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Datensatz zuletzt aktualisiert: 12.12.2016
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Im Kampf gegen Schadsoftware aus dem Internet bietet die Antiviren-Software AntiVir - Avira Free Antivirus für Windows ihre Dienste an. Die einst unter dem Namen "AntiVir Personal" bekannte Freeware überwacht die Aktionen in Echtzeit und prüft, ob im System ein Virus, Trojaner, Dialer, Rootkit, eine Spyware oder andere Schadsoftware vorhanden ist.

Grafische Oberfläche mit Überblick

Die Bedienung findet bei Avira Free Antivirus über eine grafische Oberfläche statt. Hier lassen sich Berichte einsehen und Einstellungen vornehmen, um die Freeware an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Im Status-Fenster zeigt AntiVir an, ob der Virenschutz aktuell ist. Letzteres ist der Fall, wenn die neusten Updates heruntergeladen wurden und die Systemprüfung nicht zu lange zurück liegt. Ist Avira Free Antivirus der Ansicht, dass der Schutz nicht optimal ist, weist es darauf hin und markiert die entsprechenden Bereiche gelb oder rot.

Einstellungen für den Virenscanner

Die Konfiguration ermöglicht nach der Installation Änderungen über das gewohnte Zahnrad-Symbol. Hier lassen sich unter PC Sicherheit Dateien von der Prüfung ausnehmen. Außerdem wird hier das Verhalten von Avira Free Antivirus im Falle eines Virenfundes festgelegt, das automatisch oder interaktiv mit dem Nutzer stattfinden kann. Wer ersteres wünscht, muss die entsprechende Checkbox markieren und kann als Aktion die Quarantäne wählen, in die die verdächtige Datei geschoben wird. Vom Löschen sollte man absehen, damit die Antiviren-Software bei einem Fehlalarm keine harmlosen und wichtigen Dateien vernichtet.

Die Konfiguration nach der Installation von Antivirus Software ist nicht zwingend erforderlich. Allerdings lassen sich die Voreinstellungen noch verfeinern, damit die Anti Malware wie gewünscht funktioniert. Denn AntiVir sucht auf Wunsch auch nach Scherzprogrammen, Spielen und Programmen, die die Privatsphäre verletzen. Alternativ lässt sich die Suche nach Adware deaktivieren, was aber nicht empfohlen werden kann.

Adware

Bei Adware handelt es sich meist um Freeware, die zur Finanzierung des Projekts bei der Installation Programme von anderen Herstellern anbietet. Diese zusätzliche Software lässt sich durchaus über Haken von der Installation ausnehmen und wird dann nicht mitinstalliert. Leider gibt es unseriöse Adware, bei der Zusatzsoftware ohne Nachfrage automatisch bei der Installation aus dem Internet nachgeladen wird. So kommen zum Beispiel Browser-Toolbars auf den Computer oder Schadprogramme. Da die Zusatzsoftware erst bei der Installation via Internet heruntergeladen wird ist die Setup-Datei der Adware in der Regel ohne Virus und wird somit von Virenscannern als virenfrei eingestuft.

Echtzeitschutz

Avira Free Antivirus bietet einen Echtzeit-Scanner, der als Hintergrundprozess läuft und nach der Installation aktiv ist, um ständig nach Gefahren zu suchen. Ergänzend kann man über den Planer einstellen, wann der Computer gründlich geprüft werden soll. Dies bietet sich zu Zeiten an, an denen der Computer nicht benötigt wird, damit man beim Arbeiten nicht behindert wird.

Wird der Viren-Scanner fündig, erhält der Nutzer eine entsprechende Meldung über ein Pop-up-Fenster, wenn für diesen Fall die Interaktion mit dem Nutzer in der Konfiguration gewählt wurde. Anschließend bietet das integrierte Quarantäne-Management unterschiedliche Optionen zum Behandeln des Fundes an: alle verdächtigen Dateien lassen sich entweder löschen oder isolieren.

Was tun bei wenn Avira Alarm schlägt

Schlägt der Virenscanner Alarm erscheint, ist bei so manchem Nutzer Panik angesagt, auch wenn diese vielleicht gar nicht angebracht ist. Denn nicht jeder Fund bedeute eine Gefährdung des Systems. Dies ist besonders bei heuristischen Funden der Fall. Bei diesen weiß die Antivirus Software in der Regel nicht, ob die untersuchte Software wirklich gefährlich ist, sondern unterstellt dies aufgrund des Programm-Verhaltens. Heuristischen Funde enthalten in der Virenmeldung oft den Begriff "Gen" oder "Generic" während bei einem konkreten Virenfund der Virus benannt wird.

Liegt der Verdacht nahe, dass sich wirklich Schadsoftware auf dem Computer eingenistet hat, sollte AntiVir die verdächtige Datei in die Quarantäne schieben. Anschließend steht die Recherche im Internet nach dem Virus an, um zu erfahren, wie er am besten zu bekämpfen ist. Hierbei können auch die Microsoft-Tools Autoruns und Process Explorer helfen, um verdächtige Prozesse und Autostartprogramme zu finden.

