| Webseite: | Website besuchen |
| Preis: | kostenlos |
| Lizenz: | Open Source |
| Betriebssystem: | Linux |
| Download-Größe: | keine Angabe |
| Downloadrang: | 2471 |
| Datensatz zuletzt aktualisiert: | 19.05.2026 |
| Alle Angaben ohne Gewähr | |
Mit dem kostenlosen Webmin lassen sich Unix- und Linux-Server über eine webbasierte Oberfläche verwalten. Die Open-Source-Software bündelt zahlreiche Standardmodule, mit denen sich Benutzerkonten, Dienste, Netzwerk- und Systemeinstellungen sowie Server-Software wie Apache, Nginx, BIND oder MySQL konfigurieren lassen. Die Bedienung erfolgt im Browser, sodass eine entfernte Administration ohne zusätzliche Client-Software möglich wird.
Webmin
Modulare Verwaltung von Servern
Webmin folgt einem modularen Aufbau, wobei sich die mitgelieferten Module in Kategorien wie System, Server, Netzwerk, Hardware, Werkzeuge und Cluster gliedern. Über die jeweiligen Module lassen sich unter anderem Apache HTTP Server, Nginx, DNS-Zonen via BIND, Datenbanken auf Basis von MySQL oder MariaDB sowie Firewall-Regeln per nftables einrichten. Zusätzlich existieren zahlreiche Module von Drittanbietern, die nachinstalliert werden können. Nicht genutzte Module landen in einer eigenen Kategorie und tauchen erst auf, sobald die zugehörige Software auf dem System vorhanden ist.
Konfigurationen ändern
Webmin verändert vorhandene Konfigurationsdateien erst dann, wenn über die Oberfläche tatsächlich Änderungen vorgenommen werden, wodurch die ursprüngliche Konfiguration zunächst unangetastet bleibt. Über das Modul "Webmin Users" lassen sich Konten anlegen, denen sich gezielt einzelne Module zuweisen lassen, etwa um einem Benutzer nur den Zugriff auf eine bestimmte Apache-Instanz oder DNS-Domain zu gestatten. Bei aktivierter ausführlicher Protokollierung speichert die Software sämtliche durchgeführten Aktionen samt geänderter Dateien, sodass sich Änderungen später im Modul "Webmin Actions Log" nachvollziehen lassen.
Zertifikat basierte Sicherheit
Webmin unterstützt verschlüsselte Verbindungen per SSL, wobei zunächst ein selbst erzeugtes Zertifikat zum Einsatz kommt, das Browser als nicht vertrauenswürdig kennzeichnen. Für produktive Umgebungen empfiehlt sich daher ein Zertifikat von Let’s Encrypt, das sich laut Hersteller direkt aus Webmin heraus beziehen lässt.
Verfügbarkeit
Webmin steht für Linux-Distributionen sowie für Solaris und BSD-Systeme bereit, wobei sich die Installation auch über ein eigenes Paket-Repository einrichten lässt. Eine offizielle Variante für Microsoft Windows existiert laut Entwicklern nicht. Ergänzend gibt es Usermin, das einzelnen Unix-Nutzern eine vergleichbare Oberfläche für persönliche Einstellungen wie E-Mail oder Passwortänderungen bietet.
Alternativen zu Webmin
Zur Server-Administration über den Browser existieren mehrere ähnliche Lösungen. Cockpit, das in vielen aktuellen Linux-Distributionen mitgeliefert wird, bietet eine modernere, auf systemd zugeschnittene Oberfläche. Kommerzielle Kontrollpanels wie cPanel oder Plesk konzentrieren sich auf Hosting-Szenarien mit Domains, Mailkonten und Datenbanken, sind aber kostenpflichtig. Das ebenfalls quelloffene Virtualmin baut direkt auf Webmin auf und ergänzt es um Funktionen zur Verwaltung virtueller Hosts, womit es sich gezielt an Hosting-Anbieter richtet.
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