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Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows 8, Windows 10, Linux, OS X, keine näheren Angaben
Download-Größe: 26699 KByte bis 82640 KByte
Downloadrang: 24
Datensatz zuletzt aktualisiert: 27.06.2017
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Viele der öffentlich-rechtlichen, deutschen Fernsehsender bieten große Teile ihres Programms auch online in sogenannten Mediatheken an. Nachdem die Sendungen im TV ausgestrahlt wurden, kann man sie meist noch für einige Zeit online im Browser auf den Homepages der Sender nachträglich streamen. Das kostenlose Open-Source-Programm MediathekView vereinfacht dies erheblich und ist somit eine der besten DVB-T2-Alternativen. Die kostenlose Software stellt eine Art Desktop-Client für die besagten Online-Mediatheken. Das Tool läuft sowohl auf Windows und Linux als auch auf Apple-Rechnern unter MacOS und benötigt Java 8. Hat man zusätzlich entsprechende Software von Drittanbietern parat, kann man sämtliche Mediathek-Angebote direkt in MediathekView streamen, herunterladen, speichern und archivieren.

Fernsehsender in MediathekView streamen

Es gibt kaum einen öffentlich-rechtlichen Sender, der quasi sämtliche ausgestrahlten Programme auch auf einer Webseite mit entsprechender Mediathek zum Streamen anbietet. Die meisten TV-Sender haben ihre ganz eigene, von den anderen unabhängige Mediathek - mit eigener Benutzeroberfläche, eigenen Funktionen und natürlich eigenem Programm-Angebot. Schon allein, um all diese zu "einen", sind Tools wie MediathekView eine gute Idee. Ein weiterer Faktor ist, dass die meisten Mediatheken ihr Angebot nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stellen. Das macht Sinn, schließlich würde eine ständige, tägliche Erweiterung um alle Programme bei Beibehalt der "alten" wahrscheinlich schon nach kurzer Zeit jeden noch so leistungsstarken Server in Probleme bringen. Resultat ist, dass der Großteil der Sendungen nur eine oder zwei Wochen nach Ausstrahlung im Fernsehen in den Mediatheken zu finden ist - danach sind sie unwiederbringlich in den Archiven der jeweiligen Sender verschwunden. Die Freeware kann genau hier Abhilfe schaffen. MediathekView durchsucht die Online-Mediatheken von ARD, ZDF, Arte, KiKa, 3Sat, SWR, BR, MDR, NDR, WDR, HR, RBB, ORF und SF zu und macht alle Angebote filter- und sortierbar. Mithilfe von Schlagworten oder Kategorien kann man die entsprechenden Listen ordnen oder sich genau die Inhalte heraussuchen, die man sehen möchte. Beispielsweise lassen sich alle GEO-Reportagen der letzten 30 Tage, die letzten TerraX-Sendungen oder der gerade gestern Abend verpasste Tatort-Film herausfiltern und anzeigen. Darüber hinaus kann man einzelne Kanäle oder Sendungen und Sendereihen abonnieren, sodass man immer dann aktuell benachrichtigt wird, wenn eine neue Ausgabe eines Magazins oder neue Folge einer Serie ausgestrahlt wird und verfügbar ist.

Mit VLC, MPlayer und Konsorten Inhalte streamen

Hat man in den diversen, filterbaren Listen erst einmal genau das gefunden, was man sehen - und vielleicht auch "für später" behalten - will, erlaubt MediathekView auch das Streamen und Herunterladen der jeweiligen Sendungen. Hierfür benötigt man allerdings auch noch weitere Zusatz-Software, die man vorher von Drittanbietern beziehen muss. Zum Abspielen und Speichern braucht man einen einen entsprechenden Player. MediathekView bevorzugt hier die Abspiel-Programme MPlayer und den VLC media player von Entwickler VideoLan - weitere werden jedoch auch unterstützt. Die Wiedergabewerkzeuge lassen sich direkt in den Mediathek-Client einbinden - mithilfe der vom Programm generierten URLs kann man Videos dann streamen und über weitere Software auch herunterladen.
Darüber hinaus lassen sich die Player auch mit zusätzlichen Sender-Optionen kombinieren, die MediathekView bietet. So kann man beispielsweise wählen, ob man das Programm-Angebot von Arte auf Deutsch oder in französischen Original ansehen möchte.

Software zum Herunterladen von Serien und Filmen

Raussuchen der TV-Sendungen übernimmt MediathekView selbst - abspielen kann man die Inhalte dann mithilfe der oben genannten Player. Möchte man die jeweiligen Videos darüber hinaus auch noch herunterladen und auf der eigenen Festplatte archivieren, braucht man noch weitere Software. Der flvstreamer ist ein weiteres, kostenloses Tool, und wird genau für die Download-Funktion benötigt. In der bei uns verfügbaren Version von MediathekView ist der FLVstreamer direkt mit inbegriffen - genau wie die FFmpeg-Bibliothek, die zusätzlich benötigt wird. Dies gilt für die Versionen für Windows und Mac - nicht für die Linux-Version. Diese müssen sich Anwender selbst kompilieren - und entsprechend auch die zusätzlichen Tools FFmpeg und FLVstreamer selbst herunterladen und einbinden.

Weitere Downloads und Hinweise

Den für das Kompilieren unter Linux nötigen Quellcode bekommt man via GitHub. Darüber hinaus gibt es auch noch einen Klon von MediathekView, der in Perl geschrieben ist. Dank einer Android-App, hat man auch von entsprechenden Mobil-Geräten Zugriff auf die komplette Mediathek-Sammlung. Die Portierung auf Android findet sich jedoch nicht im Google Play Store, sondern hat eine separate Sourceforge-Seite, über die man sie als ZIP-Datei beziehen kann. Ein weiteres praktisches Tool ist der Online-Dienst Mediathekdirekt.de. Dies ist quasi eine Web-Version von MediathekView, mit der sich die ganzen Mediatheken der Öffentlich-rechtlichen durchsuchen und filtern lassen - herunterladen lassen sich die Inhalte hier nicht, aber dank praktischer Verlinkungen kann man direkt auf die Videos in einem Webplayer zugreifen. Braucht man Anleitungen oder Hilfe für die Benutzung von MediathekView - oder etwa der Kompilierung unter Linux - findet man vielerlei Hinweise und Tipps im zugehörigen Wiki. Hier finden sich neben FAQs und Anleitungen für die Linux-Installation auch Hinweise zu Pinning unter Debian und Ubuntu sowie zum Einrichten eigener Aufnahme- und Abspielsets.

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