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Webseite: Website besuchen
Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source, Kostenlos
Betriebssystem: Linux, Mac, Windows
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Datensatz zuletzt aktualisiert: 22.07.2026
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Mit Vaultwarden lässt sich ein Passwort-Manager-Server selbst betreiben, der mit den offiziellen Bitwarden-Clients für Mobilgeräte, Desktop und Browser zusammenarbeitet. Die quelloffene Software entstand als alternative Server-Implementierung der Bitwarden-Client-API und wurde in der Programmiersprache Rust geschrieben. Sie soll dabei weniger Ressourcen verbrauchen als der offizielle Bitwarden-Server und lässt sich auf der eigenen Hardware installieren. Vaultwarden hieß ursprünglich Bitwarden_RS und wurde umbenannt, um Verwechslungen und markenrechtliche Konflikte mit dem offiziellen Bitwarden-Projekt zu vermeiden.

Funktionen von Vaultwarden

Die Freeware setzt einen Großteil der Bitwarden-Client-API um und deckt damit die üblichen Funktionen eines Passwort-Managers ab. Dazu zählen der persönliche Passwort-Tresor, das Teilen verschlüsselter Inhalte, Dateianhänge sowie das Anzeigen von Website-Icons. Ergänzt wird dieses für Organisationen um Sammlungen, Passwort-Freigaben, Mitgliederrollen, Gruppen, Ereignisprotokollen, Passwort-Zurücksetzung durch Administratoren, Directory Connector und Richtlinien.

Sicherheit durch Zwei-Faktor-Authentifizierung

Zur Absicherung der Konten unterstützt Vaultwarden mehrere Verfahren der Multi- und Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dazu gehören Authenticator-Apps, E-Mail-Codes, FIDO2 WebAuthn, YubiKey sowie Duo. Ergänzend steht die Funktion Emergency Access bereit, mit der sich im Notfall der Zugriff auf einen Tresor an vertrauenswürdige Personen übertragen lässt. Für die Serververwaltung bringt die Software ein eigenes Backend mit, über das sich Einstellungen vornehmen und Benutzerkonten pflegen lassen. In den Container-Abbildern ist zusätzlich eine angepasste Version des Web-Vault-Clients enthalten.

Vaultwarden installieren

Der Entwickler empfiehlt die Installation über Container-Abbilder, die sich unter anderem bei Docker Hub herunterladen und sich mit Docker oder Podman starten lassen. Für die dauerhafte Speicherung der Daten wird ein Volume vom Host eingebunden. Alternativ existieren von der Community gepflegte Pakete, die jedoch nicht immer dem aktuellen Stand entsprechen können, oder die Möglichkeit, Vaultwarden aus dem Quellcode selbst zu übersetzen. Der Web-Vault erfordert HTTPS, weshalb der Entwickler zum Einsatz eines vorgeschalteten Reverse Proxys rät, obwohl das zugrundeliegende Rocket-Framework bereits TLS unterstützt.

Support

Vaultwarden steht kostenlos als Open-Source-Software auf GitHub bereit und wird von einem Team aus freiwilligen Mitwirkenden gepflegt. Fragen und Hilfeanfragen können Nutzer über den Matrix Messenger, die GitHub Discussions oder das Discourse-Forum stellen, während Fehler im Issue-Tracker gemeldet werden. Für die offiziellen Bitwarden-Support-Kanäle sind Anfragen zu Vaultwarden ausdrücklich nicht vorgesehen. Der Hersteller weist zudem darauf hin, dass keine Haftung für Datenverluste übernommen wird und rät zu regelmäßigen Sicherungen von Dateien und Datenbanken.

Alternativen zu Vaultwarden

Als naheliegende Alternative kommt der offizielle Bitwarden-Server infrage, der ebenfalls selbst gehostet werden kann, jedoch mehr Systemressourcen benötigt und aus mehreren Diensten besteht. KeePassXC verfolgt einen anderen Ansatz und speichert Passwörter lokal in einer verschlüsselten Datei, die sich bei Bedarf über Cloud-Dienste synchronisieren lässt, wodurch jedoch kein zentraler Server nötig ist. Wer keinen eigenen Server betreiben möchte, kann auf gehostete Dienste wie 1Password oder Dashlane zurückgreifen, gibt dabei allerdings die Datenhoheit an den Anbieter ab.

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