Brenn-Software


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Während früher Daten auf Disketten mit 1,4 MByte gespeichert wurden, stehen heute mit SD-Karten und USB-Sticks Speicherkapazitäten im Gigabyte-Bereich zur Verfügung. Daneben gibt es CDs, DVDs und Blu-ray-Discs, die zwischen 700 MByte und 50 GByte an Daten aufnehmen können und je nach Einsatzzweck eine Alternative zu SD-Karten und USB-Sticks darstellen.

 

Software zum Brennen von Musik, Videos, Bilder und Daten

Im Gegensatz zu Disketten und USB-Sticks lassen sich die Daten nicht so einfach auf die Disk schreiben. Um dies zu erledigen ist ein Brennprogramm wie die Software Nero, Active ISO Burner oder DeepBurner für Windows erforderlich. Sie stehen als Freeware gratis zum Download bereit oder sind als käufliche Vollversion erhältlich. Linux-Nutzer können auf die grafischen Programme K3b oder Brasero zurückgreifen, wenn sie nicht die Kommandozeile mit genisoimage, cdrecord oder mkisofts nutzen wollen. Für den Mac gibt es die Open Source Brennprogramme SimplyBurns und Burn als Download. Brennsoftware bietet einen unterschiedlichen Funktionsumfang von Brennaufgaben. Dabei reicht die Spannweite vom einfachen Brennen von Daten bis hin zur Brennsuite mit umfangreichem Authoring mit Design und Menüs. Bei Video-DVDs und -Blu-rays lassen sich hierüber die einzelnen Kapitel, die Sprache für den Ton oder Untertitel auswählen. Auch der Ländercode und Kopierschutz wird durch das Authoring hinzugefügt.

 

Daten brennen

Da USB-Sticks und SD-Karten im Vergleich zur DVD teurer sind, bietet sich diese zur Datensicherung an, wenn sie vor Kratzern und Hitze geschützt gelagert wird. Um die Dateien auf die DVD zu bringen, ist ein Brennprogramm nötig, das die CD, DVD oder Blu-ray in zwei Schritten erstellt. Der erste Schritt erstellt eine Imagedatei, die das Dateisystem ISO-9660-Format und/oder UDF sowie die zu sichernden Dateien enthält. Bei einer grafischen Oberfläche kopiert man die zu brennenden Dateien und Verzeichnisse wie bei einem Dateimanager vom Quellverzeichnis zum Disk-Verzeichnis. Dieses geht in der Regel via Drag-and-Drop, wobei sich einzelne Dateien und Ordner auswählen lassen. Außerdem kann die Disk einen Namen erhalten, der im Verzeichnisbaum angezeigt wird. Ist alles erledigt, wird aus diesen Daten ein Image erzeugt. Dieses Image wird im nächsten Schritt mit einer Software auf CD, DVD oder Blu-ray gebrannt, wofür sich vorher Optionen auswählen und ändern lassen. Dazu gehört zum Beispiel ein Brenntest, um herauszufinden, ob der Brennvorgang Fehlermeldungen produziert – ein physisches Brennen der Daten auf die Disk findet dabei nicht statt. Alternativ lässt sich der Brennvorgang ohne Test direkt "on-the-fly" brennen. Mit der Option Finalisieren gibt man an, dass die Disk nach dem Brennen der Daten abgeschlossen werden soll. Dies ist notwendig, damit sich die CD, DVD oder BD mit anderen Geräten abspielen lässt. Sollen hingegen nach dem Brennen irgendwann später einmal weitere Daten auf die Disk gebrannt werden, ist der Typ Multisession-Disk zu wählen. Einige Brennprogramme überprüfen, ob die Daten fehlerfrei gebrannt wurden. Dieses lässt sich in den Brennoptionen aktivieren und ist auch zu empfehlen da beim Brennen nicht geprüft wird, ob die Disk beschädigt ist. Eine Ausnahme ist die DVD-RAM, die eine Defekterkennung unterstützt, wodurch beschädigte Bereiche beim Brennen erkannt und übersprungen werden. Wer eine CD, DVD oder BD erstellt, um sie an Freunde oder andere Personen zum Beispiel via Internet zu verteilen, kann sich das Brennen sparen und braucht das im ersten Schritt erzeugte Image nur als ISO-Datei speichern. Dieses dürfen unsere Nutzer bereits von Linux-Distributionen gewohnt sein, die sich von heise Download als ISO-Image herunterladen lassen, um sie danach auf SD-Karte zu übertragen oder auf DVD zu brennen.

