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Die besten Funktionen des VLC media player

Sieben Tipps und Tricks für den beliebten Mediaplayer

Der VLC media player kann weit mehr als nur Videos und Musik abspielen. Ich habe mal unter die Haube geschaut und zeige sieben nützliche Features, die das Programm versteckt.

Das Projekt VideoLAN erfreut die Endanwender-Gemeinde schon seit Jahren mit dem kostenlosen, freien, quelloffenen VLC media player. Der Open-Source-Medienplayer findet sich auf vielen Desktop-PCs und Laptops - egal ob unter Windows, Linux oder Mac OS X - sowie dank passender Portierungen auch auf Mobilgeräten unter iOS, Android und Windows Phone. Wacker schlägt sich das Programm mit nahezu allen mehr oder weniger gängigen Datei-Formaten und Codecs herum, unterstützt auch eher obskure Formate, streamt ins Netzwerk, kann sogar beschädigte Dateien wiedergeben und ist auch sonst generell mit die beste Wahl, wenn es um den Umgang mit Medien aller Art geht. Dadurch ist VLC natürlich auch eine lohnenswerte Alternative zu anderen Playern wie dem Windows Media Player oder WinAmp. Die sind beide natürlich auch nicht schlecht, bieten aber an manchen Stellen etwas weniger in Sachen Features, Komfort und Kompatibilität - "Lücken", die sie andernorts wieder mit Stärken ausgleichen.

Der VLC media player kann aber noch weitaus mehr, als einfach nur Musik und Filme abzuspielen oder CDs, DVDs und derartige Medien wiederzugeben. Eine ganze Menge mehr, um genau zu sein. Einige der Features sind jedoch recht tief in den Menüs des Programms verbuddelt. Ich habe mich durch die vielen Fenster, Dialoge und Menüs gehangelt und sieben Funktionen herausgesucht, die das Standard-Einsatzgebiet des kostenlosen Players ordentlich erweitern. Im folgenden stelle ich diese Features vor und gebe in den Bilderstrecken eine kurze Anleitung, wie man die Funktionen aufrufen und nutzen kann.

Es ist für manche kein Geheimtipp mehr, aber dennoch immer wieder erwähnenswert, da man es gerne mal vergisst: der VLC media player lässt sich auch als Streaming-Client für diverse Internet-Streams verwenden - etwa YouTube-Videos und dergleichen. Mit ein wenig Getrickse könnt ihr diese Funktion außerdem dafür nutzen, um Medien wie etwa besagte YouTube-Videos aus dem Netz herunterzuladen und lokal zu sichern. Passt das Format noch nicht, kann man dieses auch mit dem VLC media player konvertieren und so etwa auch die Audiospur von Videos extrahieren, um diese dann beispielsweise als MP3-Datei zu speichern.

Anleitung: Medien in VLC streamen und herunterladen (3 Bilder)

Zum Streamen müsst ihr unter "Medien" einen "Netzwerkstream öffenen" und die URL des Videos in das entsprechende Fenster kopieren. Mit Klick auf "Wiedergabe" zieht der VLC media player den Stream aus dem Netz in den Player, sodass ihr ihn dort ansehen und steuern könnt.

Wie gerade erwähnt, lässt sich VLC auch als Medien-Converter nutzen. Habt ihr beispielsweise Audio- oder Videodateien in einem Format vorliegen, mit denen ein bestimmtes Programm oder Gerät nichts anfangen kann, kann man die Datei passend umwandeln. Dafür gibt es ohne Ende - auch kostenlose - Software im Netz, man kann sich jedoch auch einfach fix mit dem VLC media player behelfen und damit das Medium ins gewünschte Format bringen. Weiß man nicht genau, welches Dateiformat von diesem oder jenem Gerät benötig wird, lassen sich bei den Profilen auch bestimmte Geräte oder Ausgabezwecke wählen. Darunter beispielsweise Apple- und Android-Devices oder bestimmte TV-Geräte sowie etwa YouTube oder der DivX-Player. So kann man Dateien beispielsweise in MPEG-Formate wie MP4 und MOV bringen (über die erweiterten Profil-Einstellungen auch in AVI). Oder Musik als WMV für das Brennen auf CD oder DVD fit machen. Ebenso lässt sich wählen, ob die konvertierten Dateien in Standard Definition oder HD sein sollen.

