TrueCrypt

TrueCrypt Foundation

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Zum Download
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Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Linux, OS X, keine näheren Angaben, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8
Download-Größe: 2349 KByte bis 9303 KByte
Downloadrang: 17
Datensatz zuletzt aktualisiert: 20.06.2016
Alle Angaben ohne Gewähr

Hinweis: Die aktuelle Version 7.2 der Verschlüsselungs-Software TrueCrypt schränkt den Funktionsumfang drastisch ein. Sie wurde von den Entwicklern nur noch zum Umstieg auf andere Programme wie Bitlocker bereit gestellt. Wir bieten hier weiterhin die vollständige Vorgängerversion 7.1a zum Download an. In unserem Themen-Special finden Sie zudem interessante Alternativen zu TrueCrypt.


Für geschützte Daten auf dem eigenen Rechner sorgt das Verschlüsselungs-Werkzeug TrueCrypt. Mit umfangreichen Encryption-Funktionen kann man seine Daten vor unbefugtem Zugriff schützen - für die Sicherheit im Alltag, aber auch für den Fall, dass der Laptop oder das externe Laufwerk einmal verloren geht oder gestohlen wird.

TrueCrypt verschlüsselt Daten und System

Zum Schutz von eigenen Dateien kann TrueCrypt einzelne Datenpartitionen, Laufwerke und Ordner verschlüsseln, aber auch komplette Windows Partitionen lassen sich vor Zugriff schützen. Anwender können so neben ihren Daten auch das komplette System vor unbefugten Zugriffen sichern - vertrauliche Dokumente und Konfigurationsdaten eingeschlossen. Einmal gesichert, fährt das Betriebssystem nur noch nach Eingabe des korrekten Passworts hoch - zusätzlich zu denen, die Windows Benutzerkonten standardmäßig schützen.

Verschlüsselung per USB-Stick

TrueCrypt ist auch portabel verfügbar, sodass man es jederzeit per USB-Stick mitnehmen und so auch weitere Mac-, Linux- und Windows-Rechner sichern kann. Zusätzlich kann das Tool komplette verschlüsselte Volumes auch auf Wechselmedien ablegen. Unser Themen-Special Windows verschlüsseln zeigt Schritt für Schritt, wie man TrueCrypt vor der Verschlüsselung einrichtet die größtmögliche Sicherheit aus der Software herausholt. Das Special bezieht sich zwar noch auf Version 5.1a, das Grundprinzip gilt aber auch für die von uns empfohlene Version 7.1a.

Das Ende von TrueCrypt

TrueCrypt wird seit Mai 2014 nicht mehr weiterentwickelt. Die neueste Version 7.2 ist für den alltäglichen Gebrauch nicht geeignet und dient nur für den Umstieg auf andere Verschlüsselungs-Software. Wir empfehlen daher ausdrücklich, die Vorgänger-Version 7.1a zu benutzen, die bei uns zum direkten Download zur Verfügung steht. Desweiteren enthält TrueCrypt Sicherheitslücken, was ebenfalls der Einstellung des Projekts geschuldet ist.

TrueCrypt ist ein Sicherheitsrisiko

Wer TrueCrypt noch nutzt, hat ein Sicherheitsproblem: Sicherheitsstandards entwickeln sich weiter, sodass sich eine alte Verschlüsselung im Laufe der Zeit hacken lässt. Hinzu kommt noch, dass Bugs in der letzten vollständigen Version 7.1a von TrueCrypt enthalten sind, die nach Einstellung des Projekts nicht mehr geschlossen werden. Bugs sind Fehler im Quellcode, die prinzipiell in jeder Software vorkommen, aber bei der Programm-Pflege geschlossen werden. Durch das Installieren der aktuellen Updates reduziert sich das Sicherheitsrisiko durch Programmierfehler. Aber da TrueCrypt nicht mehr gepflegt wird, ist die Gefahr groß, dass die Bugs für Angriffe genutzt werden.

Von den 11 gefundenen Schachstellen ist auch die Verschlüsselung der Volume Header betroffen. Die Funktion, die aus dem gewählten Passwort einen Schlüssel für die Verschlüsselung erstellt, wurde bei TrueCrypt zu schwach umgesetzt, sodass das Knacken der Verschlüsselung durch Brute-Force-Angriffen möglich ist. Die einstigen Bedenken, dass in TrueCrypt Hintertüren eingebaut wurden, sind aber laut dem Artikel TrueCrypt geprüft: Keine Backdoor, laxe Programmierstandards auf heise Security unbegründet.

VeraCrypt ist das neue TrueCrypt

Wer sich an die Bedienung von TrueCrypt gewöhnt hat, kann ohne großes Umlernen zu VeraCrypt wechseln. VeraCrypt entstand bereits vor dem Ende von TrueCrypt und ist aus Teilen des Quellcodes von TrueCrypt 7.1a hervorgegangen.

Die Freeware verschlüsselt wie TrueCrypt das Betriebssystem, Festplatten und USB-Sticks. Außerdem legt VeraCrypt verschlüsselte Container-Dateien an und kann Container-Dateien, die unter TrueCrypt angelegt wurden als Volume, also als Laufwerk, in das System einbinden. Dadurch lassen sich die in vorhandenen TrueCrypt-Container-Dateien enthaltenen Dateien bearbeiten. Was den Wechseln von TrueCrypt zu VeraCrypt erleichtert.

Die Bedienung von VeraCrypt unter Windows, Mac OS X oder Linux entspricht der von TrueCrypt und unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht. Aufpassen muss man aber beim Öffnen von vorhandenen TrueCrypt-Container-Dateien, weil dafür ein extra Haken zu setzen ist. Wird der Vergessen, scheitert der Vorgang trotz richtigem Passwort.

Eine mit VeraCrypt neu erstellte, verschlüsselte Container-Datei lässt sich nicht mit TrueCrypt öffnen. Aber im Prinzip ist das nichts Neues: Unter TrueCrypt ließ sich eine Container-Datei, die mit der neusten Version erstellt wurde, auch nicht von einer älteren öffnen.

Der Umstieg von TrueCrypt auf VeraCrypt bietet mehr Sicherheit. VeraCrypt enthält nicht die Schwachstellen von TrueCrypt 7.1a und nutzt zum Beispiel zum Erstellen des Schlüssels aus einem Passwort mindestens 327661 Iterationen anstatt der 1000 bei TrueCrypt. Wer VeraCrypt auf dem Rasperry Pi einsetzt, wird dies schon dadurch merken, da hier das Öffnen einer VeraCrypt-Container-Datei länger dauert, als bei einer TrueCrypt-Container-Datei.


Informationen zum Umstieg von TrueCrypt auf VeraCrypt finden sich auch im heise Download Blog Verschlüsselung ohne Truecrypt - Veracrypt übernimmt.

> VeraCrypt hier kostenlos herunterladen


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