 

Datenrettung bei beschädigter Disk

Stellt sich heraus, dass Daten auf der CD, DVD oder BD defekt sind, ist zuerst ein Image von der beschädigten Disk zu erstellen. Denn schließlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zum Beispiel beim Versuch Kratzer zu entfernen zu weiteren Beschädigungen kommt. H2cdimage ist eine Freeware für Windows, die beschädigte Disks ausliest und die Daten in ein Image schreibt. Da bereits DVDs über 4 GByte groß sind, muss das Image auf einer NTFS-Partition gespeichert werden. Für Linux gibt es die Software ddrescue, dass bei Lesefehlern trotzdem weiterarbeitet, wobei auch hier darauf zu achten ist, dass keine FAT-Partition als Speicherort für das Image gewählt wird. Denn beim Fat-Dateisystem beträgt die maximale Dateigröße 4 GByte.

 

Technik optischer Datenträger

Die Compact Disc (CD), Digital-Versatile-Disc (DVD) und Blu-ray-Disc (BD) sind optische Datenspeicher, die sich zur Aufbewahrung von Daten und für die Datenrettung nutzen lassen. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen wie CD-R, CD-RW, DVD-R, DVD+R, DVD-RW, DVD+RW, DVD-RAM, BD-R und BD-RE. Die Endungen RAM, RW und RE stehen für wiederbeschreibbare Disks, die sich mehrmals beschreiben und löschen lassen. Die DVD-RAM ist wie die DVD-RW und DVD+RW wiederbeschreibbar. Sie ist auf Datensicherheit optimiert worden, lässt sich aber nicht auf allen DVD-Geräten abspielen. Bei der DVD-RW und DVD+RW ist letzteres in der Regel nicht das Problem, da moderne DVD-Geräte diese Formate kennen, die einst aufgrund von Marktinteressen eingeführt wurden. Während die CD standardmäßig 700 MByte speichern kann, sind es bei der DVD rund 4,7 GByte bei Single- beziehungsweise 8,5 GByte bei Dual-Layer. Damit bietet die DVD ausreichend Platz, um Daten, Bilder und Videos zu speichern. Noch mehr Platz bietet die Blu-ray-Disc mit 25 GByte bei Single- und 50 GByte bei Dual-Layer und eignet sich deswegen für hochauflösende Videos. Neben Dual-Layer wird auch Double-Layer oder das Kürzel DL geschrieben. Im Vergleich zur CD-ROM, DVD-ROM und BD-ROM gelangen die Daten nicht durch Pressen auf die einmal und mehrmals beschreibbaren Disks, sondern durch einen Laserstrahl, der beim Brennen die Farbschicht des Rohlings verändert. Anstellen von 0 und 1 unterscheidet man bei optischen Disks zwischen Pit und Land, wobei ein Pit beim Verändern der Farbschicht entsteht. Das Auslesen geschieht mit einem schwächeren Laserstrahl, der die Farbschicht nicht mehr verändert. Wichtig für eine lange Haltbarkeit der CD, DVD und BD ist, dass sie geschützt gelagert wird. Denn Pit und Land liegen dicht beieinander, wobei im Vergleich zur CD diese Strukturen bei DVD und insbesondere der BD noch feiner sind. Ein Kratzer kann somit Daten vernichten oder gar die ganze Disk unleserlich machen. Auch Wärme und insbesondere direkte Sonneneinstrahlung kann Schäden verursachen, was bei der Lagerung zu beachten ist.

 

Dateiformate für CD, DVD und BD

Wie bei SD-Karte, USB-Stick und Festplatte befindet sich auf der CD, DVD oder Blu-ray-Disc ein Dateisystem. Dabei kommt das ISO-9660-Format oder Universal Disk Format (UDF) zum Einsatz. ISO-9660 ist seit den 1980ern ein Standardformat für die CD und wurde über die Zeit erweitert. Dies war nötig, um zum Beispiel Dateien mit langen Dateinamen auf optische Datenträger zu brennen. Joliet und Rockridge ergänzen den ISO-9660-Standard. Joliet ist ein eigenständiges Dateisystem, das Dateinamen bis 64 Zeilen und mit Pfad bis 120 Zeichen erlaubt. Rockridge verwaltet Dateirechte, Eigentümer und Gruppe, wie sie bei UNIX beziehungsweise Linux üblich sind. Das Universal Disk Format (UDF) löst das alte ISO-9660-Format ab, da es Dateinamen bis 255 Zeichen und Pfadlängen bis 1023 Zeichen unterstützt. Ergänzend sind 32760 Unicode-Zeichen erlaubt. UDF gibt es in verschiedenen Versionen, die ältere Betriebssystemen aber nicht unbedingt unterstützen. Wer eine die beste Kompatibilität mit älteren Systemen erreichen will, sollte UDF bis Version 1.02 nutzen, dass sich zusammen mit dem ISO-9660-Format auf eine CD oder DVD brennen lässt. Für wiederbeschreibbare CDs und DVDs ist mindestens Version 1.5 notwendig und Blu-rays erhalten ab Version 2.5 Unterstützung.

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