Um sicher zu gehen, dass es sich nicht um einen Fehlalarm handelt gibt es Virustotal. Der Dienst prüft eine hochgeladenen Datei mit vielen Virenscannern. Schlagen mehrere Alarm, ist eine Schadsoftware wahrscheinlich und der Rechner muss gesäubert werden.

Hierzu lässt sich auch Desinfec't einsetzen. Der Vorteil von Desinfec't ist, dass das zu säubernde Windows nicht laufen muss und so vorhandene Viren nicht aktiv sind und sich nicht aktiv dem Säubern entziehen können.

Die sicherste Methode ist aber immer noch, ein nicht infiziertes System-Backup nach der Daten-Sicherung aufzuspielen oder das System neu zu installieren, falls keine Backups vorhanden sind. Dies ist vor allem dann zu empfehlen, wenn ein Rootkit im System steckt, der weitere Viren und anderen Schädlinge nachlädt. Außerdem umgeht man so die Gefahr, dass nach einer Systemreinigung eventuell Restspuren und Hintertüren vorhanden sind, die eine neue Infektion begünstigen.

Sicher ist Sicher?

Alle Virenscanner haben das Problem, dass sie in erster Linie nur bekannte Gefahren entdecken und auch Fehlalarme auslösen können, weil eine Software versehentlich als Gefahr erkannt wurde. Um dieses Problem gering zu halten müssen die Virensignaturen ständig aktualisiert werden. Avira Free Antivirus sieht für automatische Updates einen Zeitraum von mindestens 2 Stunden vor, der sich erhöhen lässt, damit man zum Beispiel unterwegs bei schlechter Internetverbindung nicht durch ein Update von der Arbeit abgehalten wird.

Grundsätzlich ist es leider nie ausgeschlossen, dass sich ein neuer Schädling trotz Virenscanner im System einnistet und erst später gefunden wird. Deswegen ist ein regelmäßiges System-Backup Pflicht, das im Fall des Falles zurückgespielt werden kann und eine langwierige Neuinstallation erspart.

Gefahren reduzieren

Um die Gefahr einer Infektion zu reduzieren, sollte man die Herkunft von Dateien prüfen und nicht jeden Anhang in einer E-Mail öffnen. Dies betrifft auch Links in E-Mails, denn in Spam-E-Mails sind oft Links zu gefährlichen Webseiten enthalten. Öffnet sich so eine Seite im Browser könnte durch eine Sicherheitslücke Schadsoftware auf den Rechner gelangen. Deswegen muss grundsätzlich jede Software auf dem Computer aktuell sein, damit Sicherheitslücken durch Updates schnell geschlossen werden. Insbesondere gilt dies für das Betriebssystem. Dies muss ebenfalls ständig Updates erhalten, um möglichst sicher zu sein, was zum Beispiel bei einem Betriebssystem wie Windows XP nicht der Fall ist, da der Support von Microsoft bereits 2014 eingestellt wurde.

Avira Free Antivirus installieren

Für die Installation steht zum einen die komplette Setup-Datei mit rund 250 MByte zur Verfügung und zum anderen eine kleine Installerdatei. Für letztere muss der Computer mit dem Internet verbunden sein, damit die nötigen Dateien von Avire Free Antivirus bei der Installation heruntergeladen werden können. Bei der Setup-Datei kann die Installation offline stattfinden, allerdings sollte man anschließend eine Internetverbindung aufbauen, um aktuelle Updates herunterzuladen.

Die Installation lässt sich benutzerdefiniert vornehmen, sodass man erfährt, welche Komponenten das Setup installiert. Bei diesem Installationsweg lässt sich vorgeben, dass Avira Free Antivirus vom Nutzer eine Bestätigung einholt, wenn die Antivirus Software verdächtige Dateien zur Prüfung an Avira senden will. Die Aktivierung von heuristischen Prüfungen lässt sich auf Wunsch abstellen. Heuristiken können unbekannte Schadprogramme aufspüren, sorgen aber durchaus für Fehlalarme. Dennoch sollte man die Voreinstellungen erst einmal übernehmen, da sie sich später unter "Konfiguration > PC Sicherheit > System-Scanner > Suche > Heuristik" bei Bedarf ändern lassen.

Unterstützte Geräte

Avira Free Antivirus läuft auf einem Desktop-Computer mit dem Betriebssystem Windows und unterstützt mobile Geräte wie Notebooks und Notbooks. Für Mobilgeräte wie Smartphone oder Tablet bietet Avira die Avira Mobile Security für iPhone sowie iPad und die Avira Antivirus Security App für Android. Nutzer von Mac OS X können auf Avira Free Antivirus für Mac zurückgreifen.

Mehr Sicherheit gegen Aufpreis

Die Freeware AntiVir prüft E-Mails erst, nachdem sie inklusive Dateianhänge auf dem Rechner gespeichert wurden. Die kostenpflichtigen Editionen Avira Antivirus Pro und Avira Internet Security Suite führen bereits eine Überprüfung schon während des Herunterladens vom jeweiligen E-Mail-Server durch. Die Avira Internet Security Suite schützt zudem vor Spam, verfügt über eine integrierte Firewall, den Avira Browserschutz oder Webschutz sowie einen Game-Modus, der für unterbrechungsfreies Zocken sorgt.

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