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WhatsApp für Anfänger und Fortgeschrittene (1)

Tipps und Neuerungen für den beliebten Messenger

Seit Anfang 2016 verwenden weltweit über eine Milliarde Menschen WhatsApp und allein in Deutschland werden täglich rund 700 Millionen Nachrichten über den Messenger verschickt. Damit der Messaging-Alltag auf Dauer nicht zu öde wird, hat sich Sebastian nach Funktionen umgesehen, die man nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennt.

Initiative gegen Langeweile im Messenger-Alltag: Von den 700 Millionen WhatsApp-Nachrichten gehen erschreckenderweise bis zu 100 pro Tag auf mein Konto. In der Hoffnung, dass ich damit nicht ganz allein bin, habe ich mich auf die Suche nach Features gemacht, die den täglichen Umgang mit dem Messenger abwechslungsreicher, komfortabler oder schlicht unterhaltsamer gestalten. Dabei bin ich nicht nur auf bereits integrierte, sondern auch auf zukünftige Funktionen und Inhalte gestoßen.

Seit einiger Zeit ist es nun möglich WhatsApp-Nachrichten zu formatieren. En Detail bedeutet das, dass ihr nun einzelne Wörter, vollständige Sätze oder auch ganze Nachrichten mit geringem Aufwand fett, kursiv oder durchgestrichen darstellen könnt. Dazu braucht ihr den gewünschten Text-Teil nur mit dem passenden Sonderzeichen umschließen:

  • *fett* = der Text zwischen den Sternchen wird fett dargestellt
  • _kursiv_ = der Text zwischen den Unterstrichen wird kursiv dargestellt
  • ~durchgestrichen~ = der Text zwischen den Tilden wird durchgestrichen dargestellt

Bei Bedarf könnt ihr euch Informationen zu den von euch versandten Nachrichten ansehen. Unter Android müsst ihr dazu einfach in einem Chat die gewünschte Nachricht antippen und kurz halten. Nach etwa zwei Sekunden erscheint dann am oberen Display-Rand eine Menüleiste mit einem Info-Symbol – gegebenfalls versteckt sich der Button hinter den weiteren Optionen, die über drei untereinander stehende Punkte symbolisiert werden. Nach einem Fingertipp auf dieses Symbol erfahrt ihr dann anhand der bekannten grauen sowie blauen Häkchen, ob und wann eine Nachricht zugestellt wurde und auch ob und wann euer Chatpartner die jeweilige Nachricht gelesen hat. Die Info ist in einem Solo-Chat meist nur nice to know, für temperamentvolle Naturen aber auch gerne Grund für handfeste Streits mit dem Partner. Bei einem Gruppenchat wiederum könnt ihr euch auf diesem Wege Gewissheit verschaffen, wer eine (möglicherweise) wichtige Mitteilung bereits erhalten sowie gelesen hat und wer noch nicht auf dem neusten Stand ist. Auf iOS-Geräten gelangt ihr per Wischgeste vom rechten zum linken Display-Rand auf der jeweiligen Nachricht an diese Informationen.

Detaillierte Informationen zum Status einer Nachricht.

Ebenfalls relativ neu im Funktionsumfang von WhatsApp ist die Möglichkeit, andere Nachrichten zu zitieren. Besonders praktisch ist das in Gruppenchats, wo ja durchaus ein erhöhtes Nachrichtenaufkommen herrscht. Wenn ihr euch also auf einen früheren Beitrag oder eine Frage beziehen wollt, die im Chatverlauf schon weit nach hinten gespült wurde, dann könnt ihr den jeweiligen Text in eure aktuelle Nachricht einfügen. Auf Android-Geräten braucht ihr dazu nur den gewünschten Post markieren, woraufhin sich am oberen Rand des Chats eine Menüleiste öffnet. Hier befindet sich ein Pfeil, der ein wenig an den "Weiterleiten"-Pfeil aus gängigen Mail-Programmen erinnert – ein Fingertip darauf lässt den markierten Beitrag in euer Textfeld springen. Unter iOS reicht ebenfalls ein Fingertip – und zwar auf den "Antwort"-Button, der erscheint, wenn ihr die zu zitierende Nachricht markiert. Tippt der Empfänger des Zitats die Nachricht an, so springt er an diejenige Stelle im Chatverlauf, an der die Original-Nachricht gesendet wurde.

