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Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Linux, Windows XP, OS X, keine näheren Angaben, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, Windows 2000, Windows Server 2003, Windows Server 2008, Windows Server 2012, Android, keine näheren Angaben, Windows, keine näheren Angaben
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Datensatz zuletzt aktualisiert: 13.06.2017
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Bewegt man sich viel im Internet, wird man dort tagtäglich von Unmengen an Werbung in den verschiedensten Farben und Formen bombardiert. Das meiste davon empfindet man am ehesten als anstrengend, unnötig oder sogar unangemessen. Nicht von ungefähr gibt es daher ohne Ende an Werkzeugen, Tools und Helferleinchen, mit denen man die Anzeigen-Flut aus Bannern, Videos, Pop-Ups und dergleichen eindämmen und unterbinden kann. Andererseits finanzieren sich natürlich viele Websites über Werbeeinnahmen. Möchte man diese unterstützen, ist ein komplettes Blocken von Werbung natürlich nicht gerade Fair Play. Eines der populärsten dieser Werbeblock-Tools, das einen guten Kompromuss findet, ist die Browser-Erweiterung BAdblock PlusB von Wladimir Palant. Das kostenlose Add-on wirkt in diversen Webbrowsern wie Firefox, Chrome, Opera oder Edge im Hintergrund und entfernt Werbe-Störenfriede - während bestimmte Werbung durch gelassen werden kann.

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Adblock Plus ist bei Werbung wählerisch

Die Freeware-Erweiterung für Webbrowser auf Desktop-Rechner, Smartphone und Tablet kann sehr effektiv Werbung verschiedenster Art blockieren. Egal ob Banner, Werbe-Clips vor [LINK]YouTube-Videos, Pop-Ups oder animierte Anzeigen - AdBlock Plus sortiert aus. Auch Surfverhalten-Verfolgung und anderes Tracking wie von [LINK]Google+, [LINK]Facebook, [LINK]Twitter und ähnlichen Schnüfflern werden unterbunden, indem die entsprechenden Buttons gar nicht erst eingeblendet werden. Dabei ist das Add-On jedoch wählerisch, was Werbeblocks angeht: Anzeigen, die einem gewissen Standard an Qualität und "Unaufdringlichkeit" gerecht werden, lässt Adblock Plus standardmäßig durch die Verteidigungslinien.

Diese Funktion soll Werbe-Macher dazu anregen, qualitativ hochwertige Anzeigen zu produzieren, die gleichzeitig auch nicht nervig oder aufdringlich sind. Gleichzeitig werden Webseiten, die entsprechend gute Werbung zur Finanzierung nutzen entsprechend belohnt und unterstützt. Die Regeln für akzeptable Werbung sind dabei auf der Adblock Plus Webseite einsehbar. Möchte man diese Funktion gar nicht nutzen und doch wirklich alle Werbung komplett blockieren, kann man auch dies in den Einstellungen der Browser-Erweiterung entsprechend konfigurieren.

Entscheidung in Nutzer-Hand

Neben den gerade genannten Möglichkeiten, kann man Adblock Plus natürlich auch genau nach eigenen Anforderungen konfigurieren. So lässt sich etwa Werbung auf nur einer einzelnen Website, die man unterstützen möchte - oder auch all ihren Unterseiten - erlauben, oder eben auf nur ganz bestimmten durch den Ad-Blocker unterbinden lassen. Das geht entweder über eine Ausnahme-Liste, in die sich beliebige Domains eintragen lassen, oder auf jeder Seite mithilfe eines Drop-Down-Menüs. Möchte man es sehr genau nehmen, kann man auch die erweiterten Ausnahme-Liste nutzen. In diese müssen jedoch die passenden Parameter in korrekter Filter-Schreibweise eingegeben werden. Alternativ lassen sich auch diverse vorgefertigte Filter-Listen einbinden und nutzen. Diese lassen sich auch spontan aktivieren oder deaktivieren - ganz wie es gerade gebraucht wird.

Kritik an Werbeblockern

Natürlich möchte kaum jemand ewig mit nervender Werbung bombadiert werden. Auf manchen Websites muss man sich durch einen Wald von Pop-Ups klicken, ehe man den jeweiligen Online-Dienst nutzen kann. Auf anderen muss man zwischen zehn Fake-Download-Buttons den einen richtigen identifizieren - sonst fängt man sich Malware ein oder wird auf andere Seiten umgeleitet. Auf wiederum anderen legen sich unsichtbare Pop-Ups über die ganze Website und leiten dann "klammheimlich" auf andere Seiten um, sobald man irgend etwas auf der aktuellen Seite anklickt. Solche und noch weitere Gemeinheiten und Störenfriede sind Gang und Gäbe im Netz - und lassen sich mit Adblockern unschädlich machen.
Da sich viele Internet-Dienste und Webseiten jedoch teilweise oder sogar komplett über Werber-Einnahmen finanzieren, schneidet man diesen durch den Einsatz von Adblock Plus und Co. natürlich Teile des Budgets weg. Kann das nicht durch andere Einnahmen ausgeglichen werden, können manche Anbieter buchstäblich in den Ruin ge-ad-blockt werden. Aus diesem Grund kommt natürlich nachvollziehbare Kritik von Seiten der Werbenden und von Werbung profitierenden. Trotzdem setzt sich die Einsicht durch, dass die Werbeindustrie durch automatische Werbemethoden die Nutzer überfordert hat, wie das Interactive Advertising Bureau (IAB), eine Branchenorganisation für Online-Werbung, eingesteht.