Anleitung: Medien konvertieren mit VLC (3 Bilder)

Um mit der Umwandlung im VLC media player zu beginnen, müsst ihr über den Menüpunkt "Medien" - "Konvertieren/Speichern" den entsprechenden Dialog öffnen. Unter Datei lassen sich per "Hinzufügen" alle zu konvertierenden Dateien importieren. 

Haben Sie ein Video im VLC media player laufen, lassen sich während des Abspielens verschiedene Veränderungen vornehmen. So kann man beispielsweise die Video-Geometrie verändern - Videos lassen sich etwa drehen (etwa bei Unfällen, die beim Vorbeugen des notorischen Smartphone-Hochkant-Film-Syndroms passiert sind), spiegeln oder an den Rändern beschneiden. Auch ansonsten kann man viel Einfluss auf laufende Videos nehmen. Overlays wie Logos oder Wasserzeichen kann man einblenden lassen und Videos mit derartigen Veränderungen auch wieder exportieren, sodass diese dann fest im Video integriert sind. Außerdem lassen sich laufende Videos als "Wand" aus Fenstern abspielen. Diese Einzelfenster kann man dann beispielsweise auf einer Monitor-Wand im Multi-Screen-Modus verteilen und so übergroß abspielen.

Anleitung: VLC-Videos mit Effekten versehen (3 Bilder)

Zugriff auf die Video-Effekte des VLC media player habt ihr über "Werkzeuge" - "Effekte und Filter". Unter dem dortigen Reiter "Videoeffekte" kann man das laufende Video bei "Geometrie" beispielsweise frei im Mediaplayer drehen.

Wenn man möchte, kann man den Multimedia-Player außerdem auch für Screencasting nutzen - also das Aufzeichnen des Bildschirms und der dort laufenden Vorgänge. So kann man Beispielsweise kurze Schnappschüsse, Tutorials oder dergleichen erstellen und dann mit anderen teilen. Zum Erstellen von GIFs kann das Feature ebenfalls hilfreich sein. Bildschirminhalte lassen sich in beliebiger Framerate und in frei wählbarem Format aufzeichnen und speichern. Der Mauszeiger wird mit aufgezeichnet - Ton jedoch nicht. Den kann man in separater Quelle aufzeichnen und die zwei Spuren dann hinterher vereinen. Für Screencasting mit Ton gibt's jedoch auch bessere Alternativen, etwa OBS Studio, Bandicam oder Jing. VLC eignet sich hier eher für schnelle, kleine, rein visuelle Demonstrationen.

Wichtige Anmerkung: Viele Nutzer berichten, dass die Screencast-Funktion des VLC media players seit Version 2.1.6 nicht mehr funktioniert und es häufig zu Abstürzen kommt. Die letzte Programm-Version, bei der es nachweislich zu kaum Problemen kommt, ist daher die Version 2.1.5. Diese bieten wir aus diesem Grund auch weiterhin zum Download bei uns an – zusätzlich zur aktuellen Version, natürlich.

Anleitung: Screencasting mit VLC (3 Bilder)

Um einen Screencast mit dem VLC media player zu beginnen, müsst ihr unter "Medien" ein "Aufnahmegerät öffnen" und dort den Aufnahmemodus "Desktop" wählen. Unter Optionen könnt ihr anschließend die gewünschte Framerate eingeben, in der das Video aufgenommen werden soll. Je höher die Framerate, desto flüssiger das Video - und desto größer die ausgegebene Datei. 