Ein Zitat im Gruppenchat - Per Fingertipp auf das Zitat gelangt man zu der ursprünglichen Nachricht.

Um WhatsApp auch auf anderen Geräten außer dem eigenen Smartphone nutzen zu können, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. An dieser Stelle möchte ich euch einmal die Varianten für den PC sowie das Tablet näher bringen. Für den PC (und auch Mac) gilt: Nichts leichter als das! Öffnet einfach euren Browser – ganz gleich ob Firefox, Chrome, Opera oder Safari – ruft die Seite https://web.whatsapp.com/ auf, folgt den dortigen Anweisungen (QR-Code scannen) und schon könnt ihr euer WhatsApp-Konto auf dem Rechner nutzen. Neben WhatsApp Web gibt es mittlerweile auch eine Desktop-App für Windows- und Mac-Rechner, die ihr euch bei heise Download herunterladen könnt.

Für den Fall, dass ihr WhatsApp auf einem Android-Tablet nutzen wollt, ist dies über einen kleinen Umweg ebenfalls möglich. Dazu müsst ihr euch als erstes die WhatsApp apk-Datei herunterladen. Diese installiert ihr dann manuell nachdem der Download beendet ist – hierzu müsst ihr vorübergehend in euren Geräte-Einstellungen die "Installation aus unbekannten Quellen" erlauben. Nach dem ersten Start werdet ihr darüber informiert, dass WhatsApp derzeit keine Tablets unterstützt. Davon lassen wir uns natürlich nicht aufhalten. Gebt nach einem Klick auf "OK" eine Telefonnummer an, die noch nicht mit einem WhatsApp-Konto verbunden ist, das darf auch gerne eine Festnetz-Nummer sein. Anschließend startet der Verifizierungs-Vorgang per SMS oder Anruf – und schon könnt ihr WhatsApp auch auf eurem Tablet nutzen. Auf dem iPad funktioniert diese Variante leider nicht – falls ihr WhatsApp dennoch auf dem Apple-Tablet nutzen wollt, könnt ihr das mit Hilfe von WhatsApp Web tun.

Wer technisch versiert oder zumindest interessiert ist, der kann alternativ mit einem Emulator WhatsApp auf PC, Mac und Linux einsetzen – und zwar ganz ohne Mobilnummer, Smartphone oder Tablet.

Laut der Seite emojipedia.com werden noch im Juni bis zu 72 neue Emojis durch das Unicode Konsortium abgesegnet. Die neuen Smileys und Symbole können dann von Google, Apple und Microsoft übernommen und in die jeweiligen Messenger eingebaut werden – dabei kann es noch Änderungen geben, sodass die finalen Emojis im Messenger möglicherweise leicht von den Unicode-Entwürfen abweichen. Darüber hinaus verrät die aktuelle Beta-Version für iOS bereits, dass bald die lang ersehnte GIF-Unterstützung in WhatsApp integriert wird. Die bewegten Bilder sollen dann per Auto-Play direkt im Chat angezeigt und abgespielt werden und müssen nicht extra geöffnet werden. Außerdem sollen sich Einzelbilder der GIF-Animationen abspeichern lassen, nicht jedoch das ganze GIF.

Die 72 neuen Emojis nach Unicode 9.0. Quelle: http://blog.emojipedia.org

Euer WhatsApp-Konto auf ein neues oder anderes Gerät umzuziehen ist ganz leicht: Ladet euch WhatsApp einfach auf euer neues Handy herunter und gebt nach erfolgreicher Installation bei der Einrichtung eure bereits registrierte Nummer an. WhatsApp verifiziert den Umzug dann per SMS oder Anruf und schon könnt ihr den Messenger problemlos weiternutzen. Solltet ihr zuvor auf eurem alten Gerät ein Backup der Nachrichten angelegt haben, könnt ihr dies nun nutzen, um den alten Stand auf dem neuen Gerät wiederherzustellen. Aber Achtung: WhatsApp kann pro Telefonnummer immer nur auf einem Gerät gleichzeitig aktiviert sein.

WhatsApp herunterladen

WhatsApp Desktop herunterladen

WhatsApp Web starten

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