SLENDER

Parsec Productions

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4.7
3 Stimmen
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10
Hersteller: » Zur Website
Preis: kostenlos
Lizenz: Kostenlos
Betriebssystem: Windows NT, Windows 2000, Windows ME, OS X, keine näheren Angaben, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, Windows, keine näheren Angaben
Download-Größe: 57344 KByte bis 64899 KByte
Downloadrang: 2226
Datensatz zuletzt aktualisiert: 04.10.2016
Alle Angaben ohne Gewähr

"Helft mir!" steht in gehetzt wirkenden Lettern auf einer von acht Seiten eines Manuskripts, die der Spieler in SLENDER in einem nächtlichen Waldstück finden muss. Die Seite hängt an einem verlassenen Truck zwischen einer Unzahl von hohen Bäumen. Die Umgebung ist nur mithilfe der Taschenlampe in der Hand des Spielers sichtbar. Warum das Manuskript gefunden werden muss, ist unbekannt. Genauso, wem der Truck gehört oder das leere Haus in der Mitte des Waldes. Eines der wenigen Dinge, die man früh herausfindet: Die hochgewachsene, gesichtslose Gestalt im Anzug, die manchmal zwischen den Bäumen auf den Spieler zu warten scheint, nicht zu lange anzublicken. Tut man es doch, verschwimmt die Sicht und das Letzte, was vor dem Bildschirmtod zu sehen ist, sind die unnatürlich verlängerten Gliedmaßen des "Slender Man" – einer seit 2009 im Internet kursierenden Mythos-Gestalt, die bereits in Foto und Film Verbreitung gefunden hat. Und mit SLENDER nun eben auch im Computerspiel-Universum.
Vor dem Start des Spiels können nur Bildschirmauflösung und Tastenbelegung eingestellt werden, danach geht es ohne Menü oder Erklärung in den finsteren Wald. Der Hinweis "Finde acht Manuskriptseiten" bleibt der einzige, alles Weitere muss der Spieler selbst herausfinden. Und das in für 50 Megabyte Downloadgröße erstaunlich stimmungsvoller 3D-Grafik- und Soundkulisse. Einige Manuskriptseiten sind immer an denselben Stellen zu finden, andere werden bei jedem Spielstart neu in der Welt verteilt - an Bäumen, in einem dunklen Tunnel oder in dem Haus mit den Zimmern, die je nur einen Ein- und Ausgang haben. Und mit jeder Seite, die man einsammelt (die einzige Funktion der linken Maustaste), wird das Spiel schwieriger. Der "Slender Man" hat immer mehr Interesse am Spieler, taucht dichter hinter ihm auf, verfolgt ihn mit immer verstörenderer Gewissenhaftigkeit. Nach einigen Manuskriptseiten hetzt der Spieler nur noch durch den Wald, vor Furcht kaum mehr gewillt, sich umzusehen oder in den Wald zu schauen, aus Angst, das gesichtslose Antlitz näher bei sich zu erblicken als erwartet. Und nichts kann gegen diesen einzigen, fatalen Gegner in SLENDER unternommen werden. Amnesia: The Dark Descent sehr ähnlich, gibt es keine Waffen, die dem Spieler helfen; die einzigen Möglichkeiten zur Rettung sind die Flucht, das Verstecken oder das Ausschalten der Taschenlampe, damit der Anzugträger nicht aufmerksam wird. Allerdings ist dann auch für den Spieler nichts zu sehen, außer dem sternenbedeckten Himmel. Zu hören sind dann nur die nächtlichen Geräusche des Waldes oder das Kreischen in den eigenen Ohren, wenn der "Slender Man" nahe ist. Sieht man ihn zu lange an, wird das Sichtfeld getrübt und zuckende Gliedmaßen scheinen aus seinem Rücken zu sprießen, bevor er den Spieler schließlich kriegt und SLENDER beendet wird.
Wer Unterstützung auf der Flucht vor dem "schlanken Mann" braucht, der kann sich hier ein paar Hinweise holen, die vielleicht beim Lösen von SLENDER helfen, mit Sicherheit aber noch mehr verstören.

Fanentwickler von SLENDER sind begeistert. Und offensichtlich fleißig. So sind mittlerweile bereits drei zusätzliche spielbare Maps unter dem Namen Slendermans Shadow entstanden - eine morbider als die andere. Nun können sich Freunde des gepflegten Gruselns auch in einer Irrenanstalt, einem Sterbe-Hospiz oder einer Grundschule dem gesichtslosen Anzugträger stellen. Alle Orte sind Genre-gefällig verlassen, verfallen und mit unheimlichen Requisiten gefüllt. Die zu findenden Objekte reichen nun von einem achtteiligen Gedichtvers zu einem in acht Stücke gerissenen Teddybären. Wie gewohnt, helfen dem Spieler nur seine Taschenlampe - deren Batterie nun nach einiger Zeit versagt - und eine rasche Flucht, sollte der Slenderman in seinem Gesichtsfeld auftauchen. Auch die Spielgrafik wurde aufgepeppt. Auf der Website der Entwickler werden auch weitere Karten in Aussicht gestellt - zunächst ist mit Slender Mansion ein verlassenes Herrenhaus an der Reihe. Hier können Fans außerdem spenden, um die Entwicklung weiterer Spielerweiterungen voranzutreiben. (Julius Beineke)

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