Wenn Sie Ihren VLC Player gerne dafür nutzen, um Ihren Rechner in ein Mediacenter zu verwandeln, dann möchten Sie vielleicht auch gerne gemütlich von der Couch aus Musik hören oder Filme sehen, ohne dabei am Computer zu sitzen. Hier wäre es natürlich praktisch, den Multimediaplayer mit einem Mobilgerät fernsteuern zu können. Das geht - wie praktisch! Einerseits gibt es passende Mobil-Apps für iOS-, Windows-Phone/Mobile- und Android-Geräte, meist in kostenpflichtiger oder kostenloser, abgespeckter Form. Andererseits bietet VLC auch einen hauseigenen HTTP-Server, mit dem man den Player dann über das Web mithilfe von Smartphone und Tablet - oder natürlich theoretisch jedem anderen verbundenen Gerät - fernsteuern kann. Wie die Einrichtung funktioniert, zeigen wir in der Bildergalerie

Anleitung: VLC per Server fernbedienen (3 Bilder)

Um die Server-Fernsteuerung für den VLC media player einzurichten, müsst ihr unter "Werkzeuge" die "Einstellungen" öffnen und diese unten links von "Einfach" auf "Alle" umschalten. Setzt bei "Hauptinterfaces" den Haken im Kästchen "Web".

Mit Sicherheit wissen viele, dass man den VLC media player als umfangreichen Web-Radio-Client benutzen kann. Unmengen an Internet-Radios lassen sich direkt in das Programm streamen - über einen entsprechenden Filter kann man dem eigenen Musikgeschmack genau das richtige zu Gemüte führen. Nicht so viele unter Ihnen dürften jedoch wissen, dass man auch ganz einfach Podcasts in VLC abonnieren kann. Diese kann das Programm natürlich auch abspielen und außerdem stets aktuell halten, indem es sich immer mit dem passenden RSS-Feed synchronisiert. Man benötigt dafür nur die URL des Feeds und natürlich den VLC Player. So geht's:

Anleitung: Podcasts in VLC abonnieren (3 Bilder)

Auf Internet-Radios könnt ihr zugreifen, indem ihr im Menü "Ansicht" die "Wiedergabeliste" aktiviert. Dort findet ihr auf der linken Seite unter "Internet" das "Icecast Radio Directory". Dieser listet euch alle gefundenen Sender auf - und das sind eine ganze Menge. In der Sortier-Leiste könnt ihr per Rechtsklick die Kategorie "Genre" hinzufügen und die Liste anschließend filtern. Über "Icecast Radio Directory" findet ihr außerdem "Podcasts".

Der VLC media player kann schon in der Standardausführung so einiges. Die meisten Funktionen kommen ab Werk, auch zusätzliche Codecs muss man für gewöhnlich nicht herunterladen. Dennoch kann man das Programm mithilfe des integrierten Plugin-Managers beispielsweise um zusätzliche Features, Dienste und Skins erweitern. So lässt sich der Look des Players bearbeiten oder das Interface mit praktischen Player-Funktionen verbessern.

Anleitung: VLC mit Plug-ins erweitern (3 Bilder)

Der Plugin-Manager des VLC media player lässt sich unter "Werkzeuge" und "Plugins und Erweiterungen" öffnen. Hier sieht es erst einmal leer aus - das liegt daran, dass nur bereits installierte Erweiterungen angezeigt werden. Nach einem Klick auf "Zusätzl. Erweiterungen im Netz finden" sieht das aber schon ganz anders aus. Die Liste ist noch ungefiltert und voll - über die verschiedenen Buttons könnt ihr euch einzelne Kategorien ansehen.

Mit den hier gezeigten Kniffen und Features haben Sie nun die Möglichkeit, noch ein bisschen mehr aus dem VLC media player herauszuholen. Sei es nun mehr Streaming-Power, mehr Flexibilität oder mehr Komfort. Wofür auch immer man ihn nutzt, man sollte vor Download und Installation einen genauen Blick darauf werfen, welche Version der Software man benötigt. Da VLC auch noch auf vielen älteren Betriebssystemen läuft, gibt's ihn in einer 32- und einer 64-bit-Version.

Praktisch ist außerdem, dass man den Multimedia-Player auch auf Wechselmedien mitnehmen und von dort aus ohne Installation starten kann. Dafür benötigt man jedoch die passend benannte Variante VLC Media Player Portable, die man separat bei uns zum Download findet.

➤ VLC media player herunterladen

Kennen Sie weitere Tricks oder versteckte Funktionen für den VLC media player? Wofür nutzen Sie den Player am liebsten? Schreiben Sie Ihre Tipps und Erfahrungen in die Kommentare!

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