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Was ist ein Netzwerk?

Fast jedem ist das Wort "Netzwerk" in Verbindung mit Computern oder anderer Technologie schon einmal untergekommen. Doch was bedeutet es eigentlich, wenn Rechner miteinander "vernetzt" sind? Und kann ein Netzwerk Vorteile haben? Diese und weitere Informationen veranschaulichen wir im Folgenden.

Worum handelt es sich bei einem Netzwerk?

Grundlegend ist ein Netzwerk in der Informationstechnologie als eine Verbindung von mindestens zwei Systemen definiert. Blicken Sie auf Ihr Heimnetzwerk wird schnell klar, dass oft mehr als zwei Geräte mit dem Netzwerk verbunden sind. PCs, Laptops, Smartphones, Tablets, Konsolen und Gadgets – heutzutage ist fast alles vernetzt. Die Verbindung bzw. Vernetzung geschieht in den meisten Fällen durch eine gemeinsame Verbindung zu einem Router. Über den Router sind die Geräte aber nicht nur untereinander verbunden, sondern in den meisten Fällen auch mit dem Internet.

Tipp: Möchten Sie mehr darüber erfahren, was ein Router ist, lesen Sie diesen Beitrag.

Ein Heimnetzwerk bzw. lokales Netzwerk nennt man LAN (Local Area Network). Moderne Router funken meist drahtlos und sind nicht mehr über ein LAN-Kabel mit allen Geräten verbunden. Diese Art des Netzwerkes nennt man WLAN (Wireless LAN, also kabelloses LAN). Neben der Netzwerkfunktion wird so auch die Internetverbindung aufrechterhalten. Ein lokales Netzwerk via LAN-Kabel oder WLAN ermöglicht einige Funktionen: Die Geräte können untereinander kommunizieren und über erteilte Freigaben Zugriffsrechte auf gemeinsame Dateien und Ressourcen ermöglichen. Dadurch haben Sie als Nutzer folgenden Vorteil: Dateien können bearbeitet werden, ohne dass diese auf einen anderen Computer im Netzwerk gesendet werden müssen. Dazu muss ein gemeinsames Heimnetzwerk eingerichtet werden – auch das erklären wir im verlinkten Beitrag Schritt-für-Schritt.

Es gibt einige netzwerkfähige Geräte, bei denen es sich nicht direkt um einen Computer handelt. Dies können beispielsweise Heimserver oder Drucker sein. Der Drucker kann derart konfiguriert werden, dass jeder Benutzer im Netzwerk seine Dokumente zum Druck über die Verbindung dorthin schicken kann und der Drucker dann die Dokumente nacheinander ausdruckt. Wie Sie einen Netzwerkdrucker einrichten, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag. Ein Heimserver, etwa ein NAS, kann genutzt werden, um einen gemeinsamen Speicher für alle Netzwerk-Nutzer anzulegen. So können dort beispielsweise Bilder gemeinsam gespeichert und abgerufen werden – vergleichbar mit einer Cloud, nur eben ohne Internet. Wie Sie ein NAS einrichten, lesen Sie hier.

Untergliedert man die Arten von Netzwerken auf ihre Struktur, kann das einfachste Netzwerk als Zusammenschluss von zwei Computern dargestellt werden. Hier wird auch der Fachbegriff Peer-to-Peer-Verbindung genutzt. Bei einer Peer-to-Peer-Verbindung wird (kurzzeitig) ein Netzwerk zwischen Computern aufgebaut, die sich nicht am gleichen Ort befinden. Diese Strategie wird häufig beim Download bestimmter Programme genutzt, indem die Computer während des Downloads gleichzeitig auch als Upload-Medium genutzt werden. Heutige Netzwerke sind weitaus komplexer und bestehen aus mehreren Systemen, bedingt durch die hohe Anzahl an Endgeräten. Hier kommen sogenannte Server-Client-Netzwerke zum Einsatz. Abgebildet an Ihrem Heimnetzwerk sind alle Geräte als Clients mit dem Router verbunden. Der Router stellt in diesem Fall den zentralen Punkt im Netzwerk dar – sprich den Server. Über diesen kommunizieren die verbundenen Rechner wiederum mit dem Internet.

Weitere Arten von Netzwerken stellt das Internet of Things dar. Das Internet of Things (also das Internet der Dinge) ist ein Sammelbegriff. Damit ist in den meisten Fällen eine Vernetzung des Haushalts und ein Zusammenbringen von Computer und Smart-Geräten gemeint. So lässt sich möglicherweise die Kaffeemaschine per Knopfdruck auf dem Smartphone bedienen. Auch dies geschieht über ein lokales Netzwerk. Außerdem gibt es in vielen Firmen noch das Intranet. Dies bezeichnet ein Rechnernetzwerk, an das nur lokale Computer angebunden sind und kein öffentlicher Zugang besteht. So können Dateien firmenintern zugänglich gemacht werden. Manchmal sind auch bestimmte Websites nur auf Computern sichtbar, die dem Intranet angehören.

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