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Die besten Alternativen zu FreePDF

Welche PDF-Software kann FreePDF ersetzen?

Ende Juni wurde die beliebte PDF-Software FreePDF eingestellt und wird nun nicht mehr weiterentwickelt. Auch der Support und das dazugehörige Forum werden laut Entwickler Stefan Heinz abgeschaltet. Deshalb habe ich mich für euch nach Alternativen zum Erstellen, Bearbeiten und Konvertieren von PDF-Dokumenten umgesehen.

Mit PDF-Dateien hat im Computer-Alltag eigentlich jeder zu tun, sei es privat oder beruflich. Dokumente wie Bestellbestätigungen und Rechnungen von Online-Versandhäusern oder Energieversorgern, Bewerbungen oder auch wissenschaftliche Arbeiten sowie Vereinbarungen und Verträge werden heutzutage häufig im PDF-Format verschickt. Ebenso Gebrauchsanleitungen, Aufbaupläne, Richtlinien, Leitfäden, Gesetzestexte und Weiterbildungsunterlagen. Man kann sich der Nutzung des PDF-Formats also nur sehr schwer entziehen.

PDF steht für "Portable Document Format" - und genau das ist es auch: ein portables Dokumentenformat. Das PDF-Format wurde als plattformunabhängiges Dateiformat für Dokumente entwickelt, um zu gewährleisten, dass Nutzer unterschiedlicher Computer - beispielsweise PC oder Mac - sowie unterschiedlicher Betriebssysteme und unterschiedlicher Software auf dieselbe Version eines Dokuments zugreifen können. So ist es nicht nötig, ein Dokument erst zu konvertieren, bevor man Zugriff auf den ursprünglichen Inhalt des Urhebers erhält. Und auch Kompatibilitätsprobleme zwischen verschiedenen Anzeige-Programmen, die unter anderem zu falschen Seitenumbrüchen oder ähnlichem führen, werden so vermieden.

Die Freeware klinkt sich in den Windows-Druckertreiber ein und somit in die Druckfunktion jeder Anwendung, die zur Bearbeitung von Dokumenten dient. Über die Druckfunktion kann man FreePDF also als virtuellen PDF-Drucker nutzen, um so aus der jeweiligen Anwendung heraus ein PDF-Dokument zu erstellen. Dazu wählt man einfach die "Drucken"-Funktion und anschließend unter den verfügbaren Druckern "FreePDF". Anschließend kann man die gewünschte Qualität sowie bei Bedarf eine Verschlüsselung festlegen. Um einwandfrei funktionieren zu können, benötigt der PDF-Converter eine vorhandene Installation von Ghostscript.

PDF-Software gibt es wie Sand am Meer, soviel sei vorweg verraten. Die zahllosen Programme weisen teilweise erhebliche Unterschiede beim Funktionsumfang auf. Einige können PDF-Dokumente nur öffnen, andere wiederum halten ein wahres Überangebot an Features für die Arbeit mit PDF-Dateien bereit. Unterschiede gibt es auch beim Preis, wobei die meisten der hier vorgestellten Tools Freeware sind oder zumindest eine kostenlose Version in petto haben. Beim Thema PDF halte ich es generell nicht für nötig, auf kostenpflichtige Programme zurückzugreifen.

PDF XChange Viewer
Der PDF-XChange Viewer wird zwar offiziell gar nicht mehr weiterentwickelt, dennoch hat er bisher mit jedem Update des kostenpflichtigen Nachfolgers ebenfalls ein Update erfahren. Es gibt also keinen Grund, die vielseitige Freeware nicht mehr zu nutzen. Die PDF-Software kann Dateien im PDF-Format nicht nur öffnen, sondern verfügt auch über Funktionen zum Bearbeiten, Kommentieren oder Umwandeln von PDF-Dateien.

Foxit Reader
Mit dem kostenlosen Foxit Reader erhält man ein Rundum-Sorglos-Paket für den Umgang mit PDF-Dateien. Der Foxit PDF Reader kann PDF-Dokumente nicht nur öffnen und lesen, sondern hat auch zahlreiche Werkzeuge zur Bearbeitung im Gepäck. Neben Standard-Funktionen kann der Foxit Reader bei Bedarf ein Dokument vorlesen oder sogar übersetzen. Dazu benötigt man lediglich ein Sprachpaket und eine Internetverbindung. Außerdem gibt es die Freeware auch für Mobilgeräte wie Android-Smartphones, iPhone oder iPad.

