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Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, OS X, keine näheren Angaben, Linux
Download-Größe: 8916 KByte bis 19401 KByte
Downloadrang: 26
Datensatz zuletzt aktualisiert: 20.10.2016
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VeraCrypt ist aus dem Verschlüsselungsprogramm TrueCrypt hervorgegangen und gehört somit zu den beliebtesten Open-Source-Programmen. Die Freeware kann verschlüsselte Container erstellen sowie Festplatte, SSD, USB-Stick und SD-Karte verschlüsseln. Die Bedienung von VeraCrypt ähnelt der von TrueCrypt, denn die Verschlüsselungssoftware nutzt Teile des Codes von TrueCrypt 7.1a.

VeraCrypt ist keine Reaktion auf das Projektende von TrueCrypt im Jahre 2014. Denn VeraCrypt wurde von seinem franzöischen Entwickler bereits im Juni 2013 fertiggestellt und war schon eine TrueCrypt-Alternative, als das Projektende von TrueCrypt noch nicht abzusehen war. Mit dem Ende von TrueCrypt gilt VeraCrypt als TrueCrypt-Nachfolger und übernimmt dessen Rolle als plattformübergreifendes Verschlüsselungsprogramm für Windows, Mac und Linux sowie den Raspberry Pi.

VeraCrypt ist sicherer als TrueCrypt

TrueCrypt hatte immer das Manko, dass niemand so richtig wusste, wer eigentlich hinter dem Projekt steht und ob Hintertürchen eingebaut sind. Dieses hat sich im Nachhinein als unbegründet herausgestellt, aber dennoch ließ die Sicherheit von TrueCrypt zu Wünschen übrig. Denn die nun eingestellte Sicherheitssoftware zur Verschlüsselung hat in der letzten noch erhältlichen Version Sicherheitslücken.

Diese sind in VeraCrypt geschlossen. Aber das ist nicht alles, denn die Sicherheitssoftware kann auch bei der Verschlüsselung punkten. So nutzt VeraCrypt im Vergleich zu TrueCrypt bei der Verschlüsselung der Systempartition mit PBKDF2-RIPEMD160 327661 anstatt 1000 Iterationen und bei den Containern 655331 Iterationen anstatt 2000. Außerdem gibt es Verzögerungen beim Öffnen verschlüsselter Partitionen, die für den berechtigten Eigentümer ertragbar sind, aber für Cracker sowie Hacker mehr Aufwand bedeuten. Denn beim Versuch, verschlüsselte Laufwerke oder Container zu entschlüsseln, kommen unter anderem Brutforce-Angriffe zum Einsatz, um das Passwort herauszufinden. Hierbei werden Millionen möglicher Passworte ausprobiert, sodass jede Verzögerung die Zeit zum Finden des richtigen Passworts deutlich erhöht. Entsprechend reduziert sich so die Wahrscheinlichkeit, die Verschlüsselung zu knacken, was das Computer-System sicherer macht.

Festplatten verschlüsseln

Um private Dateien sicher vor einem unberechtigten Zugriff zu schützen, reicht es, diese in einem verschlüsselten Container zu speichern. Bei dem Container handelt es sich um eine Datei, die sich auf beliebigen Laufwerken und in der Cloud speichern lässt.

Um den Datenschutz zu gewährleisten, reicht die Verschlüsselung von Dateien in einem Container nicht immer aus. Deswegen lassen sich mit VeraCrypt, wie bei TrueCrypt, auch die magnetische Festplatte, SSD, Partition, SD-Karte oder der USB-Stick komplett verschlüsseln.

Unter Windows bietet VeraCrypt somit eine Open Source Alternative zu Bitlocker von Microsoft. Denn angesichts der Informationen, die durch den Whistleblower Edward Snowden bekannt wurden, stellt sich die Frage, ob Geheimdienste die Bitlocker-Verschlüsselung umgehen können.

Kompatibilität zu TrueCrypt-Containern

Wer verschlüsselte TrueCrypt-Container angelegt hat, kann diese in der Regel mit VeraCrypt öffnen und den Inhalt nicht nur lesen, sondern auch schreiben. Dazu muss nach Auswahl des TrueCrypt-Containers und Klick auf "Mount" der Haken vor "TrueCrypt Mode" gesetzt werden. Falls es Probleme geben sollte, bleibt ein Versuch im Read-Only-Modus, wonach sich der Ordner zumindest zum Lesen öffnen lässt. Mit VeraCrypt erstellte Ordner kann TrueCrypt hingegen aber nicht öffnen. Dies dürfte Nutzer von TrueCrypt aber nicht verwundern, da TrueCrypt-Container einer neueren TrueCrypt Version auch nicht von einer älteren geöffnet werden können.

Verschlüsselung für Windows, Linux und Mac OS X

Die Verschlüsselung mit VeraCrypt ist unter Windows, Linux und Mac OS X möglich. Die entsprechenden Setup-Dateien sind in unserem Downloadbereich oder auf der Projektseite von VeraCrypt erhältlich. Diese müssen unter Windows und Mac OS X wie gewohnt ausgeführt werden. Linux-Nutzer erhalten eine Archivdatei, die zuerst ausgepackt wird. Danach erfolgt die Installation der 32- oder 64-Bit-Variante, wobei man die Wahl zwischen der Kommandozeilen-Version oder der mit Benutzeroberfläche (GUI) hat. Bei den Linux-Varianten gibt es zudem eine für den Mini-Computer Raspberry Pi. Hier fehlt leider bei der Distribution Raspbian noch eine Bibliothek. Das entsprechende Paket lässt sich mit dem Debian-Tool apt-get nachinstallieren.

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