Nervig - potenziell gefährlich

Werbung stört in den meisten Fällen. In einigen kann sie jedoch potenziell gefährlich sein - nämlich wenn man in Kosten- oder Abo-Fallen gelockt wird. Das kann passieren, wenn man auf einem Mobilgerät aus Versehen oder Unwissen einem Link zu WAP-Seiten oder dergleichen folgt. Hier passiert es schnell, dass man durch einen unüberlegten Fingertipp automatisierte Verträge "eingeht", die dann durch WAP-Billing und die SIM-Karten-Nummer lertzendlich über das Mobilfunk-Guthaben oder den entsprechenden Tarifvertrag abgerechnet werden. Hier kann allerdings Adblock Plus nur eingeschränkt helfen. Wirksamer ist da eine Drittanbieter-Sperre, die man beim jeweiligen Mobilfunk-Anbieter beantragen kann.

Käufliche Ausnahmeregelungen

Wie erwähnt blockiert Adblock Plus so ziemlich alles, was nicht auf den entsprechenden Filter- und Whitelisten steht. Werbe-Anbieter können beim Hersteller des Open-Source-Tools - Eyeo - einen Platz auf der jeweiligen Whitelist erstehen. Hierfür müssen sie die Richtlinien für unaufdringliche Werbung erfüllen und einen Teil der Werbeeinnahmen an Eyeo abführen. Um auf der Whitelist zu landen, darf die Werbung etwa nicht in Form von Animationen oder Flash-Bannern eingeblendet werden. Amazon, Google, Microsoft und United Internet sind nur einige der Anbieter, die entsprechende Gebühren zahlen, unaufdringliche Werbung anbieten, und daher eben nicht von Adblock Plus gefiltert werden. Möchte man alle Anbieter nicht aufdringlicher Werbung einsehen, kann man das im Tab "Filterlisten" und mit dem Link "Liste öffnen" tun - dieser findet sich unter "Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen".

Adblock Plus ist und bleibt einer der populärsten Werbeblocker - und arbeitet auch stark daran, dass das so bleibt. Unter anderem konnten die Macher mittlerweile auch Anbieter anderer Anti-Werbe-Programme dafür gewinnen, ihre Whitelists zu nutzen. Zusammen mit diesen Blockern - Adblock und Crystal - einigte man sich außerdem darauf, dass die Kriterien für unaufdringliche Werbung von einem unabhängigen Gremium entwickelt werden sollen.

Kampf gegen den Adblock

Aber nicht jedes Unternehmen wie Google ist zahlungswillig, um auf die Whitelist zu kommen. Manche klagen lieber – wie der Axel Springer Konzern – gegen Adblock Plus oder verweigern Nutzern den Zugriff auf ihren Webdienst, wenn sie einen Adblocker installiert haben. So ging BILD.de vor, nachdem der Konzern Axel Springer vor dem Landgericht Köln gegen Adblock Plus unterlag. Nun gelangt man nicht mehr auf die Website von BILD.de, wenn ein Adblocker im eigenen Browser aktiv ist, sondern zu einer Info-Seite, die darauf hinweist, dass der Dienst auf Werbeeinnahmen zur Finanzierung angewiesen ist und die Artikel nur ohne Werbeblocker gelesen werden können.

Auch unterwegs sicher vor Werbung

Adblock Plus ist auf Desktop-Rechnern für die Browser Firefox, Google Chrome, Opera, Safari, Microsoft Edge, den Internet Explorer und den Yandex Browser verfügbar. Für Android-Tablets und Smartphones gibt's den Werbeblocker auch als separate Adblock Browser App, die auch unterwegs vor Werbung schützt. Für die mobilen Versionen der Browser Chrome und Firefox lässt sich Adblock Plus auch als Browser-Erweiterungen installieren.

Ein Fazit zu Adblock Plus und Co.

Klingt mittlerweile fast nach Satire: Werbung an sich ist ja erstmal nicht verkehrt. Anzeigen für tatsächlich interessante Angebote oder Produkte, Job-Ausschreibungen, Infos zu spannenden Veranstaltungen und dergleichen mehr kann man ja durchaus wollen. Problematisch wird es, sobald die Werbung aufdringlich, unangemessen, uninteressant und generell nervig, wenn nicht sogar gefährlich wird. Landet man dank unübersichtlicher Button-Heere und Pop-Up-Fluten in Abo- oder anderen Kostenfallen, ist das besonders nervig. Wenn Wesites ihre Werbung nicht kontrollieren und von Massenanbietern schalten lassen, kann aber genau das schon mal passieren, wenn man nicht ganz genau Acht gibt, was man denn nun wo anklickt.

Ist einem genau das schon einmal passiert - oder möchte man sich präventiv schützen, empfiehlt sich natürlich die Nutzung von Werbeblockern wie Adblock Plus. Ein weiterer willkommener Nebeneffekt davon kann sein, dass man das mobile Datenvolumen des eigenen Mobilfunk-Vertrags schont - indem Datenfresser wie Werbe-Videos oder aufwendig animierte Anzeigen gar nicht erst geladen und abgespielt werden.

Ansonsten ist es nun Aufgabe der Werbenden, ihre Werbung so zu konzipieren, dass sie etwa den Regeln von Adblock Plus gerecht und damit kandidaten für die Whitelist werden. Das sollte letztendlich dazu führen, dass nicht undbedingt viel weniger, aber dafür interessantere, hochwertigere und weniger aufdringliche Werbung beim Surfen auftaucht. Nutzt man allerdings bestimmte Online-Dienste und Webseiten ganz besonders oft und gern, sollte man vielleicht darüber nachdenken, diese trotz des Nerv-Faktors auf die persönliche Whitelist zu setzen.

Siehe dazu auch:

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