Welche Browser unterstützen HTML5?

Wenn du im Internet surfst und Webseiten mit Videos, Musik und Animationen besuchst, brauchst du einen Browser, der HTML5 beherrscht. Wir stellen dir einige HTML5-Browser vor und zeigen deren wesentlichen Unterschiede.

Das ist HTML5

HTML5 ist eine Auszeichnungssprache, die die Struktur zur Darstellung von Webseiten enthält. Das World Wide Web Consortium (W3C) veröffentlichte 2014 diesen HTML-Standard, der den bisherigen unter anderem um Struktur-, Video- und Audio-Tags erweitert.

Für Webseiten-Designer ergeben sich mit HTML5 viele Design-Möglichkeiten, da neben HTML auch CSS3 und JavaScript zum Einsatz kommen, um Webseiten dynamisch und für Mobilgeräte responsiv zu gestalten. Entsprechend muss der verwendete Browser mit diesen Webtechniken umgehen können.

Weiterführende Informationen zu HTML5 erhältst du in diesem Tipps & Tricks-Artikel.

Die populärsten HTML5-Browser

Die bekannten Browser Google Chrome, Chromium, Firefox, Opera, Microsoft Edge und Apple Safari können alle mit HTML5, CSS3 und JavaScript umgehen und HTML5-Videos anzeigen. Sie unterscheiden sich hauptsächlich darin, wie schnell sie eine Webseite angezeigen sowie im Umfang der Erweiterungen und Zusatzfunktionen.

Chromium: Ist eine Open Source Browser, auf dem Google Chrome aufsetzt. Der HTML5-Browser lässt sich um Add-ons sowie Apps erweitern und punktet durch schnelles Anzeigen von Webseiten. Durch die Erweiterung Chrome Remote Desktop https://www.heise.de/download/product/chrome-remote-desktop-83637 kannst du auch einen entfernten Computer steuern.

Google Chrome: Der Google Browser ist die Google-Variante von Chromium. Er ist nicht Open Source und bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie Chromium.

Firefox: Der Open Source Browser von Mozilla bietet eine riesige Sammlung an Erweiterungen. In Punkto Geschwindigkeit musste er aber 2017 seine Spitzenposition an Chromium abgeben. Dafür ist er für Nutzer interessant, die Google beim Datenschutz misstrauen.

Tor Browser: Der auf Firefox basierende Browser leitet den Datenverkehr über das Tor-Netzwerk, um deine IP-Adresse zu verbergen. Er ist auf Anonymisierung ausgelegt und bringt die Add-ons NoScript sowie HTTPS Everywhere vorinstalliert mit, damit JavaScript blockiert wird und sichere HTTPS-Verbindungen genutzt werden.

Opera: Der HTML5-Browser aus Norwegen bietet alle Standardfunktion und bringt einen VPN-Dienst mit. Durch ihn lässt sich die eigene IP-Adresse verbergen und sicher über öffentlichen WLAN-Hotspots surfen.

Opera VPN: Die Browser für Android kann ebenfalls mit HTML5 umgehen und bieten einen VPN-Dienst für sicheres Surfen an. Er ist ein Alternative für die Mobil-Variante von Opera, die unter Android keinen VPN-Dienst bietet.

Vivaldi: Der HTML5-Browser bringt einen Bildbrowser mit, der EXIF-Daten und ein Histogramm anzeigt. Zudem kannst du beim Surfen im Notizen-Paneel, kleine Zitate sowie Artikel inklusive Link und Screenshot ablegen.

Microsoft Edge: Der Standard-Browser für Windows 10 löst den Internet Explorer ab und kann mit den Web-Technologien von HTML5 umgehen.

Apple Safari: Der HTML5-Browser von Apple ist der Standard-Browser für Mac OS X beziehungsweise macOS und in einer Mobil-Variante für iOS erhältlich.

Welcher HTML5-Browser ist der beste für mich?

Im Prinzip ist es Geschmacksache, welchen der obigen HTML5-Browser du verwendest. Sie können alle mit HTML5-Seiten und Videos umgehen, bieten privates Surfen, Lesenzeichen und Verlauf. Opera hat den Vorteil, dass ein VPN-Dienst integriert ist, sodass du deine IP-Adresse verbergen kannst und sicher über öffentliche WLAN-Hotspots surfst. Und wenn du noch privater unterwegs sein willst, steht der Tor Browser für anonymes Surfen bereit.

Für Google Chrome, Chromium, Firefox, Vivaldi und Opera sind HTML5-Seiten unter Linux, macOS und Windows kein Problem. Chromium und Google Chrome bauen Webseiten schneller auf als Firefox, das mit vielen Add-ons punktet. Für iOS und Android sind Google Chrome, Firefox, Opera VPN und Opera in Handy-Varianten erhältlich, die ebenfalls HTML5 verstehen, aber einen geringeren Funktionsumfang bieten. Microsoft Edge und Apple Safari sind eigentlich nur für die Betriebssysteme ihrer Hersteller gedacht, was die Varianten für Mobilgeräte mit Windows Phone und iOS einschließt.