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Geschwindigkeit ist nicht alles? Wer sich ein Solid-State-Drive (SSD) statt einer magnetischen Festplatte in den Computer einbaut, dürfte dies anders sehen. Mit der für SSD-Festplatten ausgelegten Benchmark-Software AS SSD Benchmark, gibt es Informationen zur Performance, was einen Vergleich von SSDs ermöglicht.

Typen der SSD-Festplatte

Denn Solid-State-Drives oder Solid-State-Disks kommen in verschiedenen Bauformen vor. Entweder als 2,5"-SATA-SSD-Laufwerk, als PCIe-SSD oder M.2-SSD. Ergänzt wird dies durch die unterschiedliche Technik der Speicher selbst, sie sich durch die NAND-Chip-Typen SLC sowie MLC, deren Architektur und dem Controller unterscheiden.

Außerdem hat das verwendetet Dateisystem einen Einfluss auf die Performance. Dieses macht sich besonders bei alten Partitionsprogrammen bemerkbar, die zum Beispiel die erste Partition beim Sektor 63 starten, was historisch gesehen bei magnetischen Festplatten sinnvoll war. Bei SSDs ist dies fatal, da sie nicht mit einzelnen Sektoren von je 512 Bytes arbeiten, sondern mit 4K-Blöcken von 4096 Bytes, also 8 Sektoren gleichzeitig. Entsprechend wird bei einer alten Partitionierung ein 4K großer Block des Dateisystems durchaus über zwei Blöcke der SSD verteilt, die beim Speichern beide neu geschrieben werden, was länger dauert und die Performance negativ beeinflusst.

Benchmark-Tests ermitteln die SSD-Performance

AS SSD Benchmark bringt verschiedene Benchmark-Tests mit, um SSD-Festplatten gründlich zu prüfen. Dabei kommen neben Kopiertests synthetische Tests und Kompressionstests zum Einsatz. Die verwendeten Dateigrößen betragen je nach Test 4 KByte oder 1 Gbyte, wobei die Tests teils zufällig ermittelte 4K-Blöcke verwenden und die Lese- sowie Schreibgeschwindigkeit messen.

Synthetische Tests ohne Cache

Bei den synthetischen Tests steht die fortlaufende sowie zufällige Performance beim Lesen und Schreiben auf dem Prüfstand, wobei kein Cache des Betriebssystems verwendet wird. Hier nutzt AS SSD Benchmark 1 GByte große Dateien, um Ergebnisse für die Schreib- und Lese-Leistung zu erhalten.

Zudem wird die Lese- und Schreib-Leistung von zufällig ausgewählten 4K-Blöcken beim 4K-Test ermittelt. Diesen Test gibt es auch in der Variante 4K-64-Thread, der ähnlich verläuft, sich aber auf 64 Threads verteilt. Dieses macht Unterschiede bei SSD-Festplatten deutlich, die Native Command Queuing (NCQ) kennen und somit bei mehreren parallelen Anfragen an die SSD selbst entscheiden, wie sie diese abarbeiten, um die Lese- und Schreibvorgänge zu optimieren. Denn neben dem AHCI-Modus, der NCQ unterstützt, haben sie auch einen IDE-Modus, bei dem dies nicht der Fall ist, was entsprechende Leistungs-Unterschiede bringt.

Kompressions-Leistung testen

Da viele Schreibprozesse die Leistung der SSD-Festplatte mindern und deren Lebensdauer verringern, bietet es sich an, die Daten im Controller der SSD zu komprimieren und erst dann zu schreiben, sodass weniger Blöcke und somit Schreibvorgänge nötig sind. Der AS SSD Benchmark misst in diesem Zusammenhang die Performance der SSD in Abhängigkeit der Komprimierbarkeit der Daten und gibt das Ergebnis grafisch zusammen mit den Ergebnissen der Lese-, Schreib- sowie Gesamtperformance aus.

Performance mit Kopier-Tests prüfen

Die Kopierdauer von Dateien variiert je nachdem, ob man wenige große oder viele kleine Dateien kopiert. Deswegen erstellt AS SSD Benchmark für den Kopiertest drei Ordner. Von diesen enthält einer nur große Dateien, einer kleine Dateien und einer eine Mischung aus großen und kleinen Dateien. Der Test nutzt den copy-Befehl von Microsoft Windows und lässt den Cache eingeschaltet. Da die Alltagssituation simuliert wird, finden Lese- und Schreiboperationen gleichzeitig statt.

Benchmark-Version für Windows

Die Benchmark-Software AS SSD Benchmark ist als Version für Microsoft Windows und lässt sich kostenlos herunterladen. Die Freeware bietet eine grafische Oberfläche, sodass Nutzer nicht auf der Kommandozeile arbeiten müssen. Diese zeigt nach dem Testdurchlauf die Ergebnisse für die synthetischen Tests sowie Kopier- und Kompressionstests an. Ergänzt wird dies um die Zugriffszeiten bei den Lese- und Schreiboperationen sowie um eine Bewertung. Diese liefert zu den Ergebnissen neben einem Gesamtwert jeweils einen Score-Wert für das Lesen und Schreiben.


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