PDF24-Creator
Einfach und kompakt, so kommt der PDF24-Creator daher. Die Freeware kann im Prinzip genau das, was FreePDF auch kann - Dokumente in das PDF-Format umwandeln. Genau wie der schwindende Namensgeber dieses Beitrags, konvertiert der kostenlose PDF24-Creator Dateien über die Drucken-Funktion von Anwendungen in PDF-Dokumente. Darüber hinaus kann PDF24 aber auch PDF-Dateien komprimieren oder von Geräten wie einem Scanner oder einer Kamera importieren. Außerdem lassen sich auch per Drag&Drop in einer Datei-Explorer-Ansicht ganz einfach Dokumente als PDF-Datei ausgeben.

Sumatra PDF
Die Open Source Software Sumatra PDF ist ein schlanker PDF-Viewer, der genau das tut, was der Name verspricht: er zeigt PDF-Dokumente an. Darüber hinaus kann Sumatra PDF aber auch eBooks der Formate ePub und Mobi sowie Dateien der Formate CHM, XPS, DjVu, CBZ und CBR öffnen beziehungsweise lesen. Außerdem gibt es Sumatra PDF auch als portable Version, die ohne Installation auskommt.

PDFCreator
Ebenfalls im Drucken-Menüpunkt von Textverarbeitungs-Anwendungen finden wir nach der Installation den PDF-Creator. Bei der Installation dieser PDF-Software sollte darauf geachtet werden, dass die zusätzlich angebotene - möglicherweise unerwünschte - Software nicht mitinstalliert wird. Dies kann durch das Entfernen entsprechender Häkchen im Installationsmenü verhindert werden. Hat man den PDF-Creator schließlich installiert, kann man auf Features zugreifen, die das bloße Erzeugen von PDFs übersteigen. Unter anderem lassen sich mit Hilfe des Programms PDF-Dateien bearbeiten oder auch verschlüsseln. Zudem bietet der PDF-Creator die Möglichkeit PDF-Dokumente auch in Bilddateien der Formate BMP, TIFF, JPG, PNG, PCX, EPS oder PS auszugeben.

Adobe Acrobat Reader
Entwickelt wurde das PDF-Format 1993 von Adobe Systems, die bis heute den bekannten PDF-Viewer Acrobat Reader anbieten. Glaubt man dem Tenor aus Foren und Kommentar-Bereichen des WWW, hat eigentlich niemand den Adobe Acrobat Reader installiert, weil dieser ja schließlich so viele und immer wiederkehrende Sicherheitslücken aufweist. Tatsächlich ist der Acrobat Reader aber die PDF-Software, die sich weltweit am häufigsten auf unseren Rechnern befindet. Unabhängig von der Sicherheitsfrage kann der Adobe Acrobat Reader problemlos PDFs öffnen, anzeigen, drucken und konvertieren und hat somit aus technischer Sicht durchaus seine Daseinsberechtigung.

Office-Suites von Microsoft & Co
Die in Microsoft Office enthaltenen Anwendungen, unter anderem Word und Excel, bieten standardmäßig die Möglichkeit, ein Dokument über die Druck-Funktion als PDF-Datei auszugeben. Da das Office-Paket aber mit mindestens 69 Euro (Office 365 Personal) zu Buche schlägt, ist es wohl nicht die erste Wahl, wenn es nur darum geht, mit PDF-Dateien zu arbeiten - zumal auch kostenlose Office-Suites wie LibreOffice inzwischen einen eingebauten PDF-Export anbieten.

Seit Windows 10 ist das Umwandeln von Dokumenten in das PDF-Format zu einer integrierten Standard-Funktion und somit deutlich einfacher geworden. Möchte man nur ein geöffnetes Dokument im PDF-Format abspeichern, so kann man dies auch ohne zusätzlich installierte Software tun. Geht es aber darum, PDF-Dokumente zusammenzuführen, zu konvertieren, zu bearbeiten, zu verschlüsseln oder gar vorlesen und übersetzen zu lassen, wird die Installation eines PDF-Tools schnell unumgänglich. In diesem Fall solltet ihr - je nach Bedarf - auf eines der hier vorgestellten Programme zurückgreifen. Einige PDF-Tools beschränken sich ausschließlich auf das Lesen von PDF-Dokumenten und beinhalten keinerlei Features zur Änderung der jeweiligen Datei. Andere hingegen, die sich für die Arbeit mit PDF-Dokumenten eignen, bringen umfassende Funktionen mit.

Kennt oder nutzt ihr weitere Alternativen? Dann erzählt doch in den Kommentaren davon!

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