegen bei bis zu 10 Gbit/s. Im kleinen Rahmen bedeutet das beispielsweise, dass Sie ohne Ladezeiten im gesamten Mobilfunknetz auf dem Smartphone Filme oder Serien schauen können. Der größere Rahmen ist aber wesentlich bedeutender: Eine Netzabdeckung in Echtzeit ist unerlässlich für autonomes Fahren. Nur wenn die Boardcomputer und die über Mobilfunk verbundene Technik die Daten der Strecke tatsächlich in Echtzeit erhält, kann ein sicheres Fahren gewährleistet werden.

Auch Virtual Reality beziehungsweise Augmented Reality sollen mithilfe von 5G verbessert oder in manchen Bereichen überhaupt erst möglich gemacht werden. Mithilfe von Enhanced Mobile Broadband (eMBB) können sehr hohe Datenmengen schnell und effizient genutzt werden. Außerdem soll auch das Internet of Things verbessert werden.

Die Frequenz-Bandbreite für 5G ist auch deutlich höher als die der Vorgänger. Die Hauptfrequenzen liegen im Bereich zwischen 2 GHz und 3,6 GHz. Die Frequenzen geben Aufschluss über die Qualität des Mobilfunks. Je höher eine Frequenz ist, desto mehr Daten können darüber gesendet werden. Allerdings nimmt proportional dazu auch die Reichweite ab.

Diese und weitere Frequenzen wurden und werden auch zukünftig an Mobilfunkanbieter versteigert. Die Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen ist ein übliches Vorgehen. Hierbei haben verschiedene Anbieter die Möglichkeit, das Nutzungsrecht von Frequenzen in bestimmten Gebieten zu ersteigern. Der Erlös der von der Bundesnetzagentur geleiteten Versteigerung beträgt etwa 6,6 Milliarden Euro. Das Geld soll zukünftig in den Netzausbau fließen.

Hat 5G auch Nachteile?

Die Wellen von 5G sind teilweise deutlich kürzer als die eines 4G- oder 3G-Netzes. So müssen als Konsequenz in Zukunft mehr Funkmasten aufgestellt werden, um eine gleichmäßige Netzabdeckung noch immer zu gewährleisten.

Außerdem sollten Sie bedenken, dass nicht alle derzeit aktuellen Geräte 5G nutzen können. Viele jetzt noch genutzten Smartphones könnten dafür langsam zu alt sein. Ihnen fehlt die entsprechende Technologie. Allerdings brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Nur weil es jetzt auch das 5G-Netz gibt, heißt das nicht, dass alte Frequenzen abgeschaltet werden. Der Mobilfunk auf den bekannten Frequenzen von E bis 4G wird weiterhin zusätzlich aktiv sein.

Es kommt natürlich auch wieder die Frage nach der Handystrahlung auf. Mehr zum Thema Handystrahlung in Bezug auf das 5G-Netz finden Sie in diesem Beitrag. Aber Sie können vorab schon beruhigt sein: Die Strahlenschutzkommission gibt an, dass 5G nicht gefährlich ist.

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