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Webseite: Website besuchen
Preis: kostenlos
Lizenz: Open Source
Betriebssystem: Linux, Mac, Windows, Windows 11, Windows 10
Download-Größe: 20795 KByte
Downloadrang: 33647
Datensatz zuletzt aktualisiert: 03.11.2026
Alle Angaben ohne Gewähr

ArtCraft ist eine kostenlose, quelloffene Kreativsuite mit Desktop-Anwendungen zur Bearbeitung von Bildern, Videos, Audio und anderen Medien. Die Toolsammlung ist damit eine kostenlose Alternative zu kommerziellen Suiten wie der Adobe Creative Cloud oder Microsoft Office 365. ArtCraft verfolgt das Ziel, eine kreative Arbeitsumgebung zu schaffen, die weder Abonnements noch eine dauerhafte Cloud-Anbindung erfordert.

Hinweis zu KI und Entwicklungsprozess: Für einen großen Teil des Codes ist die KI Claude als Mitautor angegeben. Zudem befindet sich die Software noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Unvorhersehbares Verhalten oder ungewöhnliche Sicherheitslücken sind möglich. Interessierte Nutzer sollten diese Umstände berücksichtigen. Im detaillierte ArtCraft-Test vom Oktober 2026 rät heise+, die Software nicht mit produktiven Daten zu nutzen.

➤ ArtCraft im Test: Was die Crafting-Apps leisten bei heise+ (10/2026)

Viele Kreativ-Werkzeuge in einer Suite

Der US-amerikanische Entwickler Brandon Thomas veröffentlichte ArtCraft im Oktober 2026 als eine Sammlung freier, quelloffener Desktop-Anwendungen, die sich stark an bekannten kommerziellen Werkzeugen orientieren. Die Suite umfasst derzeit 16 Einzelanwendungen: PhotoCraft (Bildbearbeitung), VectorCraft (Vektorgrafik), FilmCraft (Videobearbeitung), LightCraft (Fotoverwaltung und RAW-Entwicklung), PdfCraft (PDF-Bearbeitung), EffectCraft (Motion Graphics und VFX), DesignCraft (Seitenlayout), FigCraft (Interface-Design), TextureCraft (3D-Texturmalerei), MaterialCraft (prozedurale Materialien), WordCraft (Textverarbeitung), SoundCraft (Musikproduktion), DeckCraft (Präsentationen), CADCraft (CAD-Zeichnung), GridCraft (Tabellenkalkulation) sowie Craft Anything, ein Werkzeug zum Erkunden und Erstellen eigener Softwarevarianten.

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ArtCraft

Bedienung wie Adobe & Co.

Die Crafting-Apps orientieren sich an etablierten Bedienoberflächen etwa aus Adobe-Anwendungen, wurden jedoch von Grund auf neu in Rust entwickelt. Die ArtCraft-Anwendungen sind native Programme und keine Web-basierten Wrapper, sodass sie direkt die Grafikhardware des Computers nutzen. Der Quellcode steht auf GitHub unter MIT- und Apache-2.0-Lizenz zur Verfügung, kann also gelesen, geforkt und weiterentwickelt werden.

c't 3003: FilmCraft, EffectCraft und PhotoCraft ausprobiert

c't 3003 hat FilmCraft, EffectCraft und PhotoCraft einem Praxistest unterzogen und damit ein vollständiges Videoschnitt-Projekt nachgebaut. FilmCraft zeigte dabei eine dem Adobe Premiere ähnliche Oberfläche mit vergleichbaren Tastaturkürzeln, Timeline-Struktur und gängigen Effekten wie Weichzeichner, Zeitlupen-Werkzeug und Farbkorrektur. Beim Rendern war Premiere laut dem Test mit Hardware-Encoding etwa ein Drittel schneller, mit Software-Encoding sogar doppelt so schnell wie FilmCraft. EffectCraft ermöglichte Motion Tracking, Masken, Keyframe-Animationen und den Einsatz von Expressions (kleinen Code-Schnipseln zur Steuerung von Animationen), wenngleich die Performance auf manchen Systemen hinter After Effects zurückblieb. PhotoCraft lud vorhandene Photoshop-Dateien inklusive Ebenen, Masken und Smartfiltern korrekt, zeigte bei der Freistellungsfunktion jedoch Abstriche gegenüber dem Cloud-gestützten Original.

MCP-Schnittstelle für KI-Agenten

Jede ArtCraft-Anwendung lässt sich über eine Kommandozeile (CLI), einen JSON-Kanal oder eine MCP-Schnittstelle steuern. Die Crafting Apps sind von Grund auf darauf ausgelegt, von KI-Agenten bedient zu werden. Im Praxistest von c't 3003 ließ sich über die MCP-Schnittstelle in FilmCraft ein KI-Modell mit dem Schneiden von Rohmaterial beauftragen, was grundsätzlich funktionierte. Eine vergleichbare offizielle Schnittstelle fehlt in Adobe Premiere bislang.

Alpha-Status und Verfügbarkeit

Die Anwendungen laufen auf macOS, Windows und Linux. Zusätzlich kompilieren die meisten Werkzeuge zu WebAssembly und können damit auch im Browser genutzt werden. Die Installation erfolgt über den ArtCraft Launcher, der alle Anwendungen an einem Ort verwaltet, aktuell hält und für das jeweilige Betriebssystem die passende Version bereitstellt. Man kann die Tools jedoch auch einzeln ohne Launcher herunterladen und installieren. Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, kann auf der offiziellen Website eines der optionalen Abos abschließen.

Alternativen zu ArtCraft

Eine offensichtliche Alternative zu ArtCraft ist die Adobe Creative Cloud, die mit Premiere Pro, Photoshop, After Effects und weiteren Programmen den Standard in der Kreativ-Branche setzt. Adobe bietet jahrzehntelang gereifte Werkzeuge, ein breites Plugin-Ökosystem und nahtlose Integration zwischen den Anwendungen, allerdings zu mitunter hohen Abo-Preisen. Bei Text- und Tabellensoftware ist wiederum Microsoft Office 365 aktueller Standard. 

Es existieren jedoch auch etablierte quelloffene Alternativen: GIMP, Paint.net und Krita ersetzen Photoshop in vielen Anwendungsfällen. DaVinci Resolve gilt als ernstzunehmender Premiere-Ersatz mit Profi-Funktionen, auch Kdenlive sowie OpenShot sind etablierte freie Videoschnittprogramme. Für Vektorgrafik steht Inkscape zur Verfügung, für Seitenlayout Scribus. Gegenüber den genannten Projekten hat ArtCraft jedoch den Vorteil, dass es eine einheitliche Suite mit konsistenter Oberfläche und breiter Plattformunterstützung bietet.

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