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Download der offiziellen Corona-Warn-App der Bundesrepublik Deutschland, die Nutzer darüber informiert, ob sie sich in der Nähe von Personen befunden haben, die mit dem COVID-19-Virus (SARS-CoV-2) infiziert sind.

Merkt sich Begegnungen mit anderen

Typischerweise dauert es mehrere Tage, bis eine Infektion mit COVID-19 auch Krankheitssymptome ausbildet. In diesem Zeitraum ist das Risiko besonders groß, andere Menschen anzustecken, da man selbst von der Infektion noch nichts weiß. Stellt sich später heraus, dass man das Virus in sich trägt, dann sollte man möglichst alle Personen darüber informieren, in deren räumlicher Nähe man sich aufgehalten hat. In der Praxis ist das aber kaum möglich - es führt schließlich niemand Buch darüber, welchen Fremden man beim Einkauf begegnet ist und wie diese zu erreichen sind.

Fragen und Antworten zur Corona-Warn-App der Bundesregierung

Dieses Problem soll die Corona-Warn-App nach dem Download lösen. Sie sammelt mit Hilfe von Bluetooth von anderen Smartphones ausgesendeten Kennungen und speichert sie verschlüsselt lokal auf dem eigenen Smartphone ab. Anhand der gesammelten Kennungen prüft die heruntergeladene Corona-Warn-App, ob und wann sich ein bestätigter Infektionsfall in räumlicher Nähe zu einem selbst bzw. dem eigenen Smartphone befunden hat.

Andere vor COVID-19-Infektion warnen

Wenn sich bei einem App-Nutzer eine Ansteckung mit dem COVID-19-Virus durch ein Labor bestätigt hat, dann kann diese Information innerhalb der App hinterlegt werden. In diesem Fall wird die eigene, anonyme Kennung einer Liste von bestätigten Infektionsfällen hinzugefügt. Diese Liste lädt die Corona-Warn-App regelmäßig herunter und prüft dann, ob sie eine Kennung enthält, die man selbst mit dem Smartphone gesammelt hat. Gibt es eine Übereinstimmung, dann schätzt die App das Infektionsrisiko ein und gibt Tipps, wie man sich verhalten soll.

Datenschutz soll gewährleistet sein

Nachdem in den Wochen vor der Veröffentlichung der Corona-Warn-App viel diskutiert wurde, wurde nun eine technische Lösung gefunden, die sich an geltendes Recht und den Datenschutz halten darf. Deswegen werden die Daten nun dezentral auf den einzelnen Smartphones gesammelt, damit niemand herausfinden kann, mit wem man Kontakt hatte. Zudem ändern sich alle 10 bis 20 Minuten die Kennungen, die die Smartphones aussenden, sodass hierdurch Rückschlüsse auf die Kontaktpersonen vermieden werden. Weiterhin nutzt die Corona-Warn-App Verschlüsselungsverfahren, um die im Smartphone gespeicherten Daten zu schützen.

Infektions-Meldung ist freiwillig​

Entscheidet sich ein mit COVD-19 infizierter Mensch dazu, seine Infektion anderen mitzuteilen, müssen deswegen alle seine Kennungen, die in den letzten 14 Tage versendet wurden, an die installierten Corona-Warn-App gesendet werden, damit sie aus der Häufigkeit sowie der Dauer der Begegnungen eine Gefahr erkennen und entsprechend eine Warnung ausgeben können.

Kritik an der Corona-App

Die vorgestellte Lösung zur Kontakt-Nachverfolgung bei Corona-Infektionen erfährt durchaus auch Kritik. So sollen bereits Sicherheitslücken in der Software gefunden worden sein. Außerdem kann die Corona-Warn-App prinzipiell erst dann wirken, wenn sie von möglichst vielen Menschen installiert wird.

Zu beachten ist auch, dass es sich bei der Corona-Warn-App um eine Lösung allein für Deutschland handelt. So nutzt die franösische StopCovid-App eine andere Technologie als die deutsche Corona-Warn-App und punktet zudem negativ mit technischen Problemen.

Wer in Urlaub fährt, müsste sich wohl mehrere Apps installieren, um über eine mögliche Infektion durch andere informiert zu werden. Selbst andere zu informieren kann aber problematisch werden, da ein deutscher Labor-Test zwar bei der Corona-Warn-App genutzt werden kann, aber nicht bei der französischen StopCovid-App.

Quellcode der Corona-Warn-App für jeden einsehbar

Die Corona-Warn-App kann man für Android und iOS herunterladen. Die App ist eine Open-Source-Software, sodass sich der Quelltext auf GitHub einsehen und damit die Funktionsweise der App überprüfen lässt.

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