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Hersteller: Zur Website
Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: OS X, keine näheren Angaben, Linux, Windows XP, Windows Server 2003, Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2008, Windows Server 2012, Windows 8, Windows 10
Download-Größe: 1148 KByte bis 25789 KByte
Downloadrang: 65
Datensatz zuletzt aktualisiert: 26.05.2022
Alle Angaben ohne Gewähr

Ein voreiliger Klick und schon sind Bilder und andere Dateien versehentlich auf dem Computer gelöscht. Um sie zurückzubekommen, lässt sich PhotoRec einsetzen, das gelöschte Fotos und verlorene Dateien wiederherstellt, wenn die Beschädigung nicht zu groß ist.

Ratgeber: Die besten Tools zur Datenrettung auf PC und Mac

PhotoRec

Gelöschte Dateien wiederherstellen

Die Recovery-Software kann Bilder und Dateien retten und greift dazu auch auf den internen Speicher unterstützter Digitalkameras zu, um dort nach zuvor gelöschten Fotos zu suchen. Neben Fotos und Datei-Archiven kennt PhotoRec rund 200 weitere Dateiformate und kann die Dateien von Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten und anderen Laufwerken wiederherstellen. Bei der Datenrettung ignoriert die Freeware das Datei-System des Datenträgers und sucht auf der Hardware-Ebene nach den Daten, wodurch das Recovery-Programm auch auf beschädigten und formatierten Datenträgern fündig werden kann.

Damit bei der Datenrettung keine weiteren Schäden entstehen, arbeitet PhotoRec von vornherein nur im Read-Only-Modus. Dadurch ist der unterstuchte Datenträger schreibgeschützt, sodass keine Daten auf ihn gelangen, die gelöschte Fotos unwiederbringlich zerstören würden. Deswegen braucht man zusätzlich eine Festplatte, einen USB-Stick oder eine SD-Karte mit ausreichend freiem Speicherplatz, damit die Freeware die geretteten Dateien dorthin kopieren kann.

Unterstützte Betriebssysteme und Dateisysteme

PhotoRec ist als Open-Source-Software unter anderem für Microsoft Windows, Ubuntu, Debian, openSUSE, macOS, FreeBSD, NetBSD sowie OpenBSD erhältlich und zudem in TestDisk enthalten. Da die Freeware verlorene Dateien unabhängig vom genutzten Datei-System retten kann, lassen sich Dateien nicht nur von Festplatten mit heilem Dateisystem wie FAT, NTFS, exFAT und HFS+ wiederherstellen.

Ein weiteres Merkmal ist außerdem, dass PhotoRec nicht nur Dateien von der eingebauten internen HDD rettet, sondern ebenso von einem USB-Stick, einer SD-Karte, CD, DVD und Blu-ray Disk, wenn diese nicht zu stark beschädigt ist.

Verhalten bei versehentlichem Löschen

Damit sich verlorene Dateien und gelöschte Fotos wiederherstellen lassen, müssen die Daten dieser Dateien unbeschädigt sein. Wenn Dateien gelöscht werden oder verloren gehen, sind die Daten oft noch auf der Festplatte, dem USB-Stick oder der SD-Karte vorhanden, da beim normalen Löschen lediglich der Eintrag im Inhaltsverzeichnis des Dateisystems entfernt wird. Deswegen sucht PhotoRec den Datenträger auf Hardware-Ebene nach besonderen Merkmalen von Dateien ab und findet so die zur gelöschten Datei gehörenden Daten.

Verlorene Dateien retten, kann die Freeware allerdings nur, wenn sie nicht beschädigt wurden. Dieses geschieht zum Beispiel, wenn man mit der Digitalkamera ein Foto versehentlich löscht und danach weiter fotografiert. Denn beim Löschen gibt der Computer oder die Digitalkamera die Datenbereiche des gelöschten Fotos frei und speichert darin gegebenfalls die Daten von danach aufgenommenen Fotos. In diesem Fall werden die noch vorhandenen Daten des gelöschten Fotos überschieben, sodass es nicht wiederherstellbar ist. Dies ist ebenso der Fall, wenn man Dateien nicht normal, sondern mit Spezialsoftware unwiederbringlich und sicher löscht. Denn bei so einem Löschvorgang wird nicht nur der Datei-Eintrag im Dateisystem entfernt, sondern es werden auch die Datenbereiche der Datei sofort mit Zufallsdaten überschrieben.

Hat man also versehentlicht Fotos gelöscht, darf man auf den Datenträgern keine neuen Dateien speichern. Geschieht dies unterwegs mit der Digitalkamera, muss man sofort die SD-Karte mit den versehentlich gelöschten Fotos aus der Kamera nehmen und eine neue einsetzten. Am Computer lassen sich dann die versehentlich gelöschten Fotos mit Photorec oder alternativ Recuva wiederherstellen.

Problem bei der SSD

Da eine SSD technisch anders funktioniert, als ein magnetische Festplatte (HDD), ein USB-Stick oder eine SD-Karte, kann man hier gegebenenfalls gelöschte und verlorene Dateien nicht retten. Denn bei der SSD werden Daten nicht erst durch das Überschreiben mit neuen Daten unwiederbringlich vernichtet, sondern auch durch einen Trim-Befehl, der frei gewordene Blöcke leert, wodurch die dort gespeicherten Daten weg sind. Deswegen ist bei SSDs sofortiges Handeln nötig, zumal SSDs oft als Systemfestplatten dienen. Auf Systemfestplatten werden ständig neue Daten geschrieben, wodurch sich die Gefahr erhöht, dass die Datenbereiche von versehentlich gelöschten Dateien schnell überschrieben werden.

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