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Datensatz zuletzt aktualisiert: 14.11.2018
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Der Adobe Flash Player war früher für viele Web-Inhalte eine unverzichtbare, aber umstrittene Erweiterung für Internet-Browser, die sich teils noch immer auf Windows-, Mac- und Linux-Rechnern befindet. Das Plug-in von Adobe Systems, den Machern der bekannten Creative Cloud, fügt Browsern wie Mozilla Firefox und Google Chrome Multimedia-Funktionen hinzu, damit diese auf Flash basierende Websites und Videos wiedergeben können.

Dies ist heute nur noch selten der Fall, da moderne Browser HTML5 unterstützen und somit aktive Inhalte mit HTML, CSS und JavaScript direkt wiedergeben können. Der Adobe Flash Player ist deswegen kaum noch nötig und sollte deinstalliert werden. Aber für jene, die ihn dennoch brauchen, stellen wir ihn hier vor und nennen die Probleme und Gefahren.

Player für Flash-Animationen, Videos und mehr

Das Webbrowser-Plug-in für den Adobe Flash Player wird von vielen Websites benötigt, um etwa Flash-Animationen anzuzeigen oder Browser-Games zu spielen. Darüber hinaus lassen sich mit dem Adobe Flash Player verschiedene Videos abspielen – darunter etwa MPEG-4-AVC-Videos (H.264) und High-Efficiency-AAC-Audio-Dateien (HE-AAC). Die Freeware bringt außerdem das die Programmiersprache Actionscript mit. Diese ermöglicht das Erstellen eigener, interaktiver Inhalte und browserbasierter Anwendungen.

Darüber hinaus hat der Flash Player viele weitere Funktionen im Gepäck. So verbessert das Tool etwa Video-Streams von Webcam-Übertragungen mithilfe von GPU-Hardware-Beschleunigung. Livestreams und interaktive Echtzeit-Videos werden außerdem dank Multithread-Video-Decodierung mit verbesserter Wiedergabe-Performace abgespielt. Hinzu kommen weitere Features wie beschleunigtes Rendering von Stage3D-Objekten, native Unterstützung von 64-Bit-Betriebssystemen sowie verschlüsseltes, dynamisches HTTP-Streaming. Weitere Funktionen sowie detaillierte Informationen zu den verschiedenen Entwickler-Features finden sich in der Feature-Liste auf der Adobe-Website.

Konfiguration und Updates

Standardmäßig ist der Adobe Flash Player so eingestellt, dass er automatisch Updates aus dem Netz herunterlädt und installiert, sobald diese veröffentlicht werden. Gerade in Hinsicht auf die regelmäßig auftretenden Sicherheitslücken kann es jedoch von Vorteil sein, der Freeware die automatische Aktualisierung zu untersagen. Bei einem neuen Update benachrichtigt der Adobe Flash Player den Nutzer, der die Aktualisierung autorisieren oder abbrechen kann.

Alternativ lässt sich das Plug-in manuell von der Adobe-Herstellerseite, für Windows, macOS und Linux herunterladen, wobei eine Wahl der benötigten oder bevorzugten Version möglich ist. Ebenfalls erhältlich ist der Adobe Shockwave Player, den man mit erweitertem Funktionsumfang als "großen Bruder" vom Adobe Flash Player ansehen kann.

Flash und die (Un)Sicherheit

Beim Adobe Flash Player kommen regelmäßig Sicherheitslücken vor, die Schadsoftware Zugriff auf den Rechner des Anwenders ermöglichten – daher ist das Plug-in generell mit Vorsicht zu genießen. Diese Lecks werden für gewöhnlich durch entsprechende Sicherheits-Updates geschlossen – sofern sie entdeckt werden. Ein Rest-Risiko bleibt bei Benutzung des Plug-ins aber dennoch. Zum Thema Sicherheit und Sicherheitslücken können Nutzer die Support-Plattform vom Hersteller Adobe heranziehen.

Flash: Einst Stern nun Schnuppe

Die ständigen Sicherheitslücken im Adobe Flash Player haben mittlerweile dazu geführt, dass Flash standardmäßig von gängigen Browsern wie Firefox und Google Chrome blockiert wird. Für Videos ist Flash ohnehin nicht mehr nötig, da der Video-Codec H.264 für kostenlose Streamingangebote ebenfalls kostenlos nutzbar ist, sodass Videos nicht mehr in einer Flash-Version angeboten werden brauchen. Wer Videos auf YouTube sieht, muss schon lange keine Flash-Version mehr installieren und auch für die Website des ZDF ist nach dem Relaunch 2016 keine Flash-Version mehr nötig.

Vor über einem Jahrzehnt sah es noch ganz anders aus. Flash wurde an Hochschulen gelehrt und galt als zukunftsorientierte. Denn mit Flash lassen sich dynamische Websites mit interaktiven Knöpfen, Menüs und Videos bauen beziehungsweise programmieren. Aber genau das ist das Problem von Flash. Denn Flash ist mit ActionScript eine Programmiersprache und kein reines Videoformat.

HTML, CSS und JavaScript gestalten Webseiten wie Flash ebenfalls interaktiv, ohne, dass ein Plug-in zu aktivieren ist, da aktuelle Browser wie Firefox und Google Chrome HTML5 direkt unterstützen. Dieses ist vor allem für Mobilgeräte wichtig, denn hier wird Flash nicht unterstützt. Zwar gibt es für Android eine Version des Adobe Flash Player für Android, aber diese kann nicht mehr empfohlen werden. Und für das iPhone und iPad gibt es überhaupt keinen Flash Player.

Kurz gesagt: Flash ist tot und sollte vom Computer entfernt werden. Unter Microsoft Windows geht dies in den Einstellungen für die Programme und unter Linux im Software-Center der jeweiligen Distribution. Das Flash-Plug-in kommt bei Linux durch das Installieren der Multimedia-Codecs in das System. Wurden diese installiert, muss hinterher das Flash-Plug-in einzeln im Software-Center entfernt werden. Auf der Kommandozeile geht dies alternativ bei Ubuntu mit dem Befehl sudo apt purge flashplugin-installer wenn man Administratorrechte hat.

Wer Flash noch für Webseiten mit dieser Technologie nutzen und aktivieren muss, sollte darauf achten, dass es für andere Seiten deaktiviert ist. Helfen können dabei zum Beispiel FlashBlock und NoScript. Alternativ lässt sich das Flash-Plug-in in den Browser-Einstellungen direkt deaktivieren.

​Tipps & Tricks zum Adobe Flash